Mi, 12:28 Uhr
20.02.2002
Das Comeback des Martin Höfer
Nordhausen (nnz). Lange Zeit war es – politisch gesehen – ruhig um Martin Höfer. Jetzt meldet sich der Allrounder zurück im politischen Ring.
Die Rückkehr in die CDU wurde Martin Höfer in erster Linie vom CDU-Kreisverband ermöglicht. In der Nordhäuser CDU galt Höfer seit seinem Abgang Mitte der 90er Jahre als rotes Tuch. Viele seiner damaligen Partei- und Fraktionskollegen hatten ihm die politischen Spielchen und Seitenhiebe in alle Richtungen nicht verziehen. Das alles wirkte nach - bis in die heutige Zeit. Und so kam es denn auch, wie es kommen sollte oder musste: Der Ortsverband Nordhausen konnte sich nicht für eine erneute Mitgliedschaft Höfers durchringen. Bei der entscheidenden Abstimmung soll es eine Patt-Situation (3:3) gegeben haben, gleichbedeutend mit einer Ablehnung des Antrages.
Zum Glück für Höfer gibt es aber noch einen Kreisvorstand. Der muß sich bei solchen Angelegenheiten mit dem jeweiligen Ortsverband lediglich ins Benehmen setzen. Das Resultat: Martin Höfer ist seit diesem Jahr also wieder ordentliches Mitglied der CDU. Zwar habe der streitbare Gastwirt hinsichtlich seiner künftigen Argumentationsarbeit Besserung gelobt, doch so recht wollen ihm das einige Christdemokraten in der Rolandstadt nicht abkaufen. Selbst in kommunalpolitischen Kreisen wird nicht so schnell vergessen.
Die CDU buhlte lange um Höfer, vor allem die Krimderöder Ortsgruppe sollte ihm die Türen öffnen. Mit einem Krimderöder an der Spitze des Nordhäuser Ortsverbandes war die Tür weiter offen, für ein Durchschreiten reichte der Nordhäuser Spalt jedoch nicht. Die Gefahr der Spaltung der CDU in Nordhausen zog sich bis in Teile der Stadtratsfraktion. Die soll nach nnz-Informationen irgendwann mal über Höfer abgestimmt haben. Von den elf anwesenden Fraktionären sollen damals acht mit einem Austritt gedroht haben für den Fall, dass Martin Höfer Parteimitglied werden würde.
Das wirkte nach, sogar bis zum Montag dieser Woche. Da soll es eine Krisensitzung in einer Gaststätte im Gehege gegeben haben. Fraktionschef Thomas Pape habe zuvor ein Gespräch mit Martin Höfer geführt und ihm Sachlichkeit ans Herz gelegt. Sollte sich Höfer in seiner künftigen politischen Karriere jedoch wieder einen deftigen Ausrutscher leisten, dann soll Pape sogar mit einem Austritt aus der Fraktion (und Partei?) gedroht haben. Ihm könnten - im Falle dieses Falles - weitere Fraktionsmitglieder folgen. Im Gespräch könnten da Namen wie Klodt, Dr. Schröter oder Dr. Spangenberg sein, Christdemokraten, die einst in der Höfer-Ära viele Leiden ertragen mussten.
Die Existenz der CDU-Stadtratsfraktion steht vielleicht auf dem Spiel. Martin Höfer ist vielleicht zu einem Spielball geworden. Die Mannschaften tragen nämlich immer noch ihre traditionellen Trikots: Kreis und Stadt. Mit der Rolle eines Spielballs will und wird sich Martin Höfer jedoch nicht zufrieden geben. Spielführer würde ihm da wohl eher zu Gesicht stehen, vielleicht auch Trainer?
Und was sagt Martin Höfer dazu? Ich fühle mich persönlich nicht so wichtig, aber offensichtlich halten mich andere für sehr wichtig!
Autor: nnzDie Rückkehr in die CDU wurde Martin Höfer in erster Linie vom CDU-Kreisverband ermöglicht. In der Nordhäuser CDU galt Höfer seit seinem Abgang Mitte der 90er Jahre als rotes Tuch. Viele seiner damaligen Partei- und Fraktionskollegen hatten ihm die politischen Spielchen und Seitenhiebe in alle Richtungen nicht verziehen. Das alles wirkte nach - bis in die heutige Zeit. Und so kam es denn auch, wie es kommen sollte oder musste: Der Ortsverband Nordhausen konnte sich nicht für eine erneute Mitgliedschaft Höfers durchringen. Bei der entscheidenden Abstimmung soll es eine Patt-Situation (3:3) gegeben haben, gleichbedeutend mit einer Ablehnung des Antrages.
Zum Glück für Höfer gibt es aber noch einen Kreisvorstand. Der muß sich bei solchen Angelegenheiten mit dem jeweiligen Ortsverband lediglich ins Benehmen setzen. Das Resultat: Martin Höfer ist seit diesem Jahr also wieder ordentliches Mitglied der CDU. Zwar habe der streitbare Gastwirt hinsichtlich seiner künftigen Argumentationsarbeit Besserung gelobt, doch so recht wollen ihm das einige Christdemokraten in der Rolandstadt nicht abkaufen. Selbst in kommunalpolitischen Kreisen wird nicht so schnell vergessen.
Die CDU buhlte lange um Höfer, vor allem die Krimderöder Ortsgruppe sollte ihm die Türen öffnen. Mit einem Krimderöder an der Spitze des Nordhäuser Ortsverbandes war die Tür weiter offen, für ein Durchschreiten reichte der Nordhäuser Spalt jedoch nicht. Die Gefahr der Spaltung der CDU in Nordhausen zog sich bis in Teile der Stadtratsfraktion. Die soll nach nnz-Informationen irgendwann mal über Höfer abgestimmt haben. Von den elf anwesenden Fraktionären sollen damals acht mit einem Austritt gedroht haben für den Fall, dass Martin Höfer Parteimitglied werden würde.
Das wirkte nach, sogar bis zum Montag dieser Woche. Da soll es eine Krisensitzung in einer Gaststätte im Gehege gegeben haben. Fraktionschef Thomas Pape habe zuvor ein Gespräch mit Martin Höfer geführt und ihm Sachlichkeit ans Herz gelegt. Sollte sich Höfer in seiner künftigen politischen Karriere jedoch wieder einen deftigen Ausrutscher leisten, dann soll Pape sogar mit einem Austritt aus der Fraktion (und Partei?) gedroht haben. Ihm könnten - im Falle dieses Falles - weitere Fraktionsmitglieder folgen. Im Gespräch könnten da Namen wie Klodt, Dr. Schröter oder Dr. Spangenberg sein, Christdemokraten, die einst in der Höfer-Ära viele Leiden ertragen mussten.
Die Existenz der CDU-Stadtratsfraktion steht vielleicht auf dem Spiel. Martin Höfer ist vielleicht zu einem Spielball geworden. Die Mannschaften tragen nämlich immer noch ihre traditionellen Trikots: Kreis und Stadt. Mit der Rolle eines Spielballs will und wird sich Martin Höfer jedoch nicht zufrieden geben. Spielführer würde ihm da wohl eher zu Gesicht stehen, vielleicht auch Trainer?
Und was sagt Martin Höfer dazu? Ich fühle mich persönlich nicht so wichtig, aber offensichtlich halten mich andere für sehr wichtig!


