Di, 18:54 Uhr
14.05.2002
Studie: Erstaunliches Ergebnis
Nordhausen (nnz). Anfang kommenden Monats soll eine interessante Studie vorgestellt werden. Dabei geht es um die wirtschaftliche Situation in Nordthüringen. Das Ergebnis ist überraschend. nnz konnte bereits heute einen Blick hineinwerfen.
Im vergangenen Herbst wurde vom Institut für Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena eine Untersuchung in Betrieben des verarbeitenden Gewerbes der Region Nordthüringen durchgeführt. Im Rahmen der Befragung wurden 109 Unternehmen in den Landkreisen Nordhausen und Eichsfeld, im Unstrut-Hainich-Kreis und im Kyffhäuser-Kreis in durchschnittlich 60-minütigen telefonischen Interviews befragt. Dabei wurden ausführliche Daten zu den Komplexen geschäftliche Situation der Betriebe, Einschätzung der eigenen Zukunft und der Region, zum zukünftigen Personal- und Qualifikationsbedarf, zur Personalpolitik der Unternehmen sowie zur Bedeutung weiblicher Erwerbstätiger im industriellen Sektor erhoben.
Hintergrund für diese Befragung war zu ermitteln, über welche Potentiale die Unternehmen in der Region verfügen, welche Defizite sich ergeben und wie darauf, um weitere Fehlsteuerungen im Bereich Qualifizierung zu vermeiden, reagiert werden kann.
Die Studie wurde auf Initiative und mit Hilfe der finanziellen Unterstützung des Arbeitsamtes Nordhausen, des DGB Bezirk Nordthüringen, des Landkreises Nordhausen sowie der Stadtverwaltung Nordhausen, der GfAW Nordthüringen sowie der IG Metall durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen zunächst, dass - entgegen der allgemein eher schlechten Stimmung in der Region - ein großer Teil der Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe über erfreuliche Entwicklungspotentiale verfügt, davon in der Region aber zu wenig bekannt ist: Die Unternehmen operieren gleichsam erfolgreich im Verborgenen.
Es zeigt sich weiterhin, dass viele Unternehmen für die nächsten Jahre Engpässe in der Versorgung mit qualifizierten Fachkräften sehen. Die Themen betriebliche Altersstruktur, Abwanderung, Ausbildung und zielgenaue Qualifizierung erwiesen sich als zentrale personalwirtschaftliche Problemfelder der Betriebe. Diese sehen gegenwärtig aber nur wenige Möglichkeiten, Maßnahmen zur Problembekämpfung einzuleiten.
Diese kritischen Befunde sowie das Engagement der regionalen Akteure hat das Thüringer Ministerium für Wirtschaft und Infrastruktur (TMWI) zum Anlass genommen, das Institut für Soziologie an der FSU Jena zu beauftragen, gemeinsam mit den regionalen Akteuren und den Unternehmen im Rahmen eines fortsetzenden Forschungsprojektes nach Lösungsansätzen für diese Probleme zu suchen. Ziel dieser Kooperation soll sein, den Folgen von Fehlsteuerung und Defiziten im Bereich beruflicher Qualifizierung zu begegnen und Maßnahmen zur Stärkung der regionalen Personalressourcen einzuleiten.
Weitere Informationen möchten die Ersteller der Studie am 04. Juni 2002, 18.00 Uhr, in der Fachhochschule Nordhausen vorstellen. Ein überaus interessanter Termin - meint Ihrer nnz.
Autor: nnzIm vergangenen Herbst wurde vom Institut für Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena eine Untersuchung in Betrieben des verarbeitenden Gewerbes der Region Nordthüringen durchgeführt. Im Rahmen der Befragung wurden 109 Unternehmen in den Landkreisen Nordhausen und Eichsfeld, im Unstrut-Hainich-Kreis und im Kyffhäuser-Kreis in durchschnittlich 60-minütigen telefonischen Interviews befragt. Dabei wurden ausführliche Daten zu den Komplexen geschäftliche Situation der Betriebe, Einschätzung der eigenen Zukunft und der Region, zum zukünftigen Personal- und Qualifikationsbedarf, zur Personalpolitik der Unternehmen sowie zur Bedeutung weiblicher Erwerbstätiger im industriellen Sektor erhoben.
Hintergrund für diese Befragung war zu ermitteln, über welche Potentiale die Unternehmen in der Region verfügen, welche Defizite sich ergeben und wie darauf, um weitere Fehlsteuerungen im Bereich Qualifizierung zu vermeiden, reagiert werden kann.
Die Studie wurde auf Initiative und mit Hilfe der finanziellen Unterstützung des Arbeitsamtes Nordhausen, des DGB Bezirk Nordthüringen, des Landkreises Nordhausen sowie der Stadtverwaltung Nordhausen, der GfAW Nordthüringen sowie der IG Metall durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen zunächst, dass - entgegen der allgemein eher schlechten Stimmung in der Region - ein großer Teil der Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe über erfreuliche Entwicklungspotentiale verfügt, davon in der Region aber zu wenig bekannt ist: Die Unternehmen operieren gleichsam erfolgreich im Verborgenen.
Es zeigt sich weiterhin, dass viele Unternehmen für die nächsten Jahre Engpässe in der Versorgung mit qualifizierten Fachkräften sehen. Die Themen betriebliche Altersstruktur, Abwanderung, Ausbildung und zielgenaue Qualifizierung erwiesen sich als zentrale personalwirtschaftliche Problemfelder der Betriebe. Diese sehen gegenwärtig aber nur wenige Möglichkeiten, Maßnahmen zur Problembekämpfung einzuleiten.
Diese kritischen Befunde sowie das Engagement der regionalen Akteure hat das Thüringer Ministerium für Wirtschaft und Infrastruktur (TMWI) zum Anlass genommen, das Institut für Soziologie an der FSU Jena zu beauftragen, gemeinsam mit den regionalen Akteuren und den Unternehmen im Rahmen eines fortsetzenden Forschungsprojektes nach Lösungsansätzen für diese Probleme zu suchen. Ziel dieser Kooperation soll sein, den Folgen von Fehlsteuerung und Defiziten im Bereich beruflicher Qualifizierung zu begegnen und Maßnahmen zur Stärkung der regionalen Personalressourcen einzuleiten.
Weitere Informationen möchten die Ersteller der Studie am 04. Juni 2002, 18.00 Uhr, in der Fachhochschule Nordhausen vorstellen. Ein überaus interessanter Termin - meint Ihrer nnz.

