eic kyf msh nnz uhz tv nt
Di, 15:21 Uhr
16.04.2002

"Gipskompromiß" soll auf den Tisch

Nordhausen (nnz). Der Konflikt um den beabsichtigten Rohstoffabbau am Winkelberg spitzt sich weiter zu. Natur- und Umweltschützer kündigen jetzt schon mal öffentliche Proteste an.


Auf der am 10. April stattgefundenen Antragskonferenz sprachen sich die Vertreter der gesamten Region Nordthüringens, darunter die Bürgermeister der betroffenen Kommunen, Vertreter der Stadt Nordhausen, des Landkreises, der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft „Hohnstein Südharz“, die Planungsgemeinschaft Nordthüringen und der Arbeitskreis „Gipskarst Südharz“ für die Durchführung eines Raumordnungsverfahrens (ROV) für das geplante Abbauvorhaben am Winkelberg aus.

„Eine Nichtbeachtung der Festlegungen des Regionalen Raumordnungsplanes Nordthüringen (RROP), der die Durchführung eines ROV für die vorgesehene Fläche des Abbaufeldes Winkelberg fordert, werden wir nicht hinnehmen“, so Gabriela Sennecke vom Arbeitskreis „Gipskarst Südharz“. Ein Teil des Winkelberges wurde neben der Festlegung als Vorbehaltsgebiet Fremdenverkehr/Erholung als weiße Fläche dargestellt. Die Planungsgemeinschaft verweigerte die Ausweisung der bestehenden Bergbauberechtigungen zu mehreren Bergwerksfeldern.

In der Anhörung wies Sennecke darauf hin, dass der Arbeitskreis dieses Defizit zwischen dem Einzelinteresse eines Unternehmens und dem bestehenden gesamtgesellschaftlichen Erfordernis nach einer raumordnerischen Prüfung mit der Bevölkerung diskutieren wird. Sie brachte darüber hinaus zum Ausdruck, dass eine breite Öffentlichkeit gegen einen weiteren Abbau im Nordthüringer Gipskarst sein, wie bereits zahlreiche Stellungnahmen der Bürger zum ROV am Kuhberg gezeigt hätten.

„Der vom Unternehmen immer wieder angesprochene Gipskompromiß ist auf den Tisch zu legen“, forderte Sennecke. „Wir wollen wissen, wer für Zusagen ohne Durchführung gesetzlich geregelter Zulassungsverfahren die Verantwortung zu übernehmen hat. Eine Landschaftszerstörung in der Rüdigsdorfer Schweiz durch einen Gipstagebau werden wir nicht zulassen, wenn notwendig wird es dazu auch öffentliche Proteste geben“.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)