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Do, 10:16 Uhr
30.08.2007

Wut gegen Verunsicherung

Nordhausen (nnz). Zum 37. Mal treffen der SV 08 Steinach und Wacker Nordhausen als Kontrahenten in ihrer Geschichte aufeinander. Vor 50 Jahren, am 30. Juni 1957, gab es die erste Begegnung beider damaligen Motor-Mannschaften. Der etwas andere Vorbericht in Ihrer nnz von Klaus Verkouter.


Das Spiel in Steinach wurde 4:2 verloren und es vergingen neun Jahre, ehe Motor West 1966 erstmals die Kicker aus dem Thüringer Wald schlagen konnte – allerdings im heimischen Albert-Kuntz-Sportpark. Man schrieb sogar das Jahr 1972, als endlich auch in Steinach ein Sieg gelang. Das Fellbergstadion war schon immer eine schwer einzunehmende Festung.

Insgesamt sieht die Nordhäuser Bilanz in Steinach trotzdem mit 7 Niederlagen, 5 Unentschieden und 5 Siegen in Freundschafts- und Punktspielen gar nicht so schlecht aus. Seit 1981 konnten die Südharzer in vier Spielen im schmucken Stadion vier Erfolge (0:3, 1982 ein 2:4 und in den beiden Thüringenliga-Spielen 2005 ein 2:3 und im April 2007 ein 1:2) verbuchen. Wie wird wohl der 18. Auftritt beim SV 08 ausgehen?

Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch dürften die Steinacher – Mannschaft und Fans – gegen die verunsicherte Wacker-Elf am kommenden Sonnabend aufs Feld laufen, fühlten sie sich doch im ersten Saison-Heimspiel gegen Absteiger FC Rot-Weiß Erfurt II beim 0:3 vom Schiedsrichterkollektiv arg benachteiligt. Hoffentlich wird Wacker dafür nun nicht bestraft.

Die Internetseite des SV 08 las sich so: „Erfurt II gewann diese Partie und hatte mit Schiri Geiler und Assistent Heuschkel zwei tatkräftige Gehilfen auf seiner Seite. Höhepunkt der ‚Fehlerorgie’ des ‚schwarzen’ Trios, war der ‚Stinkefinger’ der Schiriassistentin gegenüber den Zuschauern. Eine Schande!“

Auch Wacker bekam beim Sieg 2005 laut Presse („Freies Wort“, Sonneberg) vermeintliche Schützenhilfe: „Verdammt bitter: Schiedsrichter Sebastian Brenn brachte Steinach um den möglichen Sieg! Die Fans tobten, geizten beim Abgang des Schiedsrichtertrios nicht mit Beleidigungen. Nur eine Ordnerschar und die Sicherheitsumzäunung schützten den Unparteiischen vor Übergriffen. All dies passte nicht zu einem hochklassigen Landesligaspiel…“

Zum Verständnis, nicht Wacker wurde dafür verantwortlich gemacht. Denn beide Vereine haben ein gutes Verhältnis – trotz aller Konkurrenz. Der FSV Wacker 90 wurde bei seinem letzten Auftritt in Steinach von den Gastgebern sehr gelobt: „Überhaupt wirkte der Gast in der Spielanlage reifer und taktisch wesentlich disziplinierter. Und auch die Laufwege passten.“

Das ist erst vier Monate her. Wacker konnte diesem Anspruch am letzten Sonntag nicht gerecht werden und wurde sogar von einigen Fans in fast peinlicher Weise verhöhnt. Vielleicht klappt es vor fremder Kulisse im Moment besser und man kann dort befreiter aufspielen. Auf jeden Fall muss der Tabellenplatz bald korrigiert werden. Doch das geht nun einmal nur über Punkte, die mit Sicherheit vom nächsten Gegner nicht verschenkt werden.

Der 3:0-Sieg des SV 08 in der vergangenen Woche in Ilmenau (wir verloren in der Vorsaison dort 1:5) ließ aufhorchen und zeigt die Schwere der kommenden Aufgabe. Denn schwächer als Schmölln ist Steinach auf keinen Fall - Wacker aber hoffentlich stärker als zuletzt.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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