Mi, 08:42 Uhr
13.02.2008
7,50 € - mindestens
Der Mindestlohn in Deutschland war das Thema, zu dem gestern der DGB in Nordhausen zum traditionellen Neujahrstreffen eingeladen hatte. Aber mit der Tradition ist das so eine Sache...
Es waren nicht mehr als 20 Gäste, die sich für den verspäteten Neujahrsgruß in den Rolandstuben interessierten. Da hatten die Gewerkschafter in Nordhausen Nord schon ein interessiertes Publikum um sich scharen können. Nach der Begrüßung durch den geschäftsführenden Regionsvorsitzenden Ulrich Hannemann gab es einige einleitende Worte vom ehrenamtlichen Kreisvorsitzenden Andreas Wieninger und schließlich den Vortrag von Dr. Jürgen Neubert zum Mindestlohn. Neubert, der Geschäftsführer des START e.V. in Thüringen ist, machte darauf aufmerksam, daß in Nordthüringen wohl jeder Dritte Arbeitnehmer weniger als 7,50 Euro je Stunde verdient. Das sei der schlechteste Wert in Thüringen und damit in Deutschland.
Neubert konterte sodann die Argumente der Mindestlohngegner aus und plädierte für Übergangsfristen bei der Einführung des Mindestlohns. Bislang gebe es jedoch in Deutschland verstärkt die Tendenz der weiteren Maximierung der Gewinne bei gleichzeitiger Sozialisierung der Kosten.
Die Politik sei hier als Korrektiv auch vor dem Hintergrund gefragt, daß der Einfluß der Gewerkschaften in den vergangenen Jahren verstärkt nachgelassen habe. Weiterhin hätten sich immer mehr Unternehmen durch eine so genannte Verbandsflucht aus ihre Verantwortung als Tarifpartner herausgemogelt.
Resümierend plädierte der START-Chef für die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns, da dieser die Angleichung des Lohnniveaus von Ost und West beflügeln würde. Mindestlohn müsse dann aber auch für alle Arbeitnehmer (Deutsche und Ausländer) gelten. Neubert zeigte sich überzeugt, daß die Einführung von Mindestlöhnen nur noch eine Frage der Zeit sei und schloß mit der lyrischen Pointe: Den Mindestlohn in seinem Lauf, den halten weder die FDP noch Althaus auf!
Autor: nnzEs waren nicht mehr als 20 Gäste, die sich für den verspäteten Neujahrsgruß in den Rolandstuben interessierten. Da hatten die Gewerkschafter in Nordhausen Nord schon ein interessiertes Publikum um sich scharen können. Nach der Begrüßung durch den geschäftsführenden Regionsvorsitzenden Ulrich Hannemann gab es einige einleitende Worte vom ehrenamtlichen Kreisvorsitzenden Andreas Wieninger und schließlich den Vortrag von Dr. Jürgen Neubert zum Mindestlohn. Neubert, der Geschäftsführer des START e.V. in Thüringen ist, machte darauf aufmerksam, daß in Nordthüringen wohl jeder Dritte Arbeitnehmer weniger als 7,50 Euro je Stunde verdient. Das sei der schlechteste Wert in Thüringen und damit in Deutschland.
Neubert konterte sodann die Argumente der Mindestlohngegner aus und plädierte für Übergangsfristen bei der Einführung des Mindestlohns. Bislang gebe es jedoch in Deutschland verstärkt die Tendenz der weiteren Maximierung der Gewinne bei gleichzeitiger Sozialisierung der Kosten.
Die Politik sei hier als Korrektiv auch vor dem Hintergrund gefragt, daß der Einfluß der Gewerkschaften in den vergangenen Jahren verstärkt nachgelassen habe. Weiterhin hätten sich immer mehr Unternehmen durch eine so genannte Verbandsflucht aus ihre Verantwortung als Tarifpartner herausgemogelt.
Resümierend plädierte der START-Chef für die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns, da dieser die Angleichung des Lohnniveaus von Ost und West beflügeln würde. Mindestlohn müsse dann aber auch für alle Arbeitnehmer (Deutsche und Ausländer) gelten. Neubert zeigte sich überzeugt, daß die Einführung von Mindestlöhnen nur noch eine Frage der Zeit sei und schloß mit der lyrischen Pointe: Den Mindestlohn in seinem Lauf, den halten weder die FDP noch Althaus auf!



