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Fr, 17:23 Uhr
11.01.2008

Gelassenheit im Rathaus

Die Arbeitgeber- und die Arbeitnehmerseite liefern sich aktuell einen heftigen Schlagabtausch zu den Tarifverhandlungen. Im Nordhäuser Rathaus ist man hingegen eher gelassen...


Mit Blick auf die in Potsdam in dieser Woche begonnenen Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes – die somit auch die Mitarbeiter der Kommunalverwaltungen betreffen - hat Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) gesagt, dass „nach vielen Jahren der Lohnzurückhaltung auch die öffentlichen Bediensteten einen Anspruch auf Lohnsteigerungen haben“. Jendricke ist sich allerdings dabei auch sicher, dass die Forderung der Gewerkschaftsseite von acht Prozent mehr Gehalt so bestimmt nicht umgesetzt wird.

Vermutlich werde man sich dann im Laufe der Verhandlungen irgendwie in der Mitte treffen. Der Bürgermeister betonte, dass er als Kommunalpolitiker natürlich auch ein Interesse daran habe, „dass die Leute mehr Geld in der Tasche haben, um die regionale Kaufkraft zu stärken.“

Seitens der Stadtverwaltung Nordhausen sei man gut gerüstet für mögliche Lohnzuwächse, „da wir für den Haushalt 2008 schon fünf Prozent Gehaltszuwachs für unsere 396 Beschäftigten vorausschauend eingetaktet haben – somit bleiben uns böse Überraschungen in jedem Fall erspart.“

Bereits seit dem vergangenen Jahr habe man in der Stadtverwaltung leistungsbezogenen Komponenten bei der Gehaltszahlung eingeführt. „Damit haben wir prinzipiell gute Erfahrungen gemacht“, erklärte der zuständige Hauptamtsleiter Dirk Praetorius. So sei ein Prozent des Gesamt-Gehaltes der städtischen Beschäftigten als Leistungsvergütung ausgezahlt worden. Dieser Anteil werde sich vermutlich nach dem neuen Tarifabschluss in den kommenden Jahren noch schrittweise erhöhen.

„Mit der Einführung der leitungsrechten Vergütung im Jahr 2007 ging auch ein neues Burteilungssystem in der Stadt Nordhausen einher, welches zwar viel Arbeit gemacht habe, aber doch sehr wirkungsvoll ist“, erklärte Praetorius abschließend.
Autor: nnz

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