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Do, 11:21 Uhr
21.02.2002

Historiker zu Gast in Nordhausen

Nordhausen (nnz). Die Historische Kommission für Thüringen ist in diesem Jahr zu Gast in Nordhausen. Das Ereignis wird entsprechend vorbereitet.


„Das ist besonders schön angesichts der wichtigen Jubiläen, die wir in Nordhausen in diesem Jahr feiern: 1075 Jahre Nordhausen, 1200 Jahre Salza und der Beitritt Nordhausens zu Preußen vor 200 Jahren“, freute sich der Nordhäuser Stadtarchivar und Kommissions-Mitglied Dr. Peter Kuhlbrodt. „Es ist immerhin 90 Jahre her, dass eine Historische Kommission in Nordhausen tagte“, so Kuhlbrodt weiter.

Die Kommission präsentiert sich der Öffentlichkeit in Nordhausen mit zwei Vorträgen: „Eine junge Henne unter den Raubvögeln -­ Die Reformationsbewegung in Nordhausen m 16. Jahrhundert“ ist Thema des Leipziger Professors und Reformations-Experten Dr. Ernst Koch am 15. März um 19 Uhr im Museum „Tabakspeicher“. Am 16. März von 9.00 bis 12.30 Uhr stellen am selben Ort die Kommissions-Mitglieder mit Referaten und Kurzberichten aktuelle Forschungsvorhaben vor. Darunter sind auch zwei Themen, die Nordhausen betreffen: „Geschichte der Franziskaner in Nordhausen“ (Bernd Schmies aus Münster) und „Demokratische Traditionen in Nordhausen in der Zeit der Zugehörigkeit zu Preußen“ (Dr. Peter Kuhlbrodt). Für beide Veranstaltungen ist der Eintritt frei.

In der Historischen Kommission für Thüringen haben sich mehr als 40 Historiker zusammengefunden, unter ihnen Vertreter von Hochschulen und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen auch außerhalb Thüringens. Deren Ziel ist die grundlegende Erforschung der Geschichte Thüringens. Dazu gehört die Herausgabe von Dissertationen der Universitäten in Jena und Erfurt, von landesgeschichtlichen Grundlagenarbeiten, von regional bedeutenden Handwörterbüchern, Atlanten, Ortslexika und Urkundenbüchern.
Autor: nnz

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