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Fr, 13:21 Uhr
11.04.2008

Es ist wieder Spielzeit

Im Nordhäuser Theater wurden heute Vormittag die Vorhaben für die nächste Spielzeit vorgestellt . nnz war für Sie dabei.

eisner-tietje (Foto: okn) eisner-tietje (Foto: okn)

Auf eine sensationelle Auslastung der weichen Theatersessel konnten die Nordhäuser Theatermacher anlässlich der Vorstellung ihres neuen Spielplans für 2008/09 heute Vormittag verweisen. Voller Stolz las Intendant Lars Tietje der versammelten Presse die Zahlen vor:
Drei Viertel aller Plätze waren durchschnittlich besetzt, im Bereich Operetten und Musicals lag der Wert bei schier unglaublichen 93%.

Da setzen die Künstler auch in der nächsten Saison an und versprechen ihrem treuen Publikum mit Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“, Johann Strauß’ „Eine Nacht in Venedig“ und Mozarts „Gärtnerin aus Liebe“ und „Don Giovanni“ ganz großes Musiktheater.

Außerdem gibt es das Bernstein.Musical „On The Town“ und eine moderne Oper mit Minimal-Music, die den witzigen Titel trägt: „Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte“.

Jutta Börnes Balletttruppe zeigt Prokofjews „Romeo und Julia“ und im Frühjahr 2009 eine Choreografie der Ballettmeisterin, die sich mit der Biografie der Bildhauerin Camille Claudel auseinandersetzt.

Das Rudolstädter Schauspielensemble kommt mit ersten Inszenierungen des neuen Intendanten und einstigen Liedermachers und Kabarettisten Steffen Mensching. Der hat sich den Pirandello-Klassiker „Sechs Personen suchen einen Autor“ vorgenommen, außerdem erwartet uns Schillers „Kabale und Liebe“, zwei zeitgenössische Stücke von Yasmina Reza („Der Gott des Gemetzels“)und Lutz Hübner („Blütenträume“), ein Liederabend namens „Höchste Eisenbahn AG“ und eine außergewöhnliche Premiere des „kleinsten Schauspielensembles der Welt“, wie Chefdramaturgin Dr. Anja Eisner liebevoll die beiden Damen Uta Haase und Sigrid Herforth nannte.

Sie werden in der Traditionsbrennerei die Uraufführung „Prost, Henriette!“ von Regisseur Nico Rabenald der geneigten Weltöffentlichkeit vorstellen.

Das junge Theater steuert mit Hilfe des Theaterjugendclubs drei Produktionen bei („Moby Dick“, „Der Froschkönig“ und Bert Brechts „Die Dreigroschenoper“) und wird weiterhin die Zusammenarbeit mit Schülern und Lehrern suchen.

In der „Hörbühne“ wollen die Theaterleute wieder Texte neuer europäischer Dramen vorstellen, die noch nicht aufgeführt wurden.

Personell ist das Ensemble gut aufgestellt, zwei neue Sänger kommen dazu, ebenso zwei bis drei Tänzer. Einen zweiten Tietje gibt es jetzt auch bald im Theater, ein Bruder des Intendanten und Kapellmeister.

Versuchte Vetternwirtschaft weist der Intendant von sich und stellt klar, dass sich Kai Tietje einem Auswahlverfahren unterzogen hat wie alle anderen Bewerber auch.

Bleibt nur die Frage, wer dem scheidenden Generalmusikdirektor Masuda ans Pult folgt. Der sympathische Japaner geht im Sommer aus Nordhausen weg. „Ein normaler Prozess“, sagt Intendant Tietje, „nach sechs Jahren im gleichen Ensemble brauchen Orchester und er eine Veränderung“.

Gerüchte, der zweite Tietje würde die GMD-Stelle besetzen, seien aber absolut haltlos, beteuert der Intendant auf Nachfrage.
Autor: osch

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