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Do, 16:45 Uhr
06.03.2008

Alte Munition gesprengt!

Erst war am Vormittag Ascherode dran, dann ging es nachmittags im Kyffhäuserkreis bei Hachelbich weiter. Alte Munition musste gesprengt werden...


Viel zu tun gab es heute für die Tauber Delaborierung GmbH aus Erfurt, einer Spezialfirma zur Munitionsbergung und Räumung. Unter anderem war nördlich von Hachelbich im Wald eine 15 cm Stielgranate gefunden worden, die nicht mehr transportiert werden konnte. Deshalb entschloss man sich, so Andreas West von der Erfurter Firma am Telefon, die Granate direkt vor Ort zu sprengen.

Kurz vor der Sprengung (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Kurz vor der Sprengung (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Eigentlich sieht der kleine Hügel, der da jetzt im Wald zu sehen ist, recht harmlos aus. Die Granate wurde wegen der zu erwartenden Splitterwirkung natürlich abgedeckt (Bild links). Wie im Bild unten zusehen ist, es der Fundort keine besondere Stelle im Wald. Wie die Bilder aber in der Reihe ganz unten zeigen, lag diese Granate nicht im tiefen Wald, sondern recht dicht an einem gut befestigten Weg (siehe Kreuz), nicht mal 30 m waren es.

Wenn man letztlich betrachtet, wie dicht die Fundstelle am bekannten Marienbrunnen bei Hachelbich liegt (Pfeil senkrecht), dann kann man doch froh sein, dass nicht mal ein Ausflügler beim Pilze sammeln auf so eine Granate getreten ist, denn so gut abgesperrt ist dieses Munitionsfundgebiet leider nicht.

Kurz vor 15:00 Uhr waren die Arbeiten abgeschlossen und nach der kurzen Besichtigung haben mir die Verantwortlichen geraten flinke Füße zu machen und mich aus dem Sprenggebiet zu verabschieden. Ab 15:00 Uhr wurde das Gebiet gesperrt, und gegen 15:30 sollte dann die Sprengung erfolgen. Da habe ich mich als Reporter dann aus dem Staube gemacht.

Der Fundort im Wald (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Der Fundort im Wald (Foto: Karl-Heinz Herrmann)


Der Munitionsfund so dicht an viel besuchten Waldstücken wirft allerdings einige Fragen auf. Es laufen rings um das Fundgebiet viel Wander- und Radwanderwege. Und wenn man daran vorbei kommt, dann ist die Sicherung wohl mehr als lasch. Die Schilder die noch stehen sehen alt und verwittert aus, dass man annehmen könnte, die wurden nur vergessen wegzuräumen. Frisch aufgenommen am heutigen Tag die „verwitterte“ Absperrung kurz vor dem oft besuchten Marienbrunnen, wenn man aus Richtung Hachelbich kommt. Gerade rings um den Marienbrunnen sieht man öfter mal auch Pilzsammler ausschwärmen.

Auch am Wanderweg Holzengeler Stadtweg (Berka – Holzengel) ist diese Schranke schon längere Zeit offen. Und dieser Weg führt direkt an der Fundstelle vorbei zum Marienbrunnen. Entlang des Weges stehen auch kaum noch Schilder. Das dieses Munitionsfundgebiet tatsächlich noch hoch gefährlich ist, könnte man bei soviel Lässigkeit nicht mehr erahnen. Gerade die offene Schrank ist für einige Leute ein Indiz dafür, dass das Gebiet nicht mehr so gefährlich ist. Hier sollte der Waldeigentümer mal die Sicherheitsmaßnahmen überprüfen, bevor wirklich mal etwas passiert.

Bilder "geschossen" am 06.03.2008, das Bild mit der Schranke am 23.02.2008.
Fundort dicht am Wege (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Weg zum Marienbrunnen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Beim Marienbrunenn (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Nicht gesperrtes Gebiet (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Defekte Sperrung (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Verrottetes Warnschild (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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