Do, 17:32 Uhr
15.03.2007
Gute Quoten
Nordhausen (nnz). Verbrechern wird’s im Landkreis Nordhausen nicht leicht gemacht. 63,1 Prozent aller Straftaten werden aufgeklärt. Viele Täter gingen der Polizei vergangenes Jahr ins Netz. Zahlreiche Unfälle und die Absicherung der Fußball-WM hielt die Beamten auf Trab.
Der größte Schlag gegen die ständig wiederkehrenden Sachbeschädigungen durch Sprayer gelang der Polizeiinspektion Nordhausen Anfang 2006. Zwei junge Männer wurden auf frischer Tat ertappt. 75 Taten konnten den Schmierfinken nachgewiesen werden. Jetzt kommen Schadenersatzforderungen auf die beiden zu. 45.425 Euro verursachten Graffitischmierereien vergangenes Jahr. 97 Fälle wurden angezeigt. Das ist mehr Provokation als Kunst. Jede weiße Wand zieht Jugendliche förmlich an. Sagte Hartmut Wachtel, Leiter der Polizeiinspektion.
Auch das Verkehrsgeschehen hält die Polizei auf Trab. 2.549 Unfälle mußten bearbeitet werden. Mit 465 Verletzen wurden 63 Personen mehr im Straßenverkehr geschädigt als 2005. Die Zahl der Getöteten lag mit drei deutlich unter dem Vorjahr (2005: 10 Personen). Es ist die geringste Zahl bei Unfällen Verstorbener seit dem Bestehen der Polizeiinspektion. Richtig problematische Unfallschwerpunkte gibt es in Stadt und Landkreis nicht mehr. In Nordhausen verlangen Kreuzungen, selbst wenn sie mit Ampeln geregelt sind, nach wie vor viel vom Autofahrer ab. Vor allem die Ecke Taschenberg/Hallesche Straße ist kompliziert. Nach 45 Unfällen 2005 wurden im vergangenen Jahr hier nur noch zwölf gemeldet. Dafür wurde einiges getan, Grünpflanzen verschnitten, Ampelphasen geändert und die Fahrbahn neu markiert.
Im Landkreis sind die B243 und die B4 Schwerpunkte. Zwischen Nordhausen und Hesserode wurde durch Tempolimits, Überholverbote und neuen Straßenbelag viel erreicht, doch es halten sich nicht alle Autofahrer daran. Zwischen Hain und Steinbrücken verlieren Autofahrer in den Kurven die Kontrolle über ihr Fahrzeug, wenn sie zu schnell unterwegs sind. Besonders im Bereich der Mülldeponie in der langen Kurve knallt es öfter.
78 Einsätze der Polizeiinspektion Nordhausen gingen über das übliche Tagesgeschäft heraus. Dazu gehören die Absicherung von Versammlungen und Demonstrationen, die Durchführung von Razzien, die Absicherung von Fußballspielen und die Absperrung von Straßen, beispielsweise bei der Bombendrohung im Rathaus. Dieser Bereich nimmt zu, wie Hartmut Wachtel sagte. Das liegt nicht nur an der Fußball-WM. Dieses Jahr erwartet die Polizei wegen des Stadtjubiläums einige Straßensperren.
In den Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Nordhausen gehört auch die Suche nach vermißten Kindern und Jugendlichen. 225 wurden 2006 vermißt, 50 mehr als im Vorjahr. 51 waren Kinder unter 14 Jahren. 167 Jugendliche bis 18 liefen von zuhause weg. Die kalte Jahreszeit mögen sie nicht, aber ab April bis in den Oktober entfernen sich monatlich zehn bis 18 Jugendliche von Zuhause. Streß mit den Eltern sind die Hauptgründe. Warum im November 25 Personen dieser Altersgruppe vermißt wurden, weiß Hartmut Wachtel nicht. Wahrscheinlich macht der dunkle Monat die Jugendlichen depressiv. Bei den Heranwachsenden zwischen 18 und 21 wurden nur sieben als vermißt gemeldet. Das liegt daran, daß diese Altersgruppe als erwachsen gilt und hingehen kann wo sie will. Als vermißt gemeldet werden sie nur, wenn jemand sie tatsächlich vermißt. So der Leiter der Polizeiinspektion. Übrigens wurden alle Vermißten entweder von der Polizei aufgegriffen oder kamen von allein wieder nach hause.
Damit die Bürger weiterhin positive Erfahrungen machen mit der Polizei, wird es nach wie vor Fußstreifen im Stadtgebiet und die Bürgersprechstunde geben. Laut Wachtel haben viele Vertrauen in die Arbeit der Polizei und würden sich deshalb als Zeugen melden. Das erkläre unter anderem warum die Aufklärungsquote so hoch ist.
Autor: wfDer größte Schlag gegen die ständig wiederkehrenden Sachbeschädigungen durch Sprayer gelang der Polizeiinspektion Nordhausen Anfang 2006. Zwei junge Männer wurden auf frischer Tat ertappt. 75 Taten konnten den Schmierfinken nachgewiesen werden. Jetzt kommen Schadenersatzforderungen auf die beiden zu. 45.425 Euro verursachten Graffitischmierereien vergangenes Jahr. 97 Fälle wurden angezeigt. Das ist mehr Provokation als Kunst. Jede weiße Wand zieht Jugendliche förmlich an. Sagte Hartmut Wachtel, Leiter der Polizeiinspektion.
Auch das Verkehrsgeschehen hält die Polizei auf Trab. 2.549 Unfälle mußten bearbeitet werden. Mit 465 Verletzen wurden 63 Personen mehr im Straßenverkehr geschädigt als 2005. Die Zahl der Getöteten lag mit drei deutlich unter dem Vorjahr (2005: 10 Personen). Es ist die geringste Zahl bei Unfällen Verstorbener seit dem Bestehen der Polizeiinspektion. Richtig problematische Unfallschwerpunkte gibt es in Stadt und Landkreis nicht mehr. In Nordhausen verlangen Kreuzungen, selbst wenn sie mit Ampeln geregelt sind, nach wie vor viel vom Autofahrer ab. Vor allem die Ecke Taschenberg/Hallesche Straße ist kompliziert. Nach 45 Unfällen 2005 wurden im vergangenen Jahr hier nur noch zwölf gemeldet. Dafür wurde einiges getan, Grünpflanzen verschnitten, Ampelphasen geändert und die Fahrbahn neu markiert.
Im Landkreis sind die B243 und die B4 Schwerpunkte. Zwischen Nordhausen und Hesserode wurde durch Tempolimits, Überholverbote und neuen Straßenbelag viel erreicht, doch es halten sich nicht alle Autofahrer daran. Zwischen Hain und Steinbrücken verlieren Autofahrer in den Kurven die Kontrolle über ihr Fahrzeug, wenn sie zu schnell unterwegs sind. Besonders im Bereich der Mülldeponie in der langen Kurve knallt es öfter.
78 Einsätze der Polizeiinspektion Nordhausen gingen über das übliche Tagesgeschäft heraus. Dazu gehören die Absicherung von Versammlungen und Demonstrationen, die Durchführung von Razzien, die Absicherung von Fußballspielen und die Absperrung von Straßen, beispielsweise bei der Bombendrohung im Rathaus. Dieser Bereich nimmt zu, wie Hartmut Wachtel sagte. Das liegt nicht nur an der Fußball-WM. Dieses Jahr erwartet die Polizei wegen des Stadtjubiläums einige Straßensperren.
In den Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Nordhausen gehört auch die Suche nach vermißten Kindern und Jugendlichen. 225 wurden 2006 vermißt, 50 mehr als im Vorjahr. 51 waren Kinder unter 14 Jahren. 167 Jugendliche bis 18 liefen von zuhause weg. Die kalte Jahreszeit mögen sie nicht, aber ab April bis in den Oktober entfernen sich monatlich zehn bis 18 Jugendliche von Zuhause. Streß mit den Eltern sind die Hauptgründe. Warum im November 25 Personen dieser Altersgruppe vermißt wurden, weiß Hartmut Wachtel nicht. Wahrscheinlich macht der dunkle Monat die Jugendlichen depressiv. Bei den Heranwachsenden zwischen 18 und 21 wurden nur sieben als vermißt gemeldet. Das liegt daran, daß diese Altersgruppe als erwachsen gilt und hingehen kann wo sie will. Als vermißt gemeldet werden sie nur, wenn jemand sie tatsächlich vermißt. So der Leiter der Polizeiinspektion. Übrigens wurden alle Vermißten entweder von der Polizei aufgegriffen oder kamen von allein wieder nach hause.
Damit die Bürger weiterhin positive Erfahrungen machen mit der Polizei, wird es nach wie vor Fußstreifen im Stadtgebiet und die Bürgersprechstunde geben. Laut Wachtel haben viele Vertrauen in die Arbeit der Polizei und würden sich deshalb als Zeugen melden. Das erkläre unter anderem warum die Aufklärungsquote so hoch ist.


