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Sa, 07:30 Uhr
12.04.2008

Der OKN und seine Nutzer

Acht Jahre sendet der Bürgersender OKN auf der Frequenz 100,4 für Nordhausen. Einer der Pioniere von damals, der Mann, der als erster Nutzer sendete, stand jetzt der nnz Rede und Antwort.


okn-nutzer (Foto: okn) okn-nutzer (Foto: okn)

Ein großer Tag war für Alexander Claus Freitag, der 14. April 2000. Die Mitarbeiter des neuen Bürgersenders hatten ihm ihr neues Domizil gezeigt und in einem richtigen Rundfunkstudio sprach er durch ein Mikrofon, spielte seine Musik und die Leute in seiner Heimatstadt Nordhausen konnten ihn hören. Davon hatte der junge Mann schon als Kind geträumt, wenn er mit seinem Schulfreund und dem klapprigen Kassettenrekorder Moderator spielte. Nun bestätigte ihm sogar der die entscheidende Leitung freischaltende Mitarbeiter der Telekom, dass er der erste Nutzer sei, der „on air“ ginge.

Angefangen hatte die „Karriere“ des Alexander Claus aber schon Monate früher, als er in der Zeitung las, dass in Nordhausen ein Offener Kanal installiert werden sollte. Sofort erkundigte er sich und erlebte so die Geburtsstunde des OKN mit.

Schon zu den ersten „Tagen der Offenen Tür“ bewährte er sich als achtstündiger Dauerbrenner, der alle Interessenten mit ins Studio nahm und sie teilhaben ließ an seiner Freude. In den nächsten Wochen sendete Alex so oft er konnte und schon bald reifte sein Wunsch, eine eigene Radioshow am Samstagabend live zu gestalten. Das tut er nunmehr seit fast acht Jahren und ist noch kein bisschen müde. „Damals war der Sender ja nicht bekannt und kaum einer wusste, wie man ihn empfängt. Das ist heute ganze anders“, resümiert Alexander Claus. „heute nutzen viel mehr Nordhäuser die Möglichkeiten, die der Sender bietet.“

Für Alex sind die vielen Hörer, die seiner Sendung Woche für Woche begeistert lauschen und ihn anrufen, der Lohn all der Mühe und Vorbereitung unter der Woche. „Es macht mich glücklich, mich verwirklichen und Musikwünsche, auch mal ausgefallenerer Natur, erfüllen zu können. Dabei bin ich an kein Musikformat gebunden. Das macht einfach Spaß, auch wenn es kein Geld dafür gibt“, sagt der Hobbymoderator, der am Sender besonders schätzt, dass er hier viele nette Leute kennen gelernt hat und sich sogar richtig tiefgehende Freundschaften mit anderen Nutzern entwickelten.

Für die Zukunft wünscht sich Alex, dass der OKN noch lange erhalten bleibt, er in zwei Jahren sein 10-jährgies Sendejubiläum feiern kann und immer mehr Menschen aus der Region als Nutzer den Weg in den Offenen Kanal finden.

Bis dahin sendet Alexander Claus weiter jeden Samstag von 18 – 22 Uhr live seine „Fete“ aus dem Studio 1 des OKN. Irgendwie ist dieser Raum inzwischen ein zweites Zuhause für ihn geworden, denn auch Silvester und am Himmelfahrtstag zieht es ihn lieber hier ans Mikro als auf irgendeiner Party an die Flasche.
Autor: nnz

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