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Mo, 11:25 Uhr
18.02.2002

Auf Spurensuche in Nordhausen

Nordhausen/Meiningen (nnz). Am Meininger Landgericht begann am Vormittag ein Prozeß wegen Verbreitung pornographischer Bilder im Internet. Der Angeklagte hatte vor Jahren auch in Nordhausen seine Spuren hinterlassen...


Erinnern wir uns: Es war im Juli 1996. Nordhausen. Wilhelm-Nebelung-Straße. Ein Mann hatte sich in einem Haus verbarrikadiert. Er drohte mit der Sprengung des Hauses. Forderungen stelle er nicht. Als Abschreckung tauchte er mehrfach am Fenster aus und schoß in die Luft. Die Nordhäuser Polizei sperrte das Areal um das Haus ab, Mitbewohner wurden evakuiert, Gas, Strom und Wasser abgestellt. Mehr als 18 Stunden dauerte es, bis der damals 32jährige aufgab, kurz vor der Erstürmung der Wohnung durch ein Sondereinsatzkommando (SEK) der hessischen Polizei.

Der Mann wurde festgenommen und verurteilt. Bereits vor sechs Jahren war er für die Polizei kein unbeschriebenes Blatt, zahlreiche Vorstrafen hatte er bereits auf seinem Konto. Auch nach seiner Entlassung aus der Haftanstalt ging es kriminell weiter. Im Vorjahr war er zu vier Jahren Haft wegen Drogenhandels in Südthüringen verurteilt worden. Die Zahl seiner Vorstrafen lag damals bereits über 20.

Jetzt wird gegen ihn wegen Verbreitung pornographischer Bilder im Internet verhandelt. Dieses Delikt datiert aus dem Jahr 2000. Der aus Magdeburg stammende Mann ist selbst schwer drogenabhängig. Seine Cannabis-, LSD- und Kokainabhängigkeiten wurden im Landesfachkrankenhaus Hildburghausen behandelt.
Autor: nnz

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