Di, 16:00 Uhr
23.10.2007
Heilige wird begleitet
Nordhausen (nnz). Am Freitag feiert das Ballett Die Heilige am Theater Nordhausen seine Uraufführung. Eine Stunde zuvor, um 18.30 Uhr, wird im Foyer eine Ausstellung von Flügelaltären eröffnet...
Altar mit Flügeln in Nordhausen (Foto: Theater)
Die Malerin und Grafikerin Gisela Weiß ist Marburgerin. Das Leben der heiligen Elisabeth gehört zu ihrem Alltag wie der Roland zu Nordhausen. Hat doch Elisabeth vor fast 800 Jahren einen Großteil ihrer barmherzigen Taten in Marburg an der Lahn geleistet. Gisela Weiß ist Mitglied der Künstlervereinigung Marburg-Biedenkopf, die anlässlich des 800. Geburtstages der thüringisch-hessischen Heiligen einen Kunstpilgerpfad durch Marburger Kirchen initiierte. Für diesen Pilgerpfad schuf Gisela Weiß einen Zyklus von Flügelaltären, der nun erstmals außerhalb Marburgs gezeigt wird. Es handelt sich um so genannte Material-Bilder aus Holz, Leinwand, Ölfarbe und Blattgold, die bis zu zwei Meter hoch sind.
Die Künstlerin, die ihre Ausbildung in Marburg, New York, Salzburg und Wien erwarb, kehrte mit ihrem eigenen Atelier über die Stationen Wien, wo sie als Selbstständige vier Jahre arbeitete, und St. Antoni de Calonge (Spanien), wo sie acht Jahre lebte, 2002 nach Marburg zurück.
Das Thema für meine Arbeiten sind die ‚Barmherzigkeitsregeln’ (Matth. 25, Vers 31ff), nach denen die Heilige Elisabeth ihr Leben ausgerichtet hat. Ich habe versucht, die in der heutigen Zeit gelebte Barmherzigkeit darzustellen, aber gleichzeitig auch einen Impuls für mehr Toleranz und Mitmenschlichkeit zu geben, so Gisela Weiß zu ihren Flügelaltären. Damit schlägt sie eine Brücke zum neuen Ballett im Theater Nordhausen. Darin wird der Lebensweg der Heiligen Elisabeth beleuchtet, um ihrer Wirkung auf uns – jenseits der ebenfalls überlieferten, sagenhaften Glorifizierung – nachzuspüren.
Das neue Ballett der Nordhäuser Kompanie hat Gisela Weiß sehr interessiert – nicht nur, weil ihre Tochter Kerstin Weiß, Oberspielleiterin am Theater Nordhausen, das Libretto geschrieben hat. Gisela Weiß hat bereits Ballettproben in Nordhausen besucht und eigens ein Bild über das neue Bühnenstück geschaffen, das ab Freitag als Teil der Foyerausstellung zum ersten Mal in der Öffentlichkeit präsentiert werden wird.
Die großformatigen, beeindruckenden Exponate werden im Foyer des 1. Ranges ausgestellt werden. Die Ausstellungseröffnung erfolgt durch Intendant Lars Tietje. Eine musikalische Einstimmung auf die Ausstellung gibt zur Eröffnung am Freitag um 18.30 Uhr der Solocellist des Loh-Orchesters Sondershausen, Ralph-Raimund Krause. Die Nordhäuser Kunsthistorikerin Susanne Hinsching konnte gewonnen werden, eine fachkundige Einführung in die Werke der Exposition zu geben.
Die Ausstellung ist vom 26. Oktober bis zum 4. Januar zu allen Vorstellungen zu besichtigen
Autor: nnz
Altar mit Flügeln in Nordhausen (Foto: Theater)
Die Malerin und Grafikerin Gisela Weiß ist Marburgerin. Das Leben der heiligen Elisabeth gehört zu ihrem Alltag wie der Roland zu Nordhausen. Hat doch Elisabeth vor fast 800 Jahren einen Großteil ihrer barmherzigen Taten in Marburg an der Lahn geleistet. Gisela Weiß ist Mitglied der Künstlervereinigung Marburg-Biedenkopf, die anlässlich des 800. Geburtstages der thüringisch-hessischen Heiligen einen Kunstpilgerpfad durch Marburger Kirchen initiierte. Für diesen Pilgerpfad schuf Gisela Weiß einen Zyklus von Flügelaltären, der nun erstmals außerhalb Marburgs gezeigt wird. Es handelt sich um so genannte Material-Bilder aus Holz, Leinwand, Ölfarbe und Blattgold, die bis zu zwei Meter hoch sind. Die Künstlerin, die ihre Ausbildung in Marburg, New York, Salzburg und Wien erwarb, kehrte mit ihrem eigenen Atelier über die Stationen Wien, wo sie als Selbstständige vier Jahre arbeitete, und St. Antoni de Calonge (Spanien), wo sie acht Jahre lebte, 2002 nach Marburg zurück.
Das Thema für meine Arbeiten sind die ‚Barmherzigkeitsregeln’ (Matth. 25, Vers 31ff), nach denen die Heilige Elisabeth ihr Leben ausgerichtet hat. Ich habe versucht, die in der heutigen Zeit gelebte Barmherzigkeit darzustellen, aber gleichzeitig auch einen Impuls für mehr Toleranz und Mitmenschlichkeit zu geben, so Gisela Weiß zu ihren Flügelaltären. Damit schlägt sie eine Brücke zum neuen Ballett im Theater Nordhausen. Darin wird der Lebensweg der Heiligen Elisabeth beleuchtet, um ihrer Wirkung auf uns – jenseits der ebenfalls überlieferten, sagenhaften Glorifizierung – nachzuspüren.
Das neue Ballett der Nordhäuser Kompanie hat Gisela Weiß sehr interessiert – nicht nur, weil ihre Tochter Kerstin Weiß, Oberspielleiterin am Theater Nordhausen, das Libretto geschrieben hat. Gisela Weiß hat bereits Ballettproben in Nordhausen besucht und eigens ein Bild über das neue Bühnenstück geschaffen, das ab Freitag als Teil der Foyerausstellung zum ersten Mal in der Öffentlichkeit präsentiert werden wird.
Die großformatigen, beeindruckenden Exponate werden im Foyer des 1. Ranges ausgestellt werden. Die Ausstellungseröffnung erfolgt durch Intendant Lars Tietje. Eine musikalische Einstimmung auf die Ausstellung gibt zur Eröffnung am Freitag um 18.30 Uhr der Solocellist des Loh-Orchesters Sondershausen, Ralph-Raimund Krause. Die Nordhäuser Kunsthistorikerin Susanne Hinsching konnte gewonnen werden, eine fachkundige Einführung in die Werke der Exposition zu geben.
Die Ausstellung ist vom 26. Oktober bis zum 4. Januar zu allen Vorstellungen zu besichtigen

