Mi, 11:57 Uhr
17.04.2002
Ellrich feiert mit seinem Museum
Ellrich (nnz). In der Südharzstadt wird am Wochenende das zweite Museumsfest gefeiert. Im Vorfeld haben sich die Organisatoren eine abwechslungsreiches Programm ausgedacht. nnz konnte es sich schon jetzt ansehen.
Im Rahmen des 40-jährigen Bestehens des Heimatmuseums Ellrich findet am Sonntag (21. 4.) das 2. Ellricher Museumsfest statt. Feiern Sie mit an diesem Tag von 10 bis 18 Uhr rund um St. Spiritus. Um 10 Uhr erwarten wir unseren Ehrengast, wer es ist, wird jetzt noch nicht bekannt gegeben. Freuen können Sie sich schon auf altertümliche Gewerke, Speisen aus früheren Zeiten analog dem ersten Fest. Auf unsere Kleinen wartet eine große altertümliche Spielstraße mit Stelzenlauf, Ringwurd, Kreiseln, Murmelspielen, Holzräder u. vieles mehr... Das 40-jährige Jubiläum des Ellricher Heimatmuseums steht unter dem Motto: "Der ohlen Erbe loßt nicht verderbe!"
Die Geschichte des Museums
Sammeln, Bewahren, Erforschen und Präsentieren war und ist das Fundament jeder Museumsarbeit. Unter diesem Aspekt wurde das Ellricher Heimatmuseum, aber damals noch als Heimatstube von der AG der Natur- und Heimatfreunde des Kulturbundes Ellrich, in den Jahren 1960-62 in über 1960 "Aufbaustunden" eingerichtet. Sie fand ihr Domizil im Erdgeschoss des Unterhauses. Dieses Gebäude gehört zum Ensemble des Hospitals. Zu den damaligen Gründern gehörten zum Beispiel: Willi Drechsler (Leiter), Rudolf Bierwirth, Reinhold Model, Franz Meyer, Walter Brand, August Holzhause, Hugo Trömel, Eduard Fritze, Kurt Reinhardt, Werner Ewald, Helga Vogelsang, Hermine Weißbeck, Helmut Rolloff und Karl Körber. Zu dieser Zeit gehörte zur Sammlung neben einer Bauernstube, eine Schuhmacherwerkstatt, eine Böttcherei, ein Webstube, ein Zimmer der Ellricher Arbeiterbewegung, eine Bibliothek, ein Raum mit der Fauna der Heimat und zahlreiche andere Gegenstände.
Am 9. Juni 1962, also vor 40 Jahren wurde das Museum eröffnet, der erste Besucher war Bürgermeister Bliedung. Der 1000. Besucher konnte ein Jahr später begrüßt werden, es war Frau Rückert mit ihren Töchtern. Im Laufe der folgenden Jahre konnte die Sammlung vergrößert werden, so dass 1976, zur 1100-Jahr-Feier der Stadt, am 22. September das gesamte Gebäude des Unterhauses als Heimatmuseum eröffnet werden konnte. Im Jahre 1997 wurde die Scheune des Museums mit in die Ausstellung einbezogen. In ihr sind historische landwirtschaftliche Geräte und alte Gegenstände zur Wäschebehandlung untergebracht. Es ist angedacht einige Räume des ehemaligen Klingelhauses in die Ausstellung mit einzubeziehen.
Abschließend soll noch hinzugefügt werden, dass schon 1901 ein sogenanntes Altersmuseum geschaffen wurde, welches 1903 in einer Dachkammer der Oberpfarre seinen Platz fand. Dort waren alte Waffen und andere Vorderlader, aber auch die Utensilien des Nachtwächters untergebracht. Diese Sammlung kam 1962 in die Heimatstube. Die Waffen kamen auf Befehl der Volkspolizei (wegen der Grenznähe/Sperrgebiet) nach Nordhausen in das Meyenburgmuseum. Sie warten derzeit auf eine Rückkehr nach Ellrich.
Wer sich genauer mit der Geschichte des Ellricher Hospitals beschäftigen möchte, sei auf die Museumsbroschüre verwiesen, die im hiesigen Museum und im Haus des Gastes Sülzhayn erhältlich ist. Die Museumsgruppe hofft, dass das einmalige Ensemble des Hospitals auch weiterhin von den Stadtvätern unterstützt wird und deshalb auch noch unseren Kindern und Kindeskindern erhalten bleibt.
Autor: nnzIm Rahmen des 40-jährigen Bestehens des Heimatmuseums Ellrich findet am Sonntag (21. 4.) das 2. Ellricher Museumsfest statt. Feiern Sie mit an diesem Tag von 10 bis 18 Uhr rund um St. Spiritus. Um 10 Uhr erwarten wir unseren Ehrengast, wer es ist, wird jetzt noch nicht bekannt gegeben. Freuen können Sie sich schon auf altertümliche Gewerke, Speisen aus früheren Zeiten analog dem ersten Fest. Auf unsere Kleinen wartet eine große altertümliche Spielstraße mit Stelzenlauf, Ringwurd, Kreiseln, Murmelspielen, Holzräder u. vieles mehr... Das 40-jährige Jubiläum des Ellricher Heimatmuseums steht unter dem Motto: "Der ohlen Erbe loßt nicht verderbe!"
Die Geschichte des Museums
Sammeln, Bewahren, Erforschen und Präsentieren war und ist das Fundament jeder Museumsarbeit. Unter diesem Aspekt wurde das Ellricher Heimatmuseum, aber damals noch als Heimatstube von der AG der Natur- und Heimatfreunde des Kulturbundes Ellrich, in den Jahren 1960-62 in über 1960 "Aufbaustunden" eingerichtet. Sie fand ihr Domizil im Erdgeschoss des Unterhauses. Dieses Gebäude gehört zum Ensemble des Hospitals. Zu den damaligen Gründern gehörten zum Beispiel: Willi Drechsler (Leiter), Rudolf Bierwirth, Reinhold Model, Franz Meyer, Walter Brand, August Holzhause, Hugo Trömel, Eduard Fritze, Kurt Reinhardt, Werner Ewald, Helga Vogelsang, Hermine Weißbeck, Helmut Rolloff und Karl Körber. Zu dieser Zeit gehörte zur Sammlung neben einer Bauernstube, eine Schuhmacherwerkstatt, eine Böttcherei, ein Webstube, ein Zimmer der Ellricher Arbeiterbewegung, eine Bibliothek, ein Raum mit der Fauna der Heimat und zahlreiche andere Gegenstände.
Am 9. Juni 1962, also vor 40 Jahren wurde das Museum eröffnet, der erste Besucher war Bürgermeister Bliedung. Der 1000. Besucher konnte ein Jahr später begrüßt werden, es war Frau Rückert mit ihren Töchtern. Im Laufe der folgenden Jahre konnte die Sammlung vergrößert werden, so dass 1976, zur 1100-Jahr-Feier der Stadt, am 22. September das gesamte Gebäude des Unterhauses als Heimatmuseum eröffnet werden konnte. Im Jahre 1997 wurde die Scheune des Museums mit in die Ausstellung einbezogen. In ihr sind historische landwirtschaftliche Geräte und alte Gegenstände zur Wäschebehandlung untergebracht. Es ist angedacht einige Räume des ehemaligen Klingelhauses in die Ausstellung mit einzubeziehen.
Abschließend soll noch hinzugefügt werden, dass schon 1901 ein sogenanntes Altersmuseum geschaffen wurde, welches 1903 in einer Dachkammer der Oberpfarre seinen Platz fand. Dort waren alte Waffen und andere Vorderlader, aber auch die Utensilien des Nachtwächters untergebracht. Diese Sammlung kam 1962 in die Heimatstube. Die Waffen kamen auf Befehl der Volkspolizei (wegen der Grenznähe/Sperrgebiet) nach Nordhausen in das Meyenburgmuseum. Sie warten derzeit auf eine Rückkehr nach Ellrich.
Wer sich genauer mit der Geschichte des Ellricher Hospitals beschäftigen möchte, sei auf die Museumsbroschüre verwiesen, die im hiesigen Museum und im Haus des Gastes Sülzhayn erhältlich ist. Die Museumsgruppe hofft, dass das einmalige Ensemble des Hospitals auch weiterhin von den Stadtvätern unterstützt wird und deshalb auch noch unseren Kindern und Kindeskindern erhalten bleibt.

