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Di, 13:10 Uhr
31.07.2007

Highlight vor Saisonauftakt

Nordhausen (nnz). Einen außergewöhnlichen Testpartner und Weltrekordler empfängt der FSV Wacker 90 am Samstag. Vor 104 Jahren erster deutscher Meister, vor drei Jahren tot. Jetzt hatte der sächsische Club als Bezirksligist 8.000 Zuschauer.


Der einstige Europapokalfinalist 1. FC Lok Leipzig, als VfB dreimaliger deutscher Meister, Pokalsieger und später dreifacher FDGB-Pokalsieger ist am Samstag, 4. August um 15 Uhr im Albert-Kuntz-Sportpark der letzte Testspielgegner der jungen Wacker-Truppe vor dem Saisonstart in Ruhla.

Noch vor drei Jahren hätten sich die Leipziger maximal mit der II. Mannschaft von Wacker messen können, denn nach der Insolvenz des ersten deutschen Meisters VfB Leipzig begann die neue „Loksche“ ganz tief unten in der dritten Leipziger Kreisklasse. Geführt von den Fans stehen die Probstheidaer jetzt (auch dank der Fusion mit einem Torgauer Verein) drei Aufstiege später in der sächsischen Verbandsliga, die unserer Thüringenliga vergleichbar ist.

Der ehemalige Lok-Spieler Rainer Lisiewicz formte als Chefcoach in den letzten Jahren ein junges, erfolgshungriges Team um oberligaerfahrene Routiniers wie Holger Krauß und Goalgetter Renè Heusel, der seit 2004 mehrere hundert Pflichtspieltore erzielte. Die meisten der Lok-Spieler durchliefen schon die Nachwuchsabteilungen des VfB und kehrten deshalb gerne an die alte Wirkungsstätte im Leipziger Südosten zurück.

Inzwischen drängen jährlich hoch talentierte Jungs aus den eigenen Juniorenmannschaften in die Männermannschaft, so dass Lisiewicz mitunter die Qual der Wahl hat.

Zwei der wenigen Nicht-Leipziger im Team sind die Hellmund-Zwillinge, die das Fußballeinmaleins in Nordhausen bei Wacker erlernten und derzeit in Leipzig studieren. Besonders Linksfuß Sven Hellmund wurde am Ende der letzten Saison zum Publikumsliebling, als er die zwei wichtigsten Tore in den letzten beiden Spielen köpfte, die den Aufstieg des 1. FC Lok perfekt machten. Natürlich freuen sich Matthias und Sven auf das Wiedersehen mit ihrer alten Truppe, auch wenn diese unter Trainer Burkhard Venth einige neue Gesichter aufweist.

Hoch motiviert ist der FCL allemal, denn die Verbandsliga soll nur eine Durchgangsstation auf dem Weg in den bezahlten Fußball bleiben. Trainer Lisiewicz will Samstag seine beste Formation auf den Platz schicken. „Für uns ist das ein wichtiger Test. Es ist das vorletzte Vorbereitungsspiel vor dem Saisonbeginn und ich erwarte eine spielstarke Wacker-Mannschaft, die für uns eine echte Standortbestimmung darstellt“, blickt der Leipziger Trainer voraus.

Ähnlich sieht es sein Gegenüber Burkhard Venth, der in den letzten Wochen intensiv mit der Mannschaft trainiert und dabei die Umstellung auf die Viererkette vollzogen hat. Gegen einen René Heusel und Jungstar Rico Engler im Leipziger Sturm kann die Wacker-Abwehr beweisen, ob sie ihre Lektion gelernt hat. Auch Venth wird die voraussichtliche Anfangsformation für das Pokalspiel am nächsten Samstag in Ruhla aufbieten.

Im Vorfeld der Partie besteht für die Wacker-Fans ab 13 Uhr die Möglichkeit, die neue Wacker-Elf zu begutachten und Autogramme von ihren Lieblingen zu bekommen. Zum Presse-Fotoshooting sind Kiebitze ausdrücklich erlaubt.
Autor: osch

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