Mo, 16:44 Uhr
28.01.2008
Mehr als sauber
Es gibt in den neuen Bundesländern nur noch zwei Krankenhäuser, die über eine eigene Wäscherei verfügen: Die Thüringen-Kliniken in Saalfeld und das Nordhäuser Südharz-Krankenhaus. In letzterem hat die nnz mal genau in die Waschmaschinen geschaut...
Lieselotte Stiehr und Martina Hartmann bestücken die Mangel
Obwohl in den zurückliegenden Jahren auch vor Krankenhäusern der Auslagerungswahn nicht halt machte, wissen Geschäftsführer Antonius Pille und Wäscherei-Leiter Dieter Fuhrmann die Vorzüge einer Wäscherei im Haus zu schätzen. Das sind unter anderen die Unabhängigkeit von Vertragspartnern sowie die schnelle Reaktion auf mögliche Situationsveränderungen. Und: In der Logistik ist man unschlagbar.
Die Wäscherei auf dem Krankenhausgelände wurde 1995 in Betrieb genommen. Sie verfügt über ausgeklügelte Wasch- und Trockenstrecken und einen modernen Maschinenpark, der einen Wert von fast 1,5 Millionen Euro repräsentiert. In der zentralen Taktwaschanlage gehen 700 Kilogramm Trockenwäsche pro Stunde durch. Hinzu kommen eine Wasch-Schleuder-Maschine mit 130 Kilogramm Beladegewicht, vier Trockner mit 20 und 50 Kilogramm Fassungsvermögen sowie eine Mangel mit einer Arbeitsbreite von drei Metern und drei mächtigen Walzen, die einen Durchmesser von einem Meter haben. Weitere Geräte wie zum Beispiel eine Frotteefaltmaschine runden den Maschinenpark ab.
Isolde Schmidt am so genannten Finisher
Und trotzdem ist auch in dieser zum größten Teil von Computer gesteuerten Wäscherei der Mensch nötig. Dieter Fuhrmann und seine 20 Mitarbeiter sorgen dafür, daß täglich bis zu fünf Tonnen Trockenwäsche gewaschen werden. Das sind Handtücher, Bettwäsche, Arbeitsbekleidung des gesamten Personals bis hin zur Op-Wäsche und den Wischbezügen für die Reinigungsgeräte.
Neu hinzugekommen ist in den zurückliegenden Wochen ein Bereich für die so genannten Op-Systeme. Hier wird das Waschen, Trocknen, die Kontrolle auf Beschädigungen, die Reparatur bei Bedarf, das operationsgerechte Falten bis hin zur Verpackung in die OP-Sets alles unter einem Dach erledigt. Diese OP-Wäsche-Sets werden nach der Sterilisation in den OP-Sälen verwendet.
Die Arbeitsbekleidung der Krankenhaus-Mitarbeiter wird so zusagen in der Nähstube elektronisch überwacht. Jedes Bekleidungsstück verfügt über einen Strichcode, anhand dessen es genau identifiziert werden kann. Das macht die Verwaltung der Arbeitsbekleidung wesentlich effizienter.
Ein hausinterner Hol- und Bringedienst sorgt für die logistische Abwicklung des Wäschetransports. Werden die erforderlichen Daten auf den Stationen in den Computer eingegeben, dann wird in der Regel die Wäsche am gleichen Tag wieder ausgeliefert. Das spart nicht nur Lagerplatz, sondern verkürzt entscheidend die Reaktionszeiten.
Autor: nnzLieselotte Stiehr und Martina Hartmann bestücken die Mangel
Obwohl in den zurückliegenden Jahren auch vor Krankenhäusern der Auslagerungswahn nicht halt machte, wissen Geschäftsführer Antonius Pille und Wäscherei-Leiter Dieter Fuhrmann die Vorzüge einer Wäscherei im Haus zu schätzen. Das sind unter anderen die Unabhängigkeit von Vertragspartnern sowie die schnelle Reaktion auf mögliche Situationsveränderungen. Und: In der Logistik ist man unschlagbar.
Die Wäscherei auf dem Krankenhausgelände wurde 1995 in Betrieb genommen. Sie verfügt über ausgeklügelte Wasch- und Trockenstrecken und einen modernen Maschinenpark, der einen Wert von fast 1,5 Millionen Euro repräsentiert. In der zentralen Taktwaschanlage gehen 700 Kilogramm Trockenwäsche pro Stunde durch. Hinzu kommen eine Wasch-Schleuder-Maschine mit 130 Kilogramm Beladegewicht, vier Trockner mit 20 und 50 Kilogramm Fassungsvermögen sowie eine Mangel mit einer Arbeitsbreite von drei Metern und drei mächtigen Walzen, die einen Durchmesser von einem Meter haben. Weitere Geräte wie zum Beispiel eine Frotteefaltmaschine runden den Maschinenpark ab.
Isolde Schmidt am so genannten Finisher
Und trotzdem ist auch in dieser zum größten Teil von Computer gesteuerten Wäscherei der Mensch nötig. Dieter Fuhrmann und seine 20 Mitarbeiter sorgen dafür, daß täglich bis zu fünf Tonnen Trockenwäsche gewaschen werden. Das sind Handtücher, Bettwäsche, Arbeitsbekleidung des gesamten Personals bis hin zur Op-Wäsche und den Wischbezügen für die Reinigungsgeräte.
Neu hinzugekommen ist in den zurückliegenden Wochen ein Bereich für die so genannten Op-Systeme. Hier wird das Waschen, Trocknen, die Kontrolle auf Beschädigungen, die Reparatur bei Bedarf, das operationsgerechte Falten bis hin zur Verpackung in die OP-Sets alles unter einem Dach erledigt. Diese OP-Wäsche-Sets werden nach der Sterilisation in den OP-Sälen verwendet.
Die Arbeitsbekleidung der Krankenhaus-Mitarbeiter wird so zusagen in der Nähstube elektronisch überwacht. Jedes Bekleidungsstück verfügt über einen Strichcode, anhand dessen es genau identifiziert werden kann. Das macht die Verwaltung der Arbeitsbekleidung wesentlich effizienter.
Ein hausinterner Hol- und Bringedienst sorgt für die logistische Abwicklung des Wäschetransports. Werden die erforderlichen Daten auf den Stationen in den Computer eingegeben, dann wird in der Regel die Wäsche am gleichen Tag wieder ausgeliefert. Das spart nicht nur Lagerplatz, sondern verkürzt entscheidend die Reaktionszeiten.



