Do, 11:52 Uhr
31.01.2008
Fahrrad ins Museum
Nordhausen (nnz). Nicht museumsreif ist die Fahrradproduktion in Nordhausen. Die soll nämlich so bald wie möglich wieder aufgenommen werden. Ein besonderes Fahrrad kam aber heute im Tabakspeicher unter.
Das Museum Tabakspeicher ist um einen Zeitzeugen reicher. Das letzte Strike Bike wurde heute an Jürgen Rennebach überreicht. Es erinnert an den vergangenen Sommer, wo die Mitarbeiter des insolventen Fahrradherstellers Bike Systems ihr Werk besetzt hielten. Von den Nordhäusern bekamen sie große Solidarität zu spüren. Mit der Produktion des Strike Bike wollten die 135 Beschäftigten noch einmal zeigen, daß Fahrradproduktion am alten Standort möglich ist.
Inzwischen befinden sich die Mitarbeiter in einer sogenannten Transfermaßnahme, das heißt, sie werden für neue Jobs qualifiziert. Jede Woche fänden zwei bis drei eine neue Arbeit, berichtete Andre Kegel. In der Maßnahme seien noch etwa 85 Leute. Sie erwerben Stapler- und Schweißerpässe, lernen Englisch und Marketing. Und sie besuchten ein Existenzgründerseminar, denn einige wollen sich selbstständig machen.
Der Wunsch in Nordhausen Fahrräder zu produzieren ist nach wie vor vorhanden. 18-20 Mann wollen sich laut Steffen Aderhold in der neuen Firma zusammenfinden (nnz berichtete bereits in dieser Woche). Die Billigbaumarktschiene habe allerdings ausgedient. Es sollen hochwertigere Räder entstehen. Zuerst einmal nur zwei bis drei Modelle aus den Bereichen Stadt- und Tourenräder.
Zur Zeit analysieren die Fahrradwerker den Markt und nehmen Kontakt zu Fachhändlern in ganz Deutschland auf. Für die Produktion des Strike Bike hatte man einen Verein gegründet, der den Neustart der Radproduktion auch finanziell unterstützen wird. Die Herstellung soll in den alten Hallen auf dem IFA Gelände stattfinden, aber in viel geringerem Umfang. Seit 1986 wurden dort Fahrräder hergestellt. Wenn alles klappt, dann auch in der Zukunft wieder.
Autor: wfDas Museum Tabakspeicher ist um einen Zeitzeugen reicher. Das letzte Strike Bike wurde heute an Jürgen Rennebach überreicht. Es erinnert an den vergangenen Sommer, wo die Mitarbeiter des insolventen Fahrradherstellers Bike Systems ihr Werk besetzt hielten. Von den Nordhäusern bekamen sie große Solidarität zu spüren. Mit der Produktion des Strike Bike wollten die 135 Beschäftigten noch einmal zeigen, daß Fahrradproduktion am alten Standort möglich ist.
Inzwischen befinden sich die Mitarbeiter in einer sogenannten Transfermaßnahme, das heißt, sie werden für neue Jobs qualifiziert. Jede Woche fänden zwei bis drei eine neue Arbeit, berichtete Andre Kegel. In der Maßnahme seien noch etwa 85 Leute. Sie erwerben Stapler- und Schweißerpässe, lernen Englisch und Marketing. Und sie besuchten ein Existenzgründerseminar, denn einige wollen sich selbstständig machen.
Der Wunsch in Nordhausen Fahrräder zu produzieren ist nach wie vor vorhanden. 18-20 Mann wollen sich laut Steffen Aderhold in der neuen Firma zusammenfinden (nnz berichtete bereits in dieser Woche). Die Billigbaumarktschiene habe allerdings ausgedient. Es sollen hochwertigere Räder entstehen. Zuerst einmal nur zwei bis drei Modelle aus den Bereichen Stadt- und Tourenräder.
Zur Zeit analysieren die Fahrradwerker den Markt und nehmen Kontakt zu Fachhändlern in ganz Deutschland auf. Für die Produktion des Strike Bike hatte man einen Verein gegründet, der den Neustart der Radproduktion auch finanziell unterstützen wird. Die Herstellung soll in den alten Hallen auf dem IFA Gelände stattfinden, aber in viel geringerem Umfang. Seit 1986 wurden dort Fahrräder hergestellt. Wenn alles klappt, dann auch in der Zukunft wieder.


