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Do, 15:24 Uhr
25.10.2007

nnz-Forum: Neues zur Schwimmhalle

Nordhausen (nnz). Wie jeder sehen kann – die Sollstedter Schwimmhalle ist immer noch geöffnet. Darüber freut sich KALI`nchen, hat aber so seine Bedenken im Forum der nnz.


Nachdem die Nordhäuser Schließungsattacken vorerst durch unsere Proteste und andere Aktivitäten des Fördervereins abgewendet werden konnten, haben sich findige Leute in der Kreisverwaltung tolle Horrorszenarien ausgedacht: Das Dach der Schwimmhalle ist einsturzgefährdet. Ergo muss schnell ein Gutachten her. Ein gefälliger Herr aus Eisenach ist fix herbeigeholt und tatsächlich stellt er erhebliche Gefahren fest. Aber ob das so richtig stimmt weiß man immer noch nicht so genau. (Vielleicht hat sich ja der gefällige Herr aus Eisenach vertan, oder ist nicht ganz so kompetent wie behauptet usw. usf.!)

Also weg mit der ganzen Wissenschaft – jetzt soll ganz primitiv mit Gewichten getestet werden ob die geschädigten Deckenplatten die zu erwartende Schneelast auch noch im 31., 32, 33,... usw. Jahr tragen würden. Der dazu notwendige Test soll im November 2007 durchgeführt werden. Kostenpunkt: 18.000,0 € (ursprünglich war von 800,0 € die Rede) zu zahlen durch die Kreisverwaltung; weitere 6.500 euro für Vorarbeiten übernahmen Sponsoren des Fördervereins. Wohlgemerkt: für einen T E S T !!!

Aber das ist noch nicht alles in der Nordhäuser Schmierenkomödie um unser Hallenbad: in Presseartikeln (nnz) wurde im September durch die Kreisverwaltung dargestellt, dass die Sanierung der Decke ca.25.000 Euro kosten solle. Aber hallo, Ihr Rechenkünstler und Strategen in Nordhausen – seid Ihr denn bei den Schildbürgern in die Lehre gegangen?

Das ist doch genau die Summe, die Ihr für die Testerei zum Fenster hinaus werfen wollt. Vorschlag: Fahrt nach Rußland, kauft dort für billiges Geld ein paar Stück von den beliebten Rechenbrettern (das sind die mit schönen bunten Kullerchen) und gebt sie Euren Ökonomen – vielleicht klappt es dann mit Eurem Haushalt besser. Die Russen jedenfalls haben es damit bis in den Weltraum geschafft. Schämt Ihr Euch denn nicht in Bezug auf unser Sollstedter Hallenbad den Bürgern unseres Kreises solch einen Blödsinn anzubieten?

Aber Glückwunsch an alle Autoren dieser üblen Komödie: Ihr habt das erste Thema für die nächste Wahl selbst gekürt. Recht betrachtet muß auch gefragt werden, warum jahrelang Wasser in die Decke eindringen konnte, ohne das die kompetenten Baufachleute der Kreisverwaltung etwas gemerkt hätten. Erst als das Geld knapp wurde, erkannten ein oder zwei Pfiffikusse, dass die Halle eigentlich geschlossen werden müsste. Ich sage: einfach Klasse aber zu durchsichtig .

Dem Förderverein liegen Angebote von zwei renommierten Fachfirmen zur Sanierung der Dachplatten vor. Eines für ca. 10.000 Euro und eines für knapp 20.000 Euro. Nur wo ein guter Wille ist findet sich auch ein guter Weg. Wir jedenfalls haben den guten Willen.

Beispiel: über Jahre hinweg war das Dach undicht. Dachdeckermeister Udo Witt aus Nordhausen hat als Sponsorenleistung den Schaden behoben. Herzlichsten Dank Meister Witt, nicht nur im Namen der 101 Mitglieder des Fördervereins , sondern auch der mehr als 25.000 Badegäste. Das war bitter, aber es muss doch gesagt werden wenn Ihr uns so verklapsen wollt.

Warum aber der ganze Hickhack? Das Geld im Kreishaushalt ist knapp. Es ist, einfach gesagt, gar nicht mehr da. Da hat „man“ sich z.B. in Bezug auf die Mülldeponie Nentzelsrode um ca.3 Millionen Euro verrechnet, plötzlich wird ein Bedarf von 500.000 Euro für Zinszahlungen entdeckt usw. Hier hört KALI'nchen auf mit der Darstellung desaströser Zustände. Wir wollen unser Hallenbad be- und erhalten. Wir lassen eine Schließung nicht zu. Wie ein Schwimmbad aussieht wenn es aus „Geldmangel“ geschlossen wird, kann man sich u.a. in Menteroda ansehen. Da steht nach nunmehr drei Jahren eine Ruine die nicht wieder in Betrieb genommen werden kann. In Sollstedt lassen wir so etwas nicht zu.

Also Tschüß und Glück auf bis Neulich im Hallenbad, oder auf unserer Internetseite www.hallenbad-sollstedt.computerservice-zielinski.de
Euer KALInchen
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
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