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So, 11:49 Uhr
05.05.2002

Wacker Nordhausen mit vielen Chancen

Nordhausen (nnz). Am 26. Spieltag der Thüringenliga musste gestern Wacker 90 Nordhausen beim 1. Sonneberger SC 04 antreten. Die Nordhäuser wollten an die guten Spiele der vergangenen Wochen anknüpfen und mindestens einen Punkt holen. Wie die Begegnung ausging, berichtet nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.


Es sollte eine Revanche für die im November 2001 erlittene 0:4-Heimpleite werden. Die gewachsene Leistungsstärke - aus den letzten vier Partien holte Wacker 90 immerhin sieben Punkte - ließ vorsichtigen Optimismus aufkommen. Mit einem Unentschieden in Sonneberg wollte man die minimale Chance auf den Klassenerhalt wahren. Zusätzlich gestärkt wurde die Elf von Trainer Jörg Weißhaupt durch die Nachricht vom Notvorstand und der Findungskommission am Donnerstagabend, dass in Sachen Fortbestand des Vereins Licht am Ende des Tunnels erkennbar ist. Zwar ist noch kein neuer Präsident in Sicht, aber immerhin haben zwei, drei Leute Bereitschaft signalisiert, im neuen Vorstand mitzuarbeiten. Durch diese hoffnungsfrohe Kunde zusätzlich motiviert, reisten die Männern um Kapitän Jens Ludwig nach Sonneberg.

Dauerregen hatte den Platz schwer bespielbar gemacht. Die Anfangsoffensive der Gastgeber wurde in der 21. Minute mit einem Foulstrafstoß „belohnt“. Während der Unparteiische weiterspielen ließ, hob der Linienrichter die Fahne. Nach einer kurzen Verständigung zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Lenczewski konnte den Strafstoß zwar parieren, gegen den Nachschuss war er allerdings machtlos. Dabei wurde der Keeper von einem Sonneberger verletzt. Mit ausgekugelten Arm musste Lenczewski ins Krankenhaus. Für ihn kam der Nachwuchstorhüter Finsterbusch.

Wacker ließ sich von dieser frühen Führung nicht beeindrucken und ging nun verstärkt in die Offensive. Aber die herausgearbeiteten Chancen blieben ungenutzt. So verfehlte Pistorius in der 26. Minute von der Strafraumgrenze das leere Tor und Kulbacki brachte das Leder in der 39. Minute frei vorm Torwart nicht am Sonneberger Schlussmann vorbei. Wer solche Möglichkeiten auslässt, darf sich nicht wundern, wenn er am Ende mit leeren Händen dasteht. In der 50. Minute erzielten die Gastgeber mit einem Schuss über Finsterbusch hinweg ins lange Ecke die 2:0-Führung. Vorangegangen war allerdings ein Handspiel des Torschützen, das vom Unparteiische ungeahndet blieb.

Die Nordhäuser warfen nun alles nach vorn und bestimmten fortan das Spiel. Weißhaupt brachte in der 65. Minute Schmidt für Heise. Die Südthüringer verlegten sich aufs Kontern, ohne jedoch ernste Torgefahr auszustrahlen. Wacker dagegen erarbeitete sich mehrere sehr gute Möglichkeiten. Aber meistens wurden sie überhastet vergeben. Einmal rettete die Latte für den schon geschlagenen Sonneberger Keeper, als Kulbacki aus halblinker Position abzog (76.). Aufatmen bei den 150 Zuschauern, als der Schiedsrichter die Begegnung beendete und die drei Punkte über die Zeit gerettet waren. Wacker hatte so viele Chancen wie in keinem Auswärtsspiel zuvor, scheiterte aber wieder einmal am eigenen Unvermögen.

Am kommenden Sonnabend ist Gera im Albert-Kuntz-Sportpark zu Gast. Anpfiff ist um 15 Uhr. Das Hinspiel wurde mit 1:3 verloren. Diesmal soll unbedingt ein Sieg her, denn theoretisch besteht durchaus noch die Chance, den Klassenerhalt zu schaffen, zumal auch die unmittelbaren Tabellennachbarn ihre Begegnungen verloren haben.

Wacker spielte mit: Lenczewski (ab 22. Finsterbusch), J. Ludwig, Mook, Nebelung, Puc, Elle, Heise (ab 65. Schmidt), Pohl, Prokosch, Pistorius, Kulbacki.
Autor: rh

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