Mo, 09:47 Uhr
22.04.2002
Ingenieure zunehmend begehrt
Nordhausen (nnz). Die Unternehmen in Deutschland - vor allen im Maschinen- und Anlagenbau - melden steigenden Bedarf an Ingenieuren, den die Hochschulen derzeit und in den kommenden Jahren nicht zu decken vermögen. nnz erläutert.
2010 wollen die Firmen der Branche rund 145.000 Ingenieure und Informatiker beschäftigen - rund 20 Prozent mehr als im Jahr 2000. Das hat eine Studie von Prognos im Auftrag der Impuls Stiftung für den Maschinenbau ergeben. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass die Betriebe der Branche in diesen zehn Jahren rund 50.000 Spezialisten einstellen müssten. Am meisten gefragt werden demnach - so wie bereits heute - Maschinenbauingenieure sein. Auf sie entfallen mehr als zwei Drittel der prognostizierten Einstellungen. Im Vergleich zum Jahr 2000 wird der Studie zufolge der Anteil der Elektroingenieure und Informatiker künftig zunehmen. Zu Grunde gelegt wurde die Erwartung, dass die Produktion im Maschinenbau bis 2010 jedes Jahr durchschnittlich um drei Prozent steigt und die Beschäftigtenzahl insgesamt etwa gleich bleibt.
Das Resultat mache deutlich, dass der Mehrbedarf an Ingenieuren aller Fachrichtungen in den vergangenen Jahren kein vorübergehendes Phänomen gewesen sei, heißt es beim Branchenverband VDMA. Der Fachkräftemangel gilt damit als größtes Wachstumshemmnis für den Maschinenbau. Als einen Grund für den Trend nennt die Studie die Veränderung der Tätigkeiten in der Branche. Der Einsatz neuer Technologien erhöhe die Anforderungen an die Beschäftigten. So würden die Firmen vermehrt sehr komplexe Fertigungssysteme nutzen und die Automatisierung ausbauen.
Da durch den härteren Wettbewerb im Maschinenbau die Produktzyklen kürzer würden, müssten die Unternehmen zudem ihre Aufwendungen für Forschung und Entwicklung intensivieren. Insgesamt sei Kompetenz im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien verstärkt erforderlich, lautet ein Fazit der Untersuchung. Neben der Ingenieurtätigkeit werde die Branche auch mehr Experten in Management und Vertrieb brauchen.
Problematisch ist die Situation aus Sicht des VDMA, weil die Absolventenzahlen in den Ingenieurstudiengängen zunächst weiter sinken werden. Erst 2005 ist mit einer Wende zu rechnen. Zudem konkurriert die Branche um die angehenden Ingenieure unter anderem mit der Automobil- und Elektroindustrie.
Autor: nnz2010 wollen die Firmen der Branche rund 145.000 Ingenieure und Informatiker beschäftigen - rund 20 Prozent mehr als im Jahr 2000. Das hat eine Studie von Prognos im Auftrag der Impuls Stiftung für den Maschinenbau ergeben. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass die Betriebe der Branche in diesen zehn Jahren rund 50.000 Spezialisten einstellen müssten. Am meisten gefragt werden demnach - so wie bereits heute - Maschinenbauingenieure sein. Auf sie entfallen mehr als zwei Drittel der prognostizierten Einstellungen. Im Vergleich zum Jahr 2000 wird der Studie zufolge der Anteil der Elektroingenieure und Informatiker künftig zunehmen. Zu Grunde gelegt wurde die Erwartung, dass die Produktion im Maschinenbau bis 2010 jedes Jahr durchschnittlich um drei Prozent steigt und die Beschäftigtenzahl insgesamt etwa gleich bleibt.
Das Resultat mache deutlich, dass der Mehrbedarf an Ingenieuren aller Fachrichtungen in den vergangenen Jahren kein vorübergehendes Phänomen gewesen sei, heißt es beim Branchenverband VDMA. Der Fachkräftemangel gilt damit als größtes Wachstumshemmnis für den Maschinenbau. Als einen Grund für den Trend nennt die Studie die Veränderung der Tätigkeiten in der Branche. Der Einsatz neuer Technologien erhöhe die Anforderungen an die Beschäftigten. So würden die Firmen vermehrt sehr komplexe Fertigungssysteme nutzen und die Automatisierung ausbauen.
Da durch den härteren Wettbewerb im Maschinenbau die Produktzyklen kürzer würden, müssten die Unternehmen zudem ihre Aufwendungen für Forschung und Entwicklung intensivieren. Insgesamt sei Kompetenz im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien verstärkt erforderlich, lautet ein Fazit der Untersuchung. Neben der Ingenieurtätigkeit werde die Branche auch mehr Experten in Management und Vertrieb brauchen.
Problematisch ist die Situation aus Sicht des VDMA, weil die Absolventenzahlen in den Ingenieurstudiengängen zunächst weiter sinken werden. Erst 2005 ist mit einer Wende zu rechnen. Zudem konkurriert die Branche um die angehenden Ingenieure unter anderem mit der Automobil- und Elektroindustrie.


