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Do, 15:50 Uhr
25.04.2002

Einbruch wurde zum Verhängnis

Nordhausen (nnz). Der Kohnstein zieht auch im Jahr 2002 immer noch magisch Waffennarren aus nah und fern an. Zwei Männern wurde der „illegale“ Besuch des Stollens vorgestern zum Verhängnis.


Es war bereits in der Nacht zum Mittwoch. Da versuchten zwei Männer aus Herborn in den Stollen des Kohnsteins einzubrechen. Offenbar wollten sie Raketenteile entwenden. Doch sie hatten nicht mit der Polizei gerechnet, die kontrollierte die Zufahrt Woffleben. In der ehemaligen Lagerhalle des Stollens war ein Auto abgestellt, die Rücksitze waren abgeklappt, davor lagen Spitzhacke, Schaufel und Spaten. Oberhalb des Stollens stellten die Beamten dann ein Seil fest, welches in einen Schacht gelassen war.

Nun brauchten die Polizisten eigentlich nur noch abwarten. Die Einbrecher kamen schließlich mit einem Teil eines Schubgerüstes einer V2 aus dem Kohnstein. Die Polizei stellte in der Direktion die Personalien der beiden Männer fest und entließ sie. Allerdings ging die Meldung dann noch an die Kollegen in Hessen. Die Polizei durchsuchte daraufhin die Wohnung eines 38jährigen. Dort habe man einen Raum vorgefunden, der an ein militär-technisches Museum erinnerte: Flugzeugteile, Motorenteil, Raketenteile wurden „ausgestellt“. Daneben standen Fliegerbomben, Panzerfäuste, Kanonen und Granaten. Einige der Gegenstände waren jedoch noch mit Sprengstoff und Zünder versehen, deshalb musste der Kampfmittelräumdienst eingesetzt werden. Nach Mitteilung des Landeskriminalamtes handelt es sich beim Sammeln dieser Waffen um einen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.
Autor: nnz

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