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Do, 15:09 Uhr
25.04.2002

Auf geht es in die neue Pilzsaison

Nordhausen (nnz). Das Sammeln von Pilzen ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung - die einen schätzen vor allem die Bewegung an der frischen Luft verbunden mit dem kulinarischen Wert der wildwachsenden Speisepilze, andere widmen sich ihnen mehr aus wissenschaftlichem Interesse...


Mit dem Beginn des milden Frühlingswetters wachsen in unseren heimatlichen Wäldern und Wiesen auch wieder die ersten Pilze. Und bereits im April kann man eine besondere Köstlichkeit vor allem in humusreichen Laubwäldern, Parkanlagen und Gärten suchen: die Speise- oder Rundmorchel (Morchella esculenta). Die gelben bis grauen Hüte der Morcheln besitzen ein typisch wabenartiges Aussehen. Die Speise-Morchel ist ein vorzüglicher Speisepilz von zartem Geschmack. Sie lässt sich leicht trocknen und dient auch zum Würzen von Fleischspeisen und Soßen. Doch die Speise-Morchel hat - wie andere wertvolle Speisepilze auch - einen giftigen Doppelgänger: die Frühjahrslorchel (Gyromitra esculenta). Trotz ihres Namens (esculenta = essbar) hat sie schon vielen Menschen das Leben gekostet. Deshalb Hände weg von Lorcheln, die sich durch eine braune, hirnartig gewundene Hutform auszeichnen.

Das Sammeln, Verspeisen und Verschenken bzw. Handeln von bzw. mit Pilzen verlangt ein hohes Verantwortungsbewusstsein und ein Befolgen der wichtigsten Regeln für Pilzsammler:

1. Giftpilze sind nur an ihren mykologischen Merkmalen sicher zu erkennen! Es gibt generell kein Mittel, um Gift- und Speisepilze zu unterscheiden (verfärbender Silberlöffel, schwarz werdende Zwiebel u. ä.)!
2. In Europa gibt es ca. 5 000 Arten. Beim Essen und Verkauf soll man sich auf diejenigen Arten beschränken, die man wirklich genau kennt! Und die Artenkenntnis kann man unter Anleitung Jahr für Jahr erweitern.
3. Durch die Teilnahme an Pilzlehrwanderungen kann man die wichtigsten Giftpilze und ihre essbaren Doppelgänger kennen lernen.
4. Wichtig ist, dass nur vollständige, gesunde und frische Pilze gesammelt werden.
5. Ein Ausflug „in die Pilze“ bedeutet auch Suche nach Stille und Erholung. Damit uns die Schönheiten der Natur erhalten bleiben, sollten wir auch beim Pilzesammeln an ihren Schutz denken. Steinpilze, Rotkappen und Pfifferlinge dürfen laut Bundesartenschutzgesetz nur in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf gesammelt werden.
6. Vorsicht beim Aufbewahren (am besten im klassischen Weidenkorb)! Sorgsam säubern (Messer, Pinsel und Tuch benutzen)! Richtig zubereiten (ausreichend erhitzen)! Gut kauen (Pilze sind relativ schwer verdaulich)!
7. Im Zweifelsfall sollte unbedingt eine Pilzberatungsstelle aufgesucht werden!

Kostenlose Beratung erfolgt im Auftrag des Landratsamtes durch folgende Pilzsachverständige:

Dr. Wolfgang Heinig, Flurstraße 5, 99734 Nordhausen
Christiane Hübner, Siegenweg 8, 99755 Sülzhayn
Wolfgang Schulz, Naumannstraße 9, 99752 Bleicherode
Autor: nnz

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