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Di, 19:44 Uhr
21.05.2002

Lösungen für WICO in Sicht

Niedersachswerfen (nnz). Noch immer schwebt das Insolvenzschwert über das Unternehmen WICO. Doch am Horizont tauchen wohl die ersten Sonnenstrahlen auf. Mehrere Vorschläge werden gegenwärtig diskutiert. nnz mit einem Zustandsbericht.


Während in München in dieser Woche weitere Verhandlungen mit Banken zur Rettung des Unternehmens angesagt sind, wird vor Ort über eine durchaus interessante Variante nachgedacht. „Ausgebrütet“ hat diese der Arbeitskreis Gipskarst-Südharz. Dessen Macher dachten sich, dass die Rohstoffaufkommen allein in Niedersachswerfen so riesig seien, dass auch andere Unternehmen im Südharz, die begierig ihre Abbaufinger ausstrecken, mit Rohstoffen „befriedigt“ werden könnten.

Die Idee soll den Namen „Auffanggesellschaft“ haben. Bestätigt wurden die Vorstellungen der Naturschützer sowohl von der Unternehmensleitung als auch vom Betriebsrat in Niedersachswerfen. So soll es auch ein Gespräch gegeben haben, an dem der Beauftragte der vorläufigen Insolvenzverwalterin, Siegfried Angemeer, teilnahm. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass die Nutzung vorhandener Rohstoff-Kapazitäten effektiver sei, als das Aufschließen neuer Tagebaue, wie zum Beispiel am Winkelberg. Der Arbeitskreis Gipskarst-Südharz will seine Gedanken dazu Anfang Juni in Neustadt der Öffentlichkeit vorstellen.

Keine neuen Vorstellungen gibt es darüber hinaus aus dem Thüringer Landesverwaltungsamt hinsichtlich eines Raumordnungsverfahrens für den Winkelberg. Hier sei nur ein Planfeststellungsverfahren zu favorisieren. Als Begründung sei dazu im Umweltausschuß des Landtages der bisherige Ausgang bei entsprechenden Klagen genannt worden. So sollen alle diesbezüglichen Verfahren verloren worden sein. Umweltstaatssekretär Illert soll bei der Ausschußssitzung den Kommunen deutliche Chancen bei der Verhinderung eines Neuaufschlusses am Winkelberg eingeräumt haben. Man soll geschlossen auftreten und das Anliegen in der Öffentlichkeit mit Nachdruck deutlich machen. Illert habe auch geäußert, so Landtagsabgeordnete Dagmar Becker (SPD) auf nnz-Anfrage, dass es für die Landesregierung keinen von der Gipsindustrie favorisierten Gipskompromiß gebe.

Noch einmal zurück zum Horizont und dem Silberstreif für WICO. Sollte sich eine Kooperation zwischen den Unternehmen im Südharz abzeichnen, dann blickt auch der jetzige Betriebsratsvorsitzende Klaus Jäger optimistisch in die Zukunft. Von einst 215 Mitarbeitern arbeiten derzeit noch etwa 150 im Unternehmen. Das sei jedoch die Schmerzgrenze, so Jäger gegenüber nnz. Ein weiterer Abbau im Innendienst und in der Produktion würde letztlich das Aus für den Standort Niedersachswerfen mit sich bringen. Sollte jedoch das Konzept des Arbeitskreises greifen, dann könne sich Jäger sogar wieder Neueinstellungen vorstellen.
Autor: nnz

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