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Do, 20:20 Uhr
27.09.2007

Fast ein Kellerduell

Nordhausen (nnz). Für den Verlierer des nächsten Thüringenliga-Punktspiels zwischen dem FSV Wacker 90 Nordhausen und SC 1903 Weimar wird es wohl in den nächsten Wochen knüppeldick kommen, denn der zählt mit Sicherheit vorläufig zum Kreis der Abstiegskandidaten und nicht wie von beiden angepeilt zu den Teams der oberen Tabellenhälfte. Der nnz-Vorbericht vom Klaus Verkouter.


Land ist es her... (Foto: nnz) Land ist es her... (Foto: nnz) Für Wacker war der Gang nach Zeulenroda, wie in unserer Vorschau angedeutet, umsonst. Was nutzt schließlich die erneut gute Kritik in der Zeulenrodaer Presse, wenn, wie fast immer in den Jahren zuvor, trotz Chancen dort kein Punkt geholt wird: „Der Gast hatte zwar phasenweise mehr vom Spiel und konnte auch einige gute Möglichkeiten verbuchen. Mit den häufigeren Offensivaktionen zwangen sie die Motorabwehr und Schlussmann Hutter mehrmals zu hoher Einsatzbereitschaft…Die Gäste waren nach dem Rückstand sichtlich bemüht, den Ausgleich zu erzielen. Mit den häufigeren Aktionen im Spiel nach vorn erzwangen sie sich Feldvorteile.“

Weimar ist gewiss nicht schwächer als die Ostthüringer einzuschätzen. Die Fußballer aus der Klassikerstadt zählen zu den häufigsten Kontrahenten der Südharzer. Sie spielten nach dem Krieg eine sehr gute Rolle im ostdeutschen Fußball und gehörten sogar zeitweise der DS-Oberliga (DDR-Oberliga) an, nachdem man 1950 Thüringens Meister geworden war.

Das erste Wettspiel beider Vertretungen fand am 17.10.1949 in Nordhausen statt und endete 1:1. Im Spielbericht war zu lesen: „Ein beachtliches Unentschieden gelang dem Landesliga-Neuling Nordhausen gegen Eintracht Weimar. Er festigte damit seinen Tabellenplatz und verbleibt weiter in der Spitzengruppe. Dieses Treffen stand im Zeichen der beiderseits hervorragenden Abwehrreihen. Fünfzehn Minuten vor Schluss ging Nordhausen durch ein Selbsttor des Weimarer Mittelläufers Eidner mit 1:0 in Führung, die aber wenig später der Rechtsaußen Reichardt egalisieren konnte.“

Das letzte Aufeinandertreffen um Punkte am 14.04.2007 im Albert-Kuntz-Sportpark bescherte Wacker eine 0:2-Niederlage. Die nnz formulierte damals u.a. so: „Ein enttäuschender FSV Wacker 90 verpasste heute im Spiel gegen Weimar die Chance, sich für die erlittene 1:2-Hinspielniederlage zu revanchieren… Die kompakte Abwehr um den sehr umsichtigen Christian Kucharz ließ nichts mehr zu und mitunter tat es den 360 Zuschauern schon weh, mit ansehen zu müssen, wie auch beste Freistoßchancen von den Nordhäusern harmlos bis kläglich vergeben wurden…Enttäuscht zeigte sich auch Trainer Hoffmann nach dem Spiel in der Pressekonferenz und musste neidlos anerkennen, dass Weimar heute einfach besser war und verdient gewann.“

Zwischen diesen beiden Landesligabegegnungen lagen in der Geschichte weitere Punktspiele, die zumeist heiß umkämpft waren und häufig sehr knapp endeten. Aber auch richtige „Kracher“ waren zu vermelden, so Nordhausens 0:8-Debakel 1950 auf dem gefürchteten Lindenberg oder der 6:2-Erfolg zu Hause 1953 (Bild der 1. Seite des Programmheftes von damals). Recht torreich ging es oft zu und nur viermal stand ein 0:0 auf der Anzeigetafel.

Das 61. Punktspiel beider Kontrahenten steht nun an. Von den bisherigen 30 Heimspielen hat Wacker (Motor) 15 gewonnen und 6 verloren. Neunmal trennte man sich unentschieden.

Allerdings: Von den letzten sechs Landesligapartien gegen Weimar hat Nordhausen fünf verloren! Das sagt wohl genug über die Schwere der kommenden Begegnung aus.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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