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Sa, 16:29 Uhr
04.05.2002

Nachdenklich und traurig

Nordhausen (nnz). Am Freitagabend war wieder einmal Premiere im Nordhäuser Theater angesagt. Doch diesmal war am Anfang alles ganz anders.


Bevor die erste Note zum Musical „Evita“ erklang, betrat Intendantin Dr. Monika Pirklbauer die Bühne. Sie ging in kurzen Worten zunächst auf die derzeit „recht dramatische finanzielle Situation“ des Hauses ein. Pirklbauer mahnte aber auch gleichzeitig alle Verantwortlichen und Interessierten, ihre Unterstützung zum Erhalt dieses kulturellen Zentrums im Norden Thüringen weiter zu verstärken. In Nordhausen werde Theater für Menschen und mit Menschen gemacht, und die wären teuer.

An zweiter Stelle richtete die Intendantin Worte der Trauer an das Publikum. Zu schrecklich seien die Ereignisse in Erfurt gewesen, um sie in Worte zu fassen. Viele Fragen seien gestellt worden, einige habe man versucht zu beantworten, doch alles entscheidende Frage, auf die habe man keine Antwort gefunden: Warum.

Nach einer Schweigeminute für die Opfer des Erfurter Gutenberg-Gymnasiums, zu der sich die Premierengäste erhoben, wurde das Webber-Musical aufgeführt und nach mehr als zwei Stunden stürmisch vom Publikum gefeiert.
Autor: nnz

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