Fr, 15:23 Uhr
07.12.2007
Totes Baby in Nordhausen (3)
Jetzt reagiert auch das Landratsamt in Nordhausen auf den tragischen Tod eines Neugeborenen. Aber: Lesen Sie selbst.
Nur zur Klarstellung: Das Landratsamt ist von Gesetzeswegen für den Kinder- und Jugendschutz im Landkreis Nordhausen zuständig und verantwortlich. Da man im Amt offiziell keine Fragen beantwortete, wurde eine Pressemitteilung erwartet.
Die folgenden Zeilen enttäuschen eher, als sie aufklären: Presseerklärung des Landratsamtes Nordhausen. Der Tod des Babys in unserem Landkreis hat uns sehr erschüttert und löst große Trauer in uns aus. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen und es besteht ein regelmäßiger Informationsaustausch. Um die Interessen des mitbetroffenen Jungen zu wahren und ihn zu schützen, müssen die Ermittlungsergebnisse abgewartet werden. Zum Stand der Ermittlungen wird auf die Mitteilungen des Sachbereiches Öffentlichkeitsarbeit der Polizeidirektion Nordhausen verwiesen. Wir, als Kreisverwaltung, werden die Öffentlichkeit über eventuell notwendige Unterstützungen in der kommenden Woche informieren.
Ende der Mitteilung. Es wäre sicher hilfreich gewesen zu erfahren, ob sich das zuständige Jugendamt um die Frau gekümmert hatte, ob das Jugendamt von der Schwangerschaft der Frau gewusst hatte? Welche Maßnahmen eventuell eingeleitet wurden? Da gab es nach nnz-Informationen am Vormittag eine mehrstündige Dienstberatung, Landrat Joachim Claus (CDU) soll einen Termin in Weimar abgesagt haben. Die Öffentlichkeit jedenfalls wird weiter im Unklaren gelassen. Weiter so...
Autor: nnzNur zur Klarstellung: Das Landratsamt ist von Gesetzeswegen für den Kinder- und Jugendschutz im Landkreis Nordhausen zuständig und verantwortlich. Da man im Amt offiziell keine Fragen beantwortete, wurde eine Pressemitteilung erwartet.
Die folgenden Zeilen enttäuschen eher, als sie aufklären: Presseerklärung des Landratsamtes Nordhausen. Der Tod des Babys in unserem Landkreis hat uns sehr erschüttert und löst große Trauer in uns aus. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen und es besteht ein regelmäßiger Informationsaustausch. Um die Interessen des mitbetroffenen Jungen zu wahren und ihn zu schützen, müssen die Ermittlungsergebnisse abgewartet werden. Zum Stand der Ermittlungen wird auf die Mitteilungen des Sachbereiches Öffentlichkeitsarbeit der Polizeidirektion Nordhausen verwiesen. Wir, als Kreisverwaltung, werden die Öffentlichkeit über eventuell notwendige Unterstützungen in der kommenden Woche informieren.
Ende der Mitteilung. Es wäre sicher hilfreich gewesen zu erfahren, ob sich das zuständige Jugendamt um die Frau gekümmert hatte, ob das Jugendamt von der Schwangerschaft der Frau gewusst hatte? Welche Maßnahmen eventuell eingeleitet wurden? Da gab es nach nnz-Informationen am Vormittag eine mehrstündige Dienstberatung, Landrat Joachim Claus (CDU) soll einen Termin in Weimar abgesagt haben. Die Öffentlichkeit jedenfalls wird weiter im Unklaren gelassen. Weiter so...


