So, 18:23 Uhr
10.03.2002
nnz-News-Ticker am Abend
Nordhausen (nnz). Die Meldungen des Tages aus Deutschland und der Welt für Sie zusammengefasst. Ein nnz-Service mit freundlicher Unterstützung von LandesWelle Thüringen.
ICE-Bau in Thüringen ab 2003
Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) hat das Signal von Bundeskanzler und SPD-Chef Gerhard Schröder für den Bau der ICE-Strecke Berlin-Nürnberg begrüßt. Die Bundesregierung gehe angesichts eines drohenden Wahldebakels im September Schritt für Schritt auf Forderungen ein, die er vor Jahresfrist erhoben habe, sagte Vogel am Sonntag der dpa in Erfurt. Den Weiterbau des ICE habe er seit dem Baustopp 1999 gefordert. Er hoffe, dass jetzt auch jetzt bedeute, sagte Vogel. Der ICE Berlin-Nürnberg über Erfurt wird aus Sicht von Thüringens SPD-Chef Christoph Matschie nach dem Signal von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zügig gebaut. Wir können uns darauf verlassen, dass das Projekt zügig realisiert wird, sagte Matschie am Sonntag der dpa nach dem Ost-Parteitag der SPD in Magdeburg. Heute ist der Durchbruch passiert. Der SPD-Landeschef kritisierte zugleich das Ost-Sonderprogramm von CDU und CSU. Zur Finanzierung gebe es überhaupt keine Aussage von der Union.
Thüringens MP mit Spende
Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel, hat sich am Sonntag in der Krypta des Speyerer Doms in das «Buch der 1000 Stifter» eingetragen. Der Eintrag ist mit einer Spende von mindestens 500 Euro verbunden. Mit dem Buch will die Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer Geld für die Erhaltung der knapp 1000 Jahre alten Kathedrale sammeln. Seit Dezember 2001 haben 70 Stifter einen Betrag von rund 56 000 Euro zusammengetragen. Die Stiftung war 1999 ins Leben gerufen worden und unterstützt die Domrestaurierung.
USA halten an Nahostvermittlung trotz jüngster Gewaltwelle fest
Die jüngsten Gewaltakte in Israel und den besetzten Gebieten halten die USA nicht von ihrem neuen Vermittlungsvorstoß ab. Der Sonderbeauftragte Anthony Zinni reise wie angekündigt diese Woche in die Region, sagte US-Außenminister Colin Powell dem Fernsehsender CBS. Ziel sei es, beide Seiten zur Annahme der Vorschläge von CIA-Direktor George Tenet zu bewegen. Nach zwei palästinensischen Anschlägen mit 16 Todesopfern hatte Israel eine Verschärfung seiner Offensive in den Autonomiegebieten beschlossen.
Kölner CDU soll wie SPD Großspenden gestückelt haben
Die Kölner CDU soll nach einem Zeitungsbericht wie die SPD Großspenden gestückelt und Mitglieder mit Spendenquittungen ausgestattet haben. Diese Vorwürfe erhebt nach Angaben des Kölner Stadt-Anzeigers ein ehemaliger Angestellter aus der Buchhaltung der Kölner CDU-Kreisgeschäftsstelle. Die CDU wies die Anschuldigungen in dem Blatt zurück. Seit einer Woche steht die Kölner SPD im Zwielicht, weil sie für eine Großspende fingierte Quittungen an Mitglieder ausgegeben haben soll.
Warteschlangen und schleppende Abstimmung bei Wahl in Simbabwe
Eine hohe Wahlbeteiligung und ein schleppender Abstimmungsprozess haben die Präsidentenwahl in Simbabwe geprägt. Bis zuletzt ließ die Regierung offen, ob sie einem Antrag der Opposition auf Verlängerung der Wahl stattgeben wird. Zur Stunde stehen nach Angaben von Beobachtern vor allem in der Hauptstadt Harare tausende Wähler in langen Warteschlangen. Oppositionsführer Morgan Tsvangirai, der gegen Präsident Robert Mugabe antritt, sagte, es wäre eine Tragödie, wenn die wartenden Wähler abgewiesen würden.
Ost-Sozialdemokraten beschlossen Forderungen
Die ostdeutschen Sozialdemokraten haben milliardenschwere Forderungen für das SPD-Programm zur Bundestagswahl beschlossen. Während des SPD-Ost-Parteitags in Magdeburg verabschiedeten die Delegierten mit großer Mehrheit einen Leitantrag für den SPD-Bundesparteitag Anfang Juni in Berlin. Schwerpunkt ist die Forderung, beim Aufbau der Verkehrs-, Bildungs- und städtischen Infrastruktur den neuen Ländern weiter Vorrang zu gewähren. Das gilt auch für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.
Nach blutigen Anschlägen will Israel Militäroffensive verschärfen
Nach zwei palästinensischen Anschlägen mit insgesamt 16 Todesopfern hat Israel eine weitere Verschärfung seiner Armeeoffensive in den Autonomiegebieten beschlossen. Wenige Stunden nach den Attentaten in Netanja und Jerusalem zerstörte die israelische Armee den Amtssitz von Palästinenserpräsident Jassir Arafat in der Stadt Gaza mit Raketen. Der israelische Rundfunk meldete indes, US-Nahostvermittler Anthony Zinni werde kommende Woche in Israel erwartet, um sich erneut um eine Waffenruhe zu bemühen.
Opposition in Simbabwe beantragt Wahlverlängerung
Durch den weiterhin starken Wählerandrang bei der Präsidentenwahl in Simbabwe ist der Druck auf die Regierung gestiegen, den Urnengang zu verlängern. Die Opposition von Morgan Tsvangirai stellte einen entsprechenden Antrag. In Harare, wo auch Kommunalwahlen stattfinden, gab es heute erneut großen Andrang. Eine hohe Wahlbeteiligung wird von Beobachtern als Vorteil für den Oppositionsführer gewertet, der gegen den seit 22 Jahren regierenden Präsidenten Robert Mugabe antritt.
Operation Anaconda geht weiter
Die USA wollen gut eine Woche nach Beginn der jüngsten Offensive gegen Kämpfer der Taliban und der El Kaida im Osten Afghanistans rund 400 Soldaten aus dem Kriegsgebiet abziehen. Nach US-Medienberichten wird die Operation Anaconda jedoch fortgesetzt. In der Nähe von Gardes kämpften seit vergangenem Wochenende rund 1000 US-Soldaten an der Seite von afghanischen Verbündeten. US-Kampfflugzeuge warfen fast pausenlos Bomben ab. In den Bergen halten sich Hunderte Kämpfer verschanzt.
Außenminister Fischer ruft zur Umkehr im Nahen Osten auf
Bundesaußenminister Joschka Fischer hat die Konfliktparteien in Nahost zur Umkehr aufgerufen. Beide Seiten müssten unverzüglich in ernsthafte Gespräche über eine Waffenruhe eintreten, sagte Fischer in Berlin. Indes hat Libyen auf der Außenministerkonferenz der Arabischen Liga in Kairo dazu aufgerufen, Israel politisch und wirtschaftlich zu boykottieren. Die israelische Armee will nach den jüngsten palästinensischen Selbstmordanschlägen ihre Angriffe auf Ziele in den Autonomiegebieten ausweiten.
Schröder sagt auf SPD-Ostparteitag neuen Ländern neue Hilfen zu
SPD-Chef Gerhard Schröder hat dem Osten zusätzliche Hilfen zugesagt. Während des SPD-Ostparteitags in Magdeburg kündigte er weitere Investitionen im Verkehrsbereich sowie ein Sonderprogramm der Bundesregierung an. Damit soll eine bessere Bezahlung von Wissenschaftlern an ostdeutschen Universitäten ermöglicht werden. Die Bundestagswahl in sechs Monaten bezeichnete Schröder vor den mehr als 1000 Delegierten aus den sechs ostdeutschen Landesverbänden als Richtungsentscheidung auch für die neuen Länder.
Laut Struck keine illegalen Quittungen von Kölner Abgeordneten
Alle vier Kölner SPD-Bundestagsabgeordneten haben nach eigenen Angaben keine illegalen Spendenquittungen unterzeichnet. Das haben die Parlamentarier Günter Oesinghaus, Anke Fuchs, Konrad Gilges und Volkmar Schulz SPD-Fraktionschef Peter Struck versichert. Wie Struck der dpa weiter sagte, hat er nach Gesprächen auch keine Hinweise dafür erhalten, dass SPD-Bundestagsabgeordnete aus dem Kölner Umland solche Spendenbescheinigungen unterzeichnet haben.
Mehr Infos gibt es bei
Autor: nnzICE-Bau in Thüringen ab 2003
Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) hat das Signal von Bundeskanzler und SPD-Chef Gerhard Schröder für den Bau der ICE-Strecke Berlin-Nürnberg begrüßt. Die Bundesregierung gehe angesichts eines drohenden Wahldebakels im September Schritt für Schritt auf Forderungen ein, die er vor Jahresfrist erhoben habe, sagte Vogel am Sonntag der dpa in Erfurt. Den Weiterbau des ICE habe er seit dem Baustopp 1999 gefordert. Er hoffe, dass jetzt auch jetzt bedeute, sagte Vogel. Der ICE Berlin-Nürnberg über Erfurt wird aus Sicht von Thüringens SPD-Chef Christoph Matschie nach dem Signal von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zügig gebaut. Wir können uns darauf verlassen, dass das Projekt zügig realisiert wird, sagte Matschie am Sonntag der dpa nach dem Ost-Parteitag der SPD in Magdeburg. Heute ist der Durchbruch passiert. Der SPD-Landeschef kritisierte zugleich das Ost-Sonderprogramm von CDU und CSU. Zur Finanzierung gebe es überhaupt keine Aussage von der Union.
Thüringens MP mit Spende
Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel, hat sich am Sonntag in der Krypta des Speyerer Doms in das «Buch der 1000 Stifter» eingetragen. Der Eintrag ist mit einer Spende von mindestens 500 Euro verbunden. Mit dem Buch will die Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer Geld für die Erhaltung der knapp 1000 Jahre alten Kathedrale sammeln. Seit Dezember 2001 haben 70 Stifter einen Betrag von rund 56 000 Euro zusammengetragen. Die Stiftung war 1999 ins Leben gerufen worden und unterstützt die Domrestaurierung.
USA halten an Nahostvermittlung trotz jüngster Gewaltwelle fest
Die jüngsten Gewaltakte in Israel und den besetzten Gebieten halten die USA nicht von ihrem neuen Vermittlungsvorstoß ab. Der Sonderbeauftragte Anthony Zinni reise wie angekündigt diese Woche in die Region, sagte US-Außenminister Colin Powell dem Fernsehsender CBS. Ziel sei es, beide Seiten zur Annahme der Vorschläge von CIA-Direktor George Tenet zu bewegen. Nach zwei palästinensischen Anschlägen mit 16 Todesopfern hatte Israel eine Verschärfung seiner Offensive in den Autonomiegebieten beschlossen.
Kölner CDU soll wie SPD Großspenden gestückelt haben
Die Kölner CDU soll nach einem Zeitungsbericht wie die SPD Großspenden gestückelt und Mitglieder mit Spendenquittungen ausgestattet haben. Diese Vorwürfe erhebt nach Angaben des Kölner Stadt-Anzeigers ein ehemaliger Angestellter aus der Buchhaltung der Kölner CDU-Kreisgeschäftsstelle. Die CDU wies die Anschuldigungen in dem Blatt zurück. Seit einer Woche steht die Kölner SPD im Zwielicht, weil sie für eine Großspende fingierte Quittungen an Mitglieder ausgegeben haben soll.
Warteschlangen und schleppende Abstimmung bei Wahl in Simbabwe
Eine hohe Wahlbeteiligung und ein schleppender Abstimmungsprozess haben die Präsidentenwahl in Simbabwe geprägt. Bis zuletzt ließ die Regierung offen, ob sie einem Antrag der Opposition auf Verlängerung der Wahl stattgeben wird. Zur Stunde stehen nach Angaben von Beobachtern vor allem in der Hauptstadt Harare tausende Wähler in langen Warteschlangen. Oppositionsführer Morgan Tsvangirai, der gegen Präsident Robert Mugabe antritt, sagte, es wäre eine Tragödie, wenn die wartenden Wähler abgewiesen würden.
Ost-Sozialdemokraten beschlossen Forderungen
Die ostdeutschen Sozialdemokraten haben milliardenschwere Forderungen für das SPD-Programm zur Bundestagswahl beschlossen. Während des SPD-Ost-Parteitags in Magdeburg verabschiedeten die Delegierten mit großer Mehrheit einen Leitantrag für den SPD-Bundesparteitag Anfang Juni in Berlin. Schwerpunkt ist die Forderung, beim Aufbau der Verkehrs-, Bildungs- und städtischen Infrastruktur den neuen Ländern weiter Vorrang zu gewähren. Das gilt auch für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.
Nach blutigen Anschlägen will Israel Militäroffensive verschärfen
Nach zwei palästinensischen Anschlägen mit insgesamt 16 Todesopfern hat Israel eine weitere Verschärfung seiner Armeeoffensive in den Autonomiegebieten beschlossen. Wenige Stunden nach den Attentaten in Netanja und Jerusalem zerstörte die israelische Armee den Amtssitz von Palästinenserpräsident Jassir Arafat in der Stadt Gaza mit Raketen. Der israelische Rundfunk meldete indes, US-Nahostvermittler Anthony Zinni werde kommende Woche in Israel erwartet, um sich erneut um eine Waffenruhe zu bemühen.
Opposition in Simbabwe beantragt Wahlverlängerung
Durch den weiterhin starken Wählerandrang bei der Präsidentenwahl in Simbabwe ist der Druck auf die Regierung gestiegen, den Urnengang zu verlängern. Die Opposition von Morgan Tsvangirai stellte einen entsprechenden Antrag. In Harare, wo auch Kommunalwahlen stattfinden, gab es heute erneut großen Andrang. Eine hohe Wahlbeteiligung wird von Beobachtern als Vorteil für den Oppositionsführer gewertet, der gegen den seit 22 Jahren regierenden Präsidenten Robert Mugabe antritt.
Operation Anaconda geht weiter
Die USA wollen gut eine Woche nach Beginn der jüngsten Offensive gegen Kämpfer der Taliban und der El Kaida im Osten Afghanistans rund 400 Soldaten aus dem Kriegsgebiet abziehen. Nach US-Medienberichten wird die Operation Anaconda jedoch fortgesetzt. In der Nähe von Gardes kämpften seit vergangenem Wochenende rund 1000 US-Soldaten an der Seite von afghanischen Verbündeten. US-Kampfflugzeuge warfen fast pausenlos Bomben ab. In den Bergen halten sich Hunderte Kämpfer verschanzt.
Außenminister Fischer ruft zur Umkehr im Nahen Osten auf
Bundesaußenminister Joschka Fischer hat die Konfliktparteien in Nahost zur Umkehr aufgerufen. Beide Seiten müssten unverzüglich in ernsthafte Gespräche über eine Waffenruhe eintreten, sagte Fischer in Berlin. Indes hat Libyen auf der Außenministerkonferenz der Arabischen Liga in Kairo dazu aufgerufen, Israel politisch und wirtschaftlich zu boykottieren. Die israelische Armee will nach den jüngsten palästinensischen Selbstmordanschlägen ihre Angriffe auf Ziele in den Autonomiegebieten ausweiten.
Schröder sagt auf SPD-Ostparteitag neuen Ländern neue Hilfen zu
SPD-Chef Gerhard Schröder hat dem Osten zusätzliche Hilfen zugesagt. Während des SPD-Ostparteitags in Magdeburg kündigte er weitere Investitionen im Verkehrsbereich sowie ein Sonderprogramm der Bundesregierung an. Damit soll eine bessere Bezahlung von Wissenschaftlern an ostdeutschen Universitäten ermöglicht werden. Die Bundestagswahl in sechs Monaten bezeichnete Schröder vor den mehr als 1000 Delegierten aus den sechs ostdeutschen Landesverbänden als Richtungsentscheidung auch für die neuen Länder.
Laut Struck keine illegalen Quittungen von Kölner Abgeordneten
Alle vier Kölner SPD-Bundestagsabgeordneten haben nach eigenen Angaben keine illegalen Spendenquittungen unterzeichnet. Das haben die Parlamentarier Günter Oesinghaus, Anke Fuchs, Konrad Gilges und Volkmar Schulz SPD-Fraktionschef Peter Struck versichert. Wie Struck der dpa weiter sagte, hat er nach Gesprächen auch keine Hinweise dafür erhalten, dass SPD-Bundestagsabgeordnete aus dem Kölner Umland solche Spendenbescheinigungen unterzeichnet haben.
Mehr Infos gibt es bei


