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Mi, 11:36 Uhr
26.03.2008

nnz-Betrachtung: Müssen jetzt alle blechen?

Die Entwicklung einer Gebührensatzung auf der Deponie in Nentzelsrode nimmt immer skurrilere Züge an. Am Ende wird es kommen wie beim aktuellen Finanzskandal. Nur nicht so schlimm...


Ob nun die IKB oder einige Landesbanken – für deren unternehmerisches Handeln ist plötzlich aus den Chefetagen niemand mehr verantwortlich. Der Steuerzahler ist ja da und kann Milliardenverluste ausgleichen.

Nicht anders wird das mit der Technologieverbund Nentzelsrode GmbH (TVN) werden. Selbst der interessierteste Beobachter kann die Entwürfe der Satzung für die Deponiegebühren nicht mehr zählen. Derzeit wird an einem neuen Entwurf gearbeitet, erzählt man im Landratsamt. Super.

Wie der am Ende aussieht, das kann man jetzt schon erahnen: Wir alle werden draufzahlen, mit den privaten Abfallgebühren. Die werden erhöht (sehr moderat, wie gemunkelt wird), und schon ist man das Dilemma los. Das Dilemma ist das Konstrukt TVN. Ob sich damit nun jemand „dumm und dämlich“ verdient, das ist mir – ehrlich gesagt – vollkommen egal. Nur: Das wirtschaftliches Unvermögen von Geschäftsleitung oder Aufsichtsrat durch teurer zu entsorgenden Bioabfall ausgeglichen werden, das kann nicht egal sein. Das ist das Selbstbedienungsmodell in Perfektion.

Dieses Ergebnis, so es den Mitgliedern des Kreistages vielleicht vorgestellt, hätte man schon früher haben können. Man hätte es nur ehrlich sagen müssen: Ihr, die Bürger, müßt mehr zahlen, damit die TVN nicht in die Insolvenz geht! So einfach wäre das gewesen.

Sicher, nicht alle im Kreistag werden sich damit zufrieden geben. Obwohl die Verschwörungstheoretiker der linken Front nun schon wieder verdeckte Gewinnausschüttungen und anderen unappetitliche Sachen wittern, sie werden klein beigeben müssen. So wie schon damals – bei der EGN und anderen Nettigkeiten. Und ich bin mir nicht sicher was wäre, wenn der TVN-Geschäftsführer das rote Parteibuch in seiner Tasche hätte? Vermutlich würden andere die Verschwörung wittern.

Am Ende zahlen wir alle die Zeche, die Verantwortung dafür ist eigentlich personell eng begrenzt. Ob eine völlige Kommunalisierung der TVN das Allheilmittel ist, das kann vermutlich niemand so richtig sagen. Sicher ist: Die TVN hat sich überlebt.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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