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Di, 14:24 Uhr
12.03.2002

Vom "Abnehmer" zum "Kunden"

Nordhausen (nnz). Es war der 12. März 1992. In München wurde ein notarieller Vertrag unterzeichnet. Die Energieversorgung Nordhausen GmbH war geboren...


3.000 Euro für Blasiikirche Die Federhalter schwangen damals die Vertreter der Stadt Nordhausen, der CONTIGAS, der ENAG und der Stadtwerke Bochum. Letztere musste sich aus kommunalen Gründen wieder verabschieden. Geblieben ist ein „Trio“, das heute nicht nur Geburtstag feiern, sondern auf zehn erfolgreiche Jahre zurückblicken konnte.

Während eines heutigen Pressegespräches erinnerte die Vorsitzende des Aufsichtsrates, Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD), an die „schwierige Geburt“ und an den entscheidenden Beschluß der damaligen Stadtverordnetenversammlung vom 20. Februar 1991. Mit diesem Votum fand nicht nur eine lange Zeit der kontroversen Diskussion ihr Ende, sondern wurde seitens der Kommune auch „grünes Licht“ für die Gründung des regionalen Energieversorgers gegeben.

Mit dieser unternehmerischen Perle müsse sich jeder Nordhäuser bewusst sein, dass er quasi Anteilseigner sei. Die daraus resultierende Verantwortung hätte das Unternehmen stets wahrgenommen, so Rinke. Im Dezember 1993 wurde an den jetzigen Standort eingezogen. Baulich unter einem Dach symbolisiert dieser Standort auch die Vereinigung der Versorgung mit Strom, Erdgas und Wärme.

60 Millionen Euro hat die EVN bislang investiert: In moderne Blockheizkraftwerke und in eines der modernsten Versorgungsnetze Deutschlands. Mit der Liberalisierung des deutschen Strommarktes gab es auch an der Straße der Genossenschaften markante Veränderungen. Aus dem Abnehmer wurde der Kunde, der Markt ist mehr und mehr die Meßlatte für unternehmerische Bestrebungen geworden. „Unser Ziel ist klar definiert: Wir werden am Markt bestehen“, brachte es Geschäftsführer Hans-Peter Dörflinger zum Ausdruck.

Die EVN ist sich in den zehn Jahren stets ihrer regionalen Bedeutung bewusst geworden. Da werden nicht nur Strom, Wärme und Erdgas in hoher Qualität und Verlässlichkeit geliefert, da wurden und werden auch Vereine, Institutionen, Kultur- und Sportveranstaltungen unterstützt. Jüngstes Beispiel: Die EVN übergab dem Förderverein zur Rettung der Blasiikirche heute einen symbolischen Scheck in Höhe von 3.000 Euro.

Apropos Geburtstag: Die EVN wird ihren 10. Geburtstag am 25. und 26. Mai mit allen Kunden und Bürgern der Region feiern. Und da können sich die Gäste auf ein hochkarätiges Programm freuen. Am 25 Mai 2002 treten am Abend in der Straße der Genossenschaften „Die Prinzen“ auf. Das ist übrigens ihr einziges Konzert innerhalb ihrer aktuellen Deutschland-Tour in Thüringen. Über diesen Höhepunkt und weitere Aktionen wird die nnz noch ausführlich berichten.
Autor: nnz

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