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Mo, 18:46 Uhr
11.02.2002

nnz-News-Ticker am Abend

Nordhausen (nnz). Die Meldungen des Tages aus Deutschland und der Welt für Sie zusammengefasst. Ein nnz-Service mit freundlicher Unterstützung von LandesWelle Thüringen.


Zehnjährige offenbar Opfer eines Verbrechens
Die zehnjährige Desiree aus Jena ist möglicherweise erstickt worden. Der Tod könne im Zusammenhang mit dem Verschluss der Atemwege eingetreten sein, teilten Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion in Jena am Montag nach der Obduktion der Leiche gemeinsam mit. Nach dem vorläufigen Sektionsergebnis seien äußere Verletzungen zunächst nicht erkennbar. Es gebe zurzeit keinen Hinweis auf eine Sexualstraftat


Druck auf Landesverband wächst
Im Bund der Vertriebenen (BdV) Thüringen wächst der Druck auf den Landesvorstand. Insgesamt sieben Kreisverbände forderten nach dem Rücktritt von Landeschef Paul Latussek jetzt weitere Konsequenzen, sagte der Kreisvorsitzende von Mühlhausen, Ulrich Hahs. Der Landesvorstand beriet am Montag über die Forderungen der Kreisverbände. Latussek hatte im vergangenen November auf einer Rede im Zusammenhang mit Opferzahlen des Konzentrationslagers Auschwitz von Lügen gesprochen.


Kurs reagierte kaum auf Personal-Karussell
Die Börse hat verhalten auf das Stühlerücken im Management des angeschlagene Software-Konzerns Intershop reagiert. Der Aktienkurs des einstigen Jenaer Börsenstars pendelte bis zum Montagnachmittag am Neuen Markt in Frankfurt zwischen 1,53 und 1,60 Euro und lag damit nur wenig über dem Schlussstand von Freitag. Ein Unternehmenssprecher stellte klar, dass der Vorstand künftig nur aus Firmengründer Stephan Schambach bestehe. Die Stelle des ausgeschiedenen Finanzvorstandes würde nicht mehr besetzt


Dealer muß für viereinhalb Jahre hinter Gitter
In Mühlhausen ist ein Dealer zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass der frühere Inhaber einer Fensterbaufirma mindestens 141 Mal mit Drogen gehandelt habe. Zeitweise soll der 48jährige fast alle Heroinkonsumenten der Stadt versorgt haben. Er hatte die Vorwürfe teilweise gestanden. Er habe mit den Einnahmen seine Schulden begleichen wollen, sagte er vor Gericht.


Polizei verhinderte Überfall auf Jugendklub
Die Suhler Polizei hat einen Überfall von Neonazis auf einen Jugendclub verhindert. Ein Zeuge hatte in der Nacht zum Samstag neun mit Baseballschlägern und stahlbewehrten Tischbeinen bewaffnete Jugendliche bemerkt und die Polizei alarmiert. Sie hätten gerufen „Wir gehen jetzt zum Grünen Haus“, einem alternativen Treff. Polizisten hätten alle neun festgenommen. Gleichzeitig begleitete die Polizei einen Linienbus, in dem Jugendliche aus dem Club nach Zella-Mehlis fuhren. Dort habe es keine Zwischenfälle gegeben.


Hollywood nominiert schlechteste Filme
Einen Tag vor Bekanntgabe der Oscar- Nominierungen sind in Hollywood die Kandidaten für die „Razzies“ verkündet worden, also die schlechtesten Filme des Jahres. Die drei Topkandidaten sind „Glitter“ mit Popstar Mariah Carey, Sylvester Stallones Rennfahrerfilm „Driven“ und Tom Greens Komödie „Freddy Got Fingered“. „Driven“ erhielt allein sieben Nominierungen. Die jährlichen Gewinner des unbeliebten Filmpreises werden von über 500 Journalisten, Kinofans und Angestellten beim Film bestimmt.


Stellungnahme zum NPD-Verbot in Karlsruhe eingegangen
Im NPD-Verbotsverfahren ist die Stellungnahme der Antragsteller zur V-Mann- Affäre beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingegangen. Dies teilte die Gerichtspressestelle mit. Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat geben in dem Papier Auskunft zum Einsatz der bisher enttarnten V-Leute in der NPD. Sie unterstreichen dabei ihre Position, dass die durch die V-Leute gewonnenen Informationen für das Verbotsverfahren „rechtlich zulässig verwertbar“ seien.


Putin gegen militärischen Alleingang der USA im Irak
Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich gegen einen militärischen Alleingang der USA gegen den Irak im Kampf gegen den Terror ausgesprochen. Dem „Wall Street Journal“ sagte Putin, der Irak sei zwar ein Problem, dass Russland lösen helfen wolle, aber nur unter dem Schutzmantel der Vereinten Nationen. Russland und andere Staaten hätten den USA in Afghanistan freie Hand gelassen. Dies wird sich aber nach Putins Worten weder im Irak noch in anderen Ländern wiederholen.


Sperrminorität gegen „Blauen Brief“ offenbar sicher
Die Bundesregierung wird voraussichtlich an dem „Blauen Brief“ der EU zum Haushaltsdefizit vorbeikommen. Dafür müsse sich Deutschland einer verstärkten Reformdiskussion stellen, hieß es in Brüssel. Die zwölf Finanzminister der Euro-Gruppe wollen am Abend beraten. Dennoch bekräftigte die Kommission die Absicht, Defizit- Warnungen an Deutschland und Portugal unverändert vorzulegen. In Deutschland forderten Opposition, Wirtschaft und Wissenschaft, den „Blauen Brief“ nicht zu verweigern.


Schröder trifft in Mexiko Staatspräsident Fox
Bundeskanzler Gerhard Schröder ist zum Auftakt seiner Lateinamerikareise mit Mexikos Staatspräsident Vicente Fox zusammengetroffen. Bei den Gesprächen in Mexiko-Stadt ging es vor allem um Wirtschaftsfragen. Ein Ziel der Schröder-Reise ist der Ausbau der Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und dem Subkontinent. Nach Mexiko reist die große Delegation noch nach Brasilien und Argentinien weiter.


Massive Luftangriffe auf Arafat-Einrichtungen
Israel hat erneut schwere Luftangriffe auf Gebäude der palästinensischen Sicherheitskräfte in Gaza geflogen. Etwa 70 Zivilisten wurden verletzt. Bomben und Raketen aus F-16-Flugzeugen trafen Gebäude der Leibwache von Palästinenserpräsident Jassir Arafat. Die israelische Regierung kündigte weitere Strafmaßnahmen gegen die Automiebehörde an. Sie reagierte damit auf den jüngsten palästinensischen Anschlag in der süd-israelischen Stadt Beerschewa.


Verteidigungsminister Scharping zu Gesprächen in Usbekistan
Deutschland und Usbekistan wollen in Zukunft militärisch enger zusammenarbeiten. Darauf einigten sich Verteidigungsminister Rudolf Scharping und sein usbekischer Kollege Kodir Guljamow in Taschkent. Scharping erörterte bei seinem Besuch zudem Fragen der Sicherheit in Folge des internationalen Antiterror-Einsatzes in Afghanistan. Auch bei einem Treffen mit Präsident Islam Karimow war die Lage in Afghanistan das Thema. Scharping fliegt morgen in die afghanische Hauptstadt Kabul weiter.


KirchGruppe gewinnt offenbar Spielraum
Die Gläubigerbanken und die KirchGruppe suchen mit Hochdruck nach einem Ausweg aus der Finanzkrise der Mediengruppe. Nach Informationen aus Branchenkreisen hat Kirch in den vergangenen Tagen eindeutig Handlungsspielraum gewonnen. Demnach verhandelt der Medienunternehmer mit einem deutschen Finanzinvestor über den Verkauf seiner Beteiligung am Springer-Verlag. Die Banken erwägen unterdessen angeblich den Einstieg bei der KirchGruppe. Diese Spekulationen wollte der Konzern allerdings nicht kommentieren.

Mehr Infos gibt es bei LWT
Autor: nnz

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