Fr, 10:35 Uhr
24.05.2002
nnz-Forum: "Kinder brauchen Kinder"
Nordhausen (nnz). Wer ist für die Erziehung und Unterstützung der Kinder verantwortlich? Dieser Frage geht Stefanie Müller in einem Leserbrief nach. Müller ist Frauen- und Gleichstellungsbauftragte der Stadt Nordhausen.
Wenn die Kostensenkungslisten für die öffentlichen Haushalte erstellt werden, stehen Kinder- und Jugendeinrichtungen oft auf den oberen Plätzen. Deshalb wehren sich der Deutsche Frauenrat und die Kommunalen Frauenbüros dagegen, Kindererziehung als Privatsache - vornehmlich der Frauen - zu sehen, und initiieren im Juni in vielen Kommunen Deutschlands eine Aktionswoche für ganztägige Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie kinderfreundliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Auch im Zusammenhang mit der Pisa-Studie erweist sich der Blick auf einen ganzen Themenkomplex als erforderlich: Bildungsinhalte, Betreuungsformen, Schulformen usw.. Bildung ist wichtig, Erziehung ist die Basis dafür. Petra Gerster stellt in ihrem Buch Erziehungsnotstand fest, dass Erziehung in Deutschland Privatsache ist und Eltern allein gelassen werden. Es fehlt an der öffentlichen Infrastruktur, die jedes Kind so fördert und unterstützt, dass das Kind seine eigenen Lernziele erreichen und sein individuelles Potential frei entfalten kann. Erst eine flächendeckende Schaffung von ganztägigen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen wird dazu beitragen, allen Kindern zu diesem Recht zu verhelfen.
Es geht um die Einlösung des Generationenvertrages. Nicht nur Jung steht für Alt ein, wie in der Rente. Auch muss Alt für Jung einstehen und das vom ersten Lebensjahr an. Dass es machbar ist, beweist die Situation in Nordhausen. Verschiedenste qualifizierte Angebote zu Erziehung und Betreuung werden durch unterschiedliche Stellen und Träger ermöglicht. Die finanziellen Bedingungen dafür werden in jedem Jahr kritischer. Hoffen - nein: setzen wir uns dafür ein - dass unsere Kinder bei der Setzung der Prioritäten ganz oben stehen!
Stefani Müller,
Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Nordhausen
Autor: nnzWenn die Kostensenkungslisten für die öffentlichen Haushalte erstellt werden, stehen Kinder- und Jugendeinrichtungen oft auf den oberen Plätzen. Deshalb wehren sich der Deutsche Frauenrat und die Kommunalen Frauenbüros dagegen, Kindererziehung als Privatsache - vornehmlich der Frauen - zu sehen, und initiieren im Juni in vielen Kommunen Deutschlands eine Aktionswoche für ganztägige Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie kinderfreundliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Auch im Zusammenhang mit der Pisa-Studie erweist sich der Blick auf einen ganzen Themenkomplex als erforderlich: Bildungsinhalte, Betreuungsformen, Schulformen usw.. Bildung ist wichtig, Erziehung ist die Basis dafür. Petra Gerster stellt in ihrem Buch Erziehungsnotstand fest, dass Erziehung in Deutschland Privatsache ist und Eltern allein gelassen werden. Es fehlt an der öffentlichen Infrastruktur, die jedes Kind so fördert und unterstützt, dass das Kind seine eigenen Lernziele erreichen und sein individuelles Potential frei entfalten kann. Erst eine flächendeckende Schaffung von ganztägigen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen wird dazu beitragen, allen Kindern zu diesem Recht zu verhelfen.
Es geht um die Einlösung des Generationenvertrages. Nicht nur Jung steht für Alt ein, wie in der Rente. Auch muss Alt für Jung einstehen und das vom ersten Lebensjahr an. Dass es machbar ist, beweist die Situation in Nordhausen. Verschiedenste qualifizierte Angebote zu Erziehung und Betreuung werden durch unterschiedliche Stellen und Träger ermöglicht. Die finanziellen Bedingungen dafür werden in jedem Jahr kritischer. Hoffen - nein: setzen wir uns dafür ein - dass unsere Kinder bei der Setzung der Prioritäten ganz oben stehen!
Stefani Müller,
Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Nordhausen
Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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