Mi, 08:57 Uhr
15.05.2002
nnz-Rückspiegel: 15. Mai 2001
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden. Heute:
Parker, Scheidungen und OVG-Besuch
Selbst zahlungswillige Parker haben kaum eine Chance
Die Suche nach einem Parkplatz kann in Nordhausen manchmal ganz schön nervend sein. Da spielt freilich die Antipathie der PS-Ritter gegenüber öffentlichen Verkehrsmitteln eine nicht unwesentliche Rolle, viel stärker ist jedoch der allgemeine Drang nach gebührenfreien Parkplätzen. Doch selbst die, die mit einer Parkuhr ausgestattet sind, haben mitunter ihre Tücken, so auch in der Bahnhofstraße.
Wer in der Bahnhofstraße zwischen Arnold- und Neustadtstraße mal schnell ein Geschäft erledigen will und mit seinem fahrbaren Untersatz ebenso schnell einen Parkplatz sucht, der hat einfach Pech. Auch dann, wenn er bereit ist, einen entsprechenden Obolus zu entrichten. Die Kurzzeitparkplätze vor der Selbstbedienungsfiliale der Nordthüringer Volksbank sind beharrlich von den Fahrzeugen der Johanniter Unfallhilfe okkupiert. Als diese Aufnahme entstand, parkten dort neun Fahrzeuge der JUH, insgesamt stehen 15 Plätze zur Verfügung. Natürlich liegen in diesem Fahrzeugen keine Tickets aus dem Automaten und Parkscheiben sind natürlich auch Fehlanzeige. Augenscheinlich wird das verstärkte Parken ab der Mittagszeit. Die Parksituation hat sich in den zurückliegenden Monaten in diesem Bereich verbessert.
Weniger Scheidungen in Thüringen im Jahr 2000
Im Jahr 2000 wurden in Thüringen 4.878 Ehen geschieden. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 82 Scheidungen (1,7 Prozent) weniger als im Jahr 1999. Auf 1.000 Einwohner bezogen waren das - wie im Jahr 1999 - zwei Scheidungsfälle. Die meisten Ehen scheiterten nach einer Dauer von 10 bis 12 Jahren. Bei über 24 Prozent aller Ehescheidungen hatte die Ehe schon 20 Jahre und länger bestanden. Von der Trennung der Eltern waren 4.243 minderjährige Kinder und Jugendliche betroffen. Das waren fast 300 "Scheidungswaisen" (- 6,6 Prozent) weniger als im Jahr 1999. In mehr als zwei Drittel aller Fälle (67,9 Prozent) beantragte die Frau das Scheidungsverfahren. Nur in knapp drei Prozent der Trennungsfälle ging die Initiative zur Scheidung von beiden Partnern aus.
Weit mehr als die Hälfte der Scheidungen (63,8 Prozent) erfolgte einverständlich nach einjähriger Trennung; rund 30 Prozent der Ehen wurden nicht einverständlich nach dem Trennungsjahr geschieden. Bei jeder 18. Scheidung (5,5 Prozent aller Scheidungen) ging eine dreijährige Trennung der Partner voraus.
Beschlußvorlage passierte gestern Finanzausschuß
Der Finanzausschuß des Nordhäuser Stadtrates befaßte sich gestern erneut mit einem Beschlußentwurf, mit dem die Kommunalaufsicht des Landkreises zufriedengestellt werden soll. Schließlich geht es um die Genehmigung des städtischen Haushaltes, der durch die Änderungen ausgeglichen werden kann. Wie nnz bereits in der vergangenen Woche ausführlich berichtete, hatte die Stadtverwaltung den Mitgliedern des Finanzausschusses ein Papier vorgelegt, in dem Positionen des nicht genehmigten Haushaltes verändert wurden. Insgesamt kam eine Summe von 2,45 Millionen Mark zusammen (siehe auch nnz-Archiv). Überschrieben sind die Positionen mit Minderausgaben in nachfolgenden Haushaltsstellen.
Nun sollen diese Minderausgaben eigentlich keine reduzierten Ausgaben sein, sondern Positionen, die einfach etwas zeitlich hin- und hergeschoben werden. Da diese Gelder zahlungsmäßig erst am Ende des Jahres zu Buche schlagen, sind es keine wirklichen Streichungen, wie es eine Woche zuvor Ausschußmitglieder befürchtet hatten, nur Verschiebungen, denn das Geld wird nicht weggenommen, sondern irgendwann gezahlt. Es ist also schlechthin ein Zahlungsaufschub. Selbst die Zinsfanatiker unter den Ausschußmitgliedern wurden gestern befriedigt, als Schreiben von diversen Banken herumgereicht wurden...ausführlich im nnz-Archiv
Burgruine Hohnstein soll noch attraktiver werden
Auf der Burgruine Hohnstein soll es weiter vorwärts gehen. Angedacht sei eine Verbindung der Urburg, wie Hans-Joachim Matzella, Sachgebietsleiter Bau in der Nordhäuser Kreisverwaltung, erklärte. Nachdem dieses ca. 25 Meter lange und acht Meter hohe Mauerstück eingefügt wurde, wird den Besuchern dort ein weiterer Aussichtspunkt zur Verfügung stehen. Momentan ist der Abhang an dieser Stelle noch nicht adäquat gesichert. Für das Bauvorhaben müßten ungefähr 10 ABM eingesetzt werden, erklärte Martin Kopetzki, in der Kreisverwaltung für die Sanierung der Burgruine Hohnstein zuständig. Ein entsprechender ABM-Antrag sei schon in Bearbeitung, ergänzte Landrat Joachim Claus. Außerdem regte Claus an, eine Kulturausschußsitzung auf der Burgruine abzuhalten...ausführlich im nnz-Archiv
Oberverwaltungsgericht hat alle Seiten vorgeladen
In eine weitere Runde geht morgen der Streit zur Beigeordnetenwahl. Zum erstenmal müssen alle am Verfahren Beteiligte nach Weimar zum Oberverwaltungsgericht (OVG) fahren. Der Vizepräsident des OVG hat "zur Aufklärung des Sachverhalts das persönliche Erscheinen zu einem Erörterungstermin angeordnet" und so werden sich vor Gericht der Landrat Claus, der Vizepräsident des Landesverwaltungsamtes Dr. Bär und der gewählte Matthias Jendricke samt Rechtsbestand treffen. Zudem sind vom Oberverwaltungsgericht auch die Vorsitzenden der drei Kreistagsfraktionen Dagmar Becker (SPD), Egon Primas (CDU) und Klaus Hummitzsch (PDS) vorgeladen wurden. Das Gericht möchte sich bei diesem Erörterungstermin ein Überblick zur Gesamtproblematik verschaffen und die verschiedenen Argumente anhören...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnzParker, Scheidungen und OVG-Besuch
Selbst zahlungswillige Parker haben kaum eine Chance
Die Suche nach einem Parkplatz kann in Nordhausen manchmal ganz schön nervend sein. Da spielt freilich die Antipathie der PS-Ritter gegenüber öffentlichen Verkehrsmitteln eine nicht unwesentliche Rolle, viel stärker ist jedoch der allgemeine Drang nach gebührenfreien Parkplätzen. Doch selbst die, die mit einer Parkuhr ausgestattet sind, haben mitunter ihre Tücken, so auch in der Bahnhofstraße.
Wer in der Bahnhofstraße zwischen Arnold- und Neustadtstraße mal schnell ein Geschäft erledigen will und mit seinem fahrbaren Untersatz ebenso schnell einen Parkplatz sucht, der hat einfach Pech. Auch dann, wenn er bereit ist, einen entsprechenden Obolus zu entrichten. Die Kurzzeitparkplätze vor der Selbstbedienungsfiliale der Nordthüringer Volksbank sind beharrlich von den Fahrzeugen der Johanniter Unfallhilfe okkupiert. Als diese Aufnahme entstand, parkten dort neun Fahrzeuge der JUH, insgesamt stehen 15 Plätze zur Verfügung. Natürlich liegen in diesem Fahrzeugen keine Tickets aus dem Automaten und Parkscheiben sind natürlich auch Fehlanzeige. Augenscheinlich wird das verstärkte Parken ab der Mittagszeit. Weniger Scheidungen in Thüringen im Jahr 2000
Im Jahr 2000 wurden in Thüringen 4.878 Ehen geschieden. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 82 Scheidungen (1,7 Prozent) weniger als im Jahr 1999. Auf 1.000 Einwohner bezogen waren das - wie im Jahr 1999 - zwei Scheidungsfälle. Die meisten Ehen scheiterten nach einer Dauer von 10 bis 12 Jahren. Bei über 24 Prozent aller Ehescheidungen hatte die Ehe schon 20 Jahre und länger bestanden. Von der Trennung der Eltern waren 4.243 minderjährige Kinder und Jugendliche betroffen. Das waren fast 300 "Scheidungswaisen" (- 6,6 Prozent) weniger als im Jahr 1999. In mehr als zwei Drittel aller Fälle (67,9 Prozent) beantragte die Frau das Scheidungsverfahren. Nur in knapp drei Prozent der Trennungsfälle ging die Initiative zur Scheidung von beiden Partnern aus.
Weit mehr als die Hälfte der Scheidungen (63,8 Prozent) erfolgte einverständlich nach einjähriger Trennung; rund 30 Prozent der Ehen wurden nicht einverständlich nach dem Trennungsjahr geschieden. Bei jeder 18. Scheidung (5,5 Prozent aller Scheidungen) ging eine dreijährige Trennung der Partner voraus.
Beschlußvorlage passierte gestern Finanzausschuß
Der Finanzausschuß des Nordhäuser Stadtrates befaßte sich gestern erneut mit einem Beschlußentwurf, mit dem die Kommunalaufsicht des Landkreises zufriedengestellt werden soll. Schließlich geht es um die Genehmigung des städtischen Haushaltes, der durch die Änderungen ausgeglichen werden kann. Wie nnz bereits in der vergangenen Woche ausführlich berichtete, hatte die Stadtverwaltung den Mitgliedern des Finanzausschusses ein Papier vorgelegt, in dem Positionen des nicht genehmigten Haushaltes verändert wurden. Insgesamt kam eine Summe von 2,45 Millionen Mark zusammen (siehe auch nnz-Archiv). Überschrieben sind die Positionen mit Minderausgaben in nachfolgenden Haushaltsstellen.
Nun sollen diese Minderausgaben eigentlich keine reduzierten Ausgaben sein, sondern Positionen, die einfach etwas zeitlich hin- und hergeschoben werden. Da diese Gelder zahlungsmäßig erst am Ende des Jahres zu Buche schlagen, sind es keine wirklichen Streichungen, wie es eine Woche zuvor Ausschußmitglieder befürchtet hatten, nur Verschiebungen, denn das Geld wird nicht weggenommen, sondern irgendwann gezahlt. Es ist also schlechthin ein Zahlungsaufschub. Selbst die Zinsfanatiker unter den Ausschußmitgliedern wurden gestern befriedigt, als Schreiben von diversen Banken herumgereicht wurden...ausführlich im nnz-Archiv
Burgruine Hohnstein soll noch attraktiver werden
Auf der Burgruine Hohnstein soll es weiter vorwärts gehen. Angedacht sei eine Verbindung der Urburg, wie Hans-Joachim Matzella, Sachgebietsleiter Bau in der Nordhäuser Kreisverwaltung, erklärte. Nachdem dieses ca. 25 Meter lange und acht Meter hohe Mauerstück eingefügt wurde, wird den Besuchern dort ein weiterer Aussichtspunkt zur Verfügung stehen. Momentan ist der Abhang an dieser Stelle noch nicht adäquat gesichert. Für das Bauvorhaben müßten ungefähr 10 ABM eingesetzt werden, erklärte Martin Kopetzki, in der Kreisverwaltung für die Sanierung der Burgruine Hohnstein zuständig. Ein entsprechender ABM-Antrag sei schon in Bearbeitung, ergänzte Landrat Joachim Claus. Außerdem regte Claus an, eine Kulturausschußsitzung auf der Burgruine abzuhalten...ausführlich im nnz-ArchivOberverwaltungsgericht hat alle Seiten vorgeladen
In eine weitere Runde geht morgen der Streit zur Beigeordnetenwahl. Zum erstenmal müssen alle am Verfahren Beteiligte nach Weimar zum Oberverwaltungsgericht (OVG) fahren. Der Vizepräsident des OVG hat "zur Aufklärung des Sachverhalts das persönliche Erscheinen zu einem Erörterungstermin angeordnet" und so werden sich vor Gericht der Landrat Claus, der Vizepräsident des Landesverwaltungsamtes Dr. Bär und der gewählte Matthias Jendricke samt Rechtsbestand treffen. Zudem sind vom Oberverwaltungsgericht auch die Vorsitzenden der drei Kreistagsfraktionen Dagmar Becker (SPD), Egon Primas (CDU) und Klaus Hummitzsch (PDS) vorgeladen wurden. Das Gericht möchte sich bei diesem Erörterungstermin ein Überblick zur Gesamtproblematik verschaffen und die verschiedenen Argumente anhören...ausführlich im nnz-Archiv

