Mi, 15:28 Uhr
09.05.2007
Schnapsdrossel zum Anfassen
Nordhausen (nnz). Am Freitag starten die Nordhäuser KornKulturTage. Und wie es sich gehört, wird dabei die Verbindung zwischen Rolandstadt und der Schnapsherstellung im Mittelpunkt stehen. Und dazu gehört die Präsentation einer gleichnamigen Drossel.
Mit der Ausstellung ‚Nordhausen und seine Brennereien’ im Altstadt-Museum ‚Flohburg’ eröffnen wir am Freitag, dem 11. Mai, um 18 Uhr, die Kulturnacht in Nordhausen und damit gleichzeitig die Nordhäuser KornKulturTage, kündigte jetzt Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose an.
Die Ausstellung ‚Nordhausen und seine Brennereien’ zeigt die Geschichte der 500jährigenTradition des Kornbrennens in Nordhausen an Hand eines kleinen Stadtrundganges von der Barfüßerstraße, über das Altentor, den Grimmel und die Bahnhofstraße mit der Nordbrand GmbH wieder zurück zur Flohburg, erklärte Museumsleiter Jürgen Rennebach.
Museumsmitarbeiter Stephani Apitius, Ronald Schirmer und Klaus Kirsten beim Aufbau der Ausstellung.
Zum einen erfolge dies durch eine reelle Stadtführung durch die Stadt- und Gästeführergilde und zum anderen durch einen Rundgang durchs Museum. Dabei können wir jedoch nur eine Auswahl der Nordhäuser Brennereien zeigen, denn allein Mitte des 18. Jahrhunderts gab es in Nordhausen über 100 Brennereien, sagte er. Bei der Zusammenstellung der Ausstellung konnte die Stadt Nordhausen zum größten Teil auf Unterlagen der Nordbrand GmbH und auf die enge Zusammenarbeit mit den Nordhäusern Hans-Dieter Werther, Steffen Iffland und Paul Schierholz zurückgreifen, die sowohl inhaltlich als auch mit Leihgaben das Konzept unterstützten.
Im Erdgeschoss findet der Besucher neben den ausgewählten Brennereistandorten, historischen Geschäftspapieren und Reklameschildern auch Wissenswertes über die Kunst des Destillierens. Wir werden hier an einem alten Destillierapparat eine Probedestillierung vorführen, aber auch Kornverkostung und -verkauf findet hier statt, so Rennebach.
Die gesamte Geschichte des Branntweins und Kornbrennens vom Anbeginn bis in die Gegenwart finde man im Ober- und Zwischengeschoss des Altstadt-Museums. So gebe es hier neben historischen Schnapsgläsern und Schnapsflaschen auch Kuriositäten. Die Schnapsdrossel aus Glas aus dem 16. Jahrhundert zum Beispiel diente als Spaßgefäß zum Trinken von Alkohohl. Und eine Würzbierschale aus dem 17. Jahrhundert war Gebrauchsgeschirr mit einem eingebauten Sieb für Gewürze, aus der man Brotsuppe getrunken hat. Was Stunzen und Stübchen sind, erfährt man ebenfalls hier im Verzeichnis der historischen Nordhäuser Maßangaben und an Hand der ausgestellten Original-Abfüllbehälter. Von Holzmantelflasche bis zur Holzwollkiste ist auch der Kornversand dargestellt, sagte der Museumsleiter.
Originelles rund um den Nordhäuser Korn findet man im Treppenhaus. So könne man sich beispielsweise Staatsmenüs von Erich Honecker mit Fidel Castro oder Dr. Urho Kekkonen nachkochen, bei denen auch der gute alte Nordhäuser gereicht wurde, so Rennebach. Doch nicht nur der ehemalige DDR-Staatsmann kannte den Korn, auch was Bismarck und Fontane davon hielten, kann man hier erfahren. Es gebe außerdem Karikaturen vom Nordhäuser Künstler Heinz Freudenberg zu sehen, und zu guter letzt sei dann auch noch an einem Märchen belegt, wie der Teufel nach Nordhausen kommt und den Branntwein brennt.
Die Ausstellung ist bis zum 1. Oktober zu sehen und im Rahmen der Kornkulturtage werden viele interessante Veranstaltungen, wie Stadtführungen, Führungen durch die Ausstellung, Vorträge, Buchvorstellungen oder Kurzweiliges rund um den Korn im Altstadt-Museum Flohburg angeboten, wirbt der Museumsleiter abschließend.
Autor: nnzMit der Ausstellung ‚Nordhausen und seine Brennereien’ im Altstadt-Museum ‚Flohburg’ eröffnen wir am Freitag, dem 11. Mai, um 18 Uhr, die Kulturnacht in Nordhausen und damit gleichzeitig die Nordhäuser KornKulturTage, kündigte jetzt Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose an.
Die Ausstellung ‚Nordhausen und seine Brennereien’ zeigt die Geschichte der 500jährigenTradition des Kornbrennens in Nordhausen an Hand eines kleinen Stadtrundganges von der Barfüßerstraße, über das Altentor, den Grimmel und die Bahnhofstraße mit der Nordbrand GmbH wieder zurück zur Flohburg, erklärte Museumsleiter Jürgen Rennebach.
Museumsmitarbeiter Stephani Apitius, Ronald Schirmer und Klaus Kirsten beim Aufbau der Ausstellung.
Zum einen erfolge dies durch eine reelle Stadtführung durch die Stadt- und Gästeführergilde und zum anderen durch einen Rundgang durchs Museum. Dabei können wir jedoch nur eine Auswahl der Nordhäuser Brennereien zeigen, denn allein Mitte des 18. Jahrhunderts gab es in Nordhausen über 100 Brennereien, sagte er. Bei der Zusammenstellung der Ausstellung konnte die Stadt Nordhausen zum größten Teil auf Unterlagen der Nordbrand GmbH und auf die enge Zusammenarbeit mit den Nordhäusern Hans-Dieter Werther, Steffen Iffland und Paul Schierholz zurückgreifen, die sowohl inhaltlich als auch mit Leihgaben das Konzept unterstützten.
Im Erdgeschoss findet der Besucher neben den ausgewählten Brennereistandorten, historischen Geschäftspapieren und Reklameschildern auch Wissenswertes über die Kunst des Destillierens. Wir werden hier an einem alten Destillierapparat eine Probedestillierung vorführen, aber auch Kornverkostung und -verkauf findet hier statt, so Rennebach.
Die gesamte Geschichte des Branntweins und Kornbrennens vom Anbeginn bis in die Gegenwart finde man im Ober- und Zwischengeschoss des Altstadt-Museums. So gebe es hier neben historischen Schnapsgläsern und Schnapsflaschen auch Kuriositäten. Die Schnapsdrossel aus Glas aus dem 16. Jahrhundert zum Beispiel diente als Spaßgefäß zum Trinken von Alkohohl. Und eine Würzbierschale aus dem 17. Jahrhundert war Gebrauchsgeschirr mit einem eingebauten Sieb für Gewürze, aus der man Brotsuppe getrunken hat. Was Stunzen und Stübchen sind, erfährt man ebenfalls hier im Verzeichnis der historischen Nordhäuser Maßangaben und an Hand der ausgestellten Original-Abfüllbehälter. Von Holzmantelflasche bis zur Holzwollkiste ist auch der Kornversand dargestellt, sagte der Museumsleiter.
Originelles rund um den Nordhäuser Korn findet man im Treppenhaus. So könne man sich beispielsweise Staatsmenüs von Erich Honecker mit Fidel Castro oder Dr. Urho Kekkonen nachkochen, bei denen auch der gute alte Nordhäuser gereicht wurde, so Rennebach. Doch nicht nur der ehemalige DDR-Staatsmann kannte den Korn, auch was Bismarck und Fontane davon hielten, kann man hier erfahren. Es gebe außerdem Karikaturen vom Nordhäuser Künstler Heinz Freudenberg zu sehen, und zu guter letzt sei dann auch noch an einem Märchen belegt, wie der Teufel nach Nordhausen kommt und den Branntwein brennt.
Die Ausstellung ist bis zum 1. Oktober zu sehen und im Rahmen der Kornkulturtage werden viele interessante Veranstaltungen, wie Stadtführungen, Führungen durch die Ausstellung, Vorträge, Buchvorstellungen oder Kurzweiliges rund um den Korn im Altstadt-Museum Flohburg angeboten, wirbt der Museumsleiter abschließend.


