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So, 16:50 Uhr
02.12.2007

Hilfe kennt keine Grenzen

Es war Freitag 16.07 Uhr, als für die Helfer des Technischen Hilfswerkes Nordhausen die Alarmierung durch die Leitstelle erfolgte. Ein Crash im Kyffhäuserkreis und wir haben die Einzelheiten...

Helfer am Einsatzort (Foto: Vollmer) Helfer am Einsatzort (Foto: Vollmer)

Nach ca. einer Stunde waren 23 Helfer im Ortsverband in Hesserode und nach weiteren 40 Minuten rückte der ganze Ortsverband (erste und zweite Bergungsgruppe sowie die Fachgruppe Beleuchtung) aus. Als der Ortsverband am Einsatzort ankam, bot sich folgendes Bild: ein Pkw war bei Dietenborn (Kyffhäuserkreis) auf glatter Straße ins Schleudern gekommen und einen Abhang heruntergestürzt, der Beifahrer war eingeklemmt und der Fahrer war nicht mehr im Auto.

Die einzelnen Gruppen des Ortsverbandes Nordhausen sowie des THW Ortsverbandes Heiligenstadt, die ebenfalls alarmiert wurden, begannen nach kurzer Einsatzbesprechung sofort mit der Durchführung der notwendigen Rettungsmaßnahmen. Es erfolgte die sofortige Absperrung des Unfallortes, um weitere Schäden zu verhindern. Die erste Gruppe kümmerte sich um die Bergung des verletzten Beifahrers während die Zweite den Pkw sicherte und die Fachgruppe Beleuchtung mit der „Lichtgiraffe“ den Unfallort ausleuchtete.

Da während der Einsatzbesprechung erkannt wurde, dass die Bergung der verletzten und eingeklemmten Person nach der Befreiung aus dem Pkw durch den Abhang nur durch eine Seilbahn erfolgen kann, wurde diese durch die erste Bergungsgruppe aus Nordhausen aufgebaut. Die restlichten Helfer wurden unter Führung eines Gruppenführers zusammengefasst und mit der systematischen Durchsuchung des umliegenden Waldgebietes beauftragt. Etwa 40 Minuten nachdem die ersten Einsatzkräfte des THW´s vor Ort waren, konnte der verletzte Beifahrer mit der Seilbahn geborgen werden.

Weitere 20 Minuten dauerte die Suche nach dem Fahrer, dieser wurde ca. 1 km von der Unfallstelle entfernt, bewusstlos und mit Unterkühlung im Wald gefunden. Anschließend wurde der Pkw mit Hilfe der Seilwinde des GKW I (Gerätekraftwagen) geborgen. Der Pkw erlitt beim Unfall Totalschaden und konnte nur mit einem Anhänger vom Unfallort abtransportiert werden. Glücklicherweise handelte es sich bei dem ganzen nur um eine Einsatzübung, die in ihrer Aufgabenstellung den realistischen Anforderungen entspricht und täglich tatsächlich vorkommen kann.

Deshalb wurde gleichzeitig durch die zweite Bergungsgruppe des THW Heiligenstadt unter Einsatz des 30kVA Notstromaggregat des THW Nordhausen im nahegelegenen Fluss der Einsatz der Schmutzwasserpumpen unter realen Einsatzbedingungen geübt. Nach Abschluss der Übung erfolgte eine Auswertung durch den verantwortlichen Zugführer des THW Nordhausen und die Beobachter sowie durch die Mitarbeiter der THW Geschäftsstelle Erfurt, die ebenfalls in die Übung involviert waren. Anschließend fuhr der Ortsverband Nordhausen wieder geschlossen in die Unterkunft nach Hesserode zurück.

Der Abend war damit für die Helfer aber noch nicht erledigt, die eingesetzte Technik musste wieder gesäubert, kontrolliert und verladen werden, um für den nächsten Einsatz gerüstet zu sein. Als sich die Helfer nach einem anstrengenden, aber interessanten Tag wieder auf den Heimweg begaben, war es weit nach Mitternacht.
André Vollmer
Autor: nnz

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