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Do, 12:10 Uhr
21.02.2002

Alle "Blitzer" gehören verschrottet?

Nordhausen/Sollstedt (nnz). Wer flucht nicht auf die Blitzgeräte der Polizei. Am liebsten würde man sie an Ort und Stelle zerstören. Dies nahm jetzt ein Autofahrer wörtlich. Was passiert ist, sagt Ihnen die nnz.


Gestern Vormittag gegen halb elf Uhr auf der Bundesstraße 80 zwischen Obergebra und Sollstedt: Andrè R. (27) hat es sehr eilig. Zeit ist Geld und Geld hat er vielleicht nicht. Deswegen gibt er sich auch besonders Mühe, den davor fahrenden Verkehr so schnell wie möglich hinter sich zu lassen. Also was macht man in diesem Fall? Natürlich „Bleifuß“ und ab durch die Mitte. Er setzt mit seinem Citroen zum Überholen an - noch geht alles gut - doch er muss auch wieder in seine Fahrspur zurück, um nicht einen Frontalaufprall mit einem entgegen kommenden Fahrzeug zu riskieren. Und genau in diesem Zeitpunkt, fast wie eine Erscheinung, sieht der Citroen-Fahrer ein „verhasstes“ Blitzgerät am rechten Fahrbahnrand. Was nun? Andrè R. steigt in die „Eisen“. Doch das hätte er lieber nicht machen sollen. Die Bremskraft seines französischen Wagens ist so groß, dass er sich verschätzt, ins Schleudern kommt und gerade dieses „Lichtschrankenmessgerät“ in Schrott verwandelt.

Nachdem der Citroen-Fahrer den unliebsamen Blitzer beseitigt hat, findet er sich samt seinem Wagen im Straßengraben wieder. Es kommt aber noch härter. Nicht nur, dass er gerade ein dreimonatiges Fahrverbot verbüßen muss und er deshalb gar nicht Auto fahren darf. Er war nicht einmal alleine in dem Fahrzeug. Mit im Auto saßen Alexandra M. (21) und ihr zweijähriger Sohn Philipp. Beide wurden bei dieser Unglücksfahrt im Gegensatz zum Fahrer schwer verletzt und mussten sofort in das Südharz-Krankenhaus nach Nordhausen gebracht werden. Resümee der Autofahrt: 4.000 Euro Schaden an dem Blitzgerät und 10.000 Euro Sachschaden an dem Citroen. Der Schaden an der Mutter und ihrem Kind ist jedoch unbezahlbar. Andrè R. wird wohl neben einem weiteren längerfristigen Fahrverbot noch andere Strafen erwarten dürfen.
Autor: vf

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