Fr, 07:10 Uhr
07.12.2007
50. Wackerspiel in diesem Jahr
"Eigentlich hatte ich am 15. Spieltag zum Hinrunden-Halali der Thüringenliga in Ilmenau wenigstens ein Unentschieden des FSV Wacker 90 Nordhausen erhofft. Daraus wurde leider nichts." Demnach bleibt das Hammergrund-Stadion, zumindest für die Nordhäuser, eine fast uneinnehmbare Festung. Ein Tabellenplatz in der unteren Hälfte, wie in der Vorwoche befürchtet, ist die bittere Folge, konstatiert Klaus Verkouter in der nnz.
Dass dort auf einem Kunstrasenplatz gespielt wurde, wovon im Südharz im Gegensatz zu anderen Regionen Thüringens fast zwei Jahrzehnte nach der Wende immer noch geträumt werden muss, darf natürlich nicht als Ausrede dienen, relativiert jedoch die Niederlage. Jeder Fußballer, der den Unterschied zum Naturrasen kennt, weiß, wovon die Rede ist.
Ebenso diffizil wie in Ilmenau dürfte die letzte fußballerische Herausforderung des Jahres am Sonnabend gegen den Namensvetter aus Gotha werden. Sehen wir uns nur die Vergleiche zwischen beiden Teams in den letzten Spieljahren aus Sicht der Neunziger an – 2:2, 1:1, 2:3 (Pokal), 0:2, 1:1 und 2:3 am ersten Spieltag, also nur drei Unentschieden, aber auch drei Niederlagen. Damit ist genug über die Schwere der abschließenden neunzig Spielminuten gesagt.
In den Jahren nach 1945 lagen die Gothaer (zunächst unter dem Namen Vorwärts, dann Motor) den Nordhäusern sehr. Inzwischen kreuzten beide Mannschaften 21-mal die Klingen um Punkte. Noch spricht die Gesamtbilanz trotz der wenig erfolgreichen letzten Jahre eindeutig für die Nordhäuser (13 Siege, je 4 Remis und Niederlagen). 2003 konnte gegen Gotha letztmalig ein Pokalspielerfolg mit 5:4 in der Verlängerung bejubelt werden. Der letzte Punktspielsieg gegen diesen Gegner im Albert-Kuntz-Sportpark liegt gar schon 18 Jahre zurück (3:2). Damals spielte man noch unter dem Namen Motor.
Nur ein Sieg im fünfzigsten Spiel des Kalenderjahres (28 Punkt-, 3 Pokal-, 13 Freundschafts- und 5 Hallenvergleiche - bei 20 Siegen, 10 Unentschieden und 19 Niederlagen) belässt nach Lage der Dinge die Möglichkeit, in der Rückrunde bald zur oberen Hälfte aufzuschließen. Die Begegnung Wacker 90 gegen Wacker 03 entscheidet also darüber, ob die sportliche Jahresbilanz ausgeglichen oder doch noch leicht positiv sein wird.
Die treuen Nordhäuser Fans haben ein Recht darauf, dass sich die eigene Mannschaft noch einmal zerreißt, um wenigstens 2007 einen versöhnlichen Jahresabschluss zu erreichen. 2006 (1:2-Niederlage gegen Sondershausen) und 2005 (0:4-Niederlage in Weimar) gelang das nicht. Der letzte volle Erfolg am Spieltag unmittelbar vor Weihnachten datiert aus dem Jahre 2003, als Bad Blankenburg 6:1 nach Hause geschickt wurde.
Wir werden sehen, ob die Gothaer mit ihrer abwehr- und konterstarken Mannschaft wieder Spielverderber sind. Außerdem sollten Freistöße, wenn überhaupt, sehr weit vom eigenen Strafraum ferngehalten werden. Die Gäste haben da so ihre Spezialisten, wie die Nordhäuser noch wissen sollten. Ein gewisser Otto, der einst für die Einheimischen spielte, konnte das schon vor zehn Jahren unter Beweis stellen.
Klaus Verkouter
Autor: nnzDass dort auf einem Kunstrasenplatz gespielt wurde, wovon im Südharz im Gegensatz zu anderen Regionen Thüringens fast zwei Jahrzehnte nach der Wende immer noch geträumt werden muss, darf natürlich nicht als Ausrede dienen, relativiert jedoch die Niederlage. Jeder Fußballer, der den Unterschied zum Naturrasen kennt, weiß, wovon die Rede ist.
Ebenso diffizil wie in Ilmenau dürfte die letzte fußballerische Herausforderung des Jahres am Sonnabend gegen den Namensvetter aus Gotha werden. Sehen wir uns nur die Vergleiche zwischen beiden Teams in den letzten Spieljahren aus Sicht der Neunziger an – 2:2, 1:1, 2:3 (Pokal), 0:2, 1:1 und 2:3 am ersten Spieltag, also nur drei Unentschieden, aber auch drei Niederlagen. Damit ist genug über die Schwere der abschließenden neunzig Spielminuten gesagt.
In den Jahren nach 1945 lagen die Gothaer (zunächst unter dem Namen Vorwärts, dann Motor) den Nordhäusern sehr. Inzwischen kreuzten beide Mannschaften 21-mal die Klingen um Punkte. Noch spricht die Gesamtbilanz trotz der wenig erfolgreichen letzten Jahre eindeutig für die Nordhäuser (13 Siege, je 4 Remis und Niederlagen). 2003 konnte gegen Gotha letztmalig ein Pokalspielerfolg mit 5:4 in der Verlängerung bejubelt werden. Der letzte Punktspielsieg gegen diesen Gegner im Albert-Kuntz-Sportpark liegt gar schon 18 Jahre zurück (3:2). Damals spielte man noch unter dem Namen Motor.
Nur ein Sieg im fünfzigsten Spiel des Kalenderjahres (28 Punkt-, 3 Pokal-, 13 Freundschafts- und 5 Hallenvergleiche - bei 20 Siegen, 10 Unentschieden und 19 Niederlagen) belässt nach Lage der Dinge die Möglichkeit, in der Rückrunde bald zur oberen Hälfte aufzuschließen. Die Begegnung Wacker 90 gegen Wacker 03 entscheidet also darüber, ob die sportliche Jahresbilanz ausgeglichen oder doch noch leicht positiv sein wird.
Die treuen Nordhäuser Fans haben ein Recht darauf, dass sich die eigene Mannschaft noch einmal zerreißt, um wenigstens 2007 einen versöhnlichen Jahresabschluss zu erreichen. 2006 (1:2-Niederlage gegen Sondershausen) und 2005 (0:4-Niederlage in Weimar) gelang das nicht. Der letzte volle Erfolg am Spieltag unmittelbar vor Weihnachten datiert aus dem Jahre 2003, als Bad Blankenburg 6:1 nach Hause geschickt wurde.
Wir werden sehen, ob die Gothaer mit ihrer abwehr- und konterstarken Mannschaft wieder Spielverderber sind. Außerdem sollten Freistöße, wenn überhaupt, sehr weit vom eigenen Strafraum ferngehalten werden. Die Gäste haben da so ihre Spezialisten, wie die Nordhäuser noch wissen sollten. Ein gewisser Otto, der einst für die Einheimischen spielte, konnte das schon vor zehn Jahren unter Beweis stellen.
Klaus Verkouter

