Do, 14:37 Uhr
15.03.2007
Prüfen für den Wandel
Nordhausen (nnz). Keine großen kommunalen Gebäude-Investitionen mehr ohne die vorherige Prüfung auf Energieverbrauch bzw. Energie-Effizienz. Das kündigte jetzt Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke an. Für die 100 größten städtischen Immobilien sollen zudem Energiepässe erstellt werden.
Das Thema Energieeinsparung und Umweltschutz werde damit auf der städtischen Agenda weiter nach oben rücken gleichauf mit dem zweiten wichtigen Thema - dem `demographischen Wandel´. Beide Themen werden zu den entscheidenden Prüfkriterien großer Entscheidungen wie etwa Sanierungen, Um- und Neubauten. Nur so sind wir in der Lage, die knappen Ressourcen sinnvoll, zukunftsfest und damit nachhaltig zu investieren- dazu zwingt uns auch der immer enger werdende finanzielle Spielraum, sagte die Oberbürgermeisterin.
Bis jetzt hat uns diese Finanznot noch zu oft zu halbherzigen Lösungen gedrängt. Das ist angesichts der Umweltgefährdung und der steigenden Energiekosten nun endgültig vorbei, denn Stückwerk wird damit immer teurer als die gute und durchdachte Gesamtlösung. Das bedeutet natürlich auch, dass man bei der Finanzierung solcher Vorhaben sehr phantasievoll sein muss, so Frau Rinke.
Das Thema Energie-Effizienz sei kein neues für die Verwaltung: Bereits seit Beginn der 90-er Jahre setze man bei Stadt auf Energie-Effizienz und alternative Erzeugungsverfahren - zum Beispiel mit der frühzeitigen Entscheidung der EVN für den Bau von Blockheizkraftwerken in Nord, Ost und in der Stadtmitte, mit denen Wärme und Strom gemeinsam erzeugt werden, sagte Frau Rinke. Hinzu komme der verstärkte Einbau von modernen Heizungsanlagen in städtischen Immobilien.
Ich bin froh, dass sich auch die Mitglieder des Nordhäuser Stadtrates aktuell dieses Themas annehmen: So haben sich die Mitglieder des Umweltausschusses auf ihrer jüngsten Sitzung von Professor Viktor Wesselak, der an der FH Regenerative Energietechnik erforscht und lehrt, über die kommunalen Möglichkeiten zur Nutzung und Erzeugung von Energie aus Biomasse informieren lassen. Die dabei aufgezeigten Möglichkeiten haben ein positives Echo gefunden, weil sie auch wirtschaftlich - zum Beispiel für die Landwirte in der Region - äußerst interessant sind. Und mit vielen Ausschussmitgliedern haben wir aufgrund deren privaten bzw. beruflichen Hintergrundes sehr Fachkompetenz zu diesem Thema in den eigenen Reihen, sagte Frau Rinke.
Seitens der Stadtverwaltung werde zum 1. April der Umweltamtsleiter zum Energiebeauftragten berufen - er wird die bereits bestehende Projektgruppe Gebäudeeffizienz leiten. Die vorrangige Aufgabe wird die Erstellung von Energiepässen für die 100 größten städtischen Immobilien sein. Die Fakten zur Erstellung des Passes werden uns klar zeigen: Wieviel Energie wird durch die installierten technischen Anlagen verbraucht? Und: Wieviel Energie wird verbraucht durch den baulichen Zustand des Gebäudes an sich. Damit haben wir belastbare Daten, die uns zeigen, wo durch ineffiziente Anlagen Geld verschwendet und damit zugleich die Umwelt unnötig belastet wird - wo und welche Veränderungen nötig sind, sagte Frau Rinke.
Am Beispiel der Lessing-Schule werde die Notwendigkeit zum Umdenken deutlich: Pro Jahr belaufen sich allein bei diesem Gebäude die Heizkosten auf gewaltige 92.000 Euro. Durch eine intelligente Sanierung bzw. Umbau ist allein hier eine Senkung der Kosten um die Hälfte möglich! Damit wird deutlich, in welchen Dimensionen wir uns in punkto Energie-Einsparung bewegen , so die Oberbürgermeisterin.
Autor: nnzDas Thema Energieeinsparung und Umweltschutz werde damit auf der städtischen Agenda weiter nach oben rücken gleichauf mit dem zweiten wichtigen Thema - dem `demographischen Wandel´. Beide Themen werden zu den entscheidenden Prüfkriterien großer Entscheidungen wie etwa Sanierungen, Um- und Neubauten. Nur so sind wir in der Lage, die knappen Ressourcen sinnvoll, zukunftsfest und damit nachhaltig zu investieren- dazu zwingt uns auch der immer enger werdende finanzielle Spielraum, sagte die Oberbürgermeisterin.
Bis jetzt hat uns diese Finanznot noch zu oft zu halbherzigen Lösungen gedrängt. Das ist angesichts der Umweltgefährdung und der steigenden Energiekosten nun endgültig vorbei, denn Stückwerk wird damit immer teurer als die gute und durchdachte Gesamtlösung. Das bedeutet natürlich auch, dass man bei der Finanzierung solcher Vorhaben sehr phantasievoll sein muss, so Frau Rinke.
Das Thema Energie-Effizienz sei kein neues für die Verwaltung: Bereits seit Beginn der 90-er Jahre setze man bei Stadt auf Energie-Effizienz und alternative Erzeugungsverfahren - zum Beispiel mit der frühzeitigen Entscheidung der EVN für den Bau von Blockheizkraftwerken in Nord, Ost und in der Stadtmitte, mit denen Wärme und Strom gemeinsam erzeugt werden, sagte Frau Rinke. Hinzu komme der verstärkte Einbau von modernen Heizungsanlagen in städtischen Immobilien.
Ich bin froh, dass sich auch die Mitglieder des Nordhäuser Stadtrates aktuell dieses Themas annehmen: So haben sich die Mitglieder des Umweltausschusses auf ihrer jüngsten Sitzung von Professor Viktor Wesselak, der an der FH Regenerative Energietechnik erforscht und lehrt, über die kommunalen Möglichkeiten zur Nutzung und Erzeugung von Energie aus Biomasse informieren lassen. Die dabei aufgezeigten Möglichkeiten haben ein positives Echo gefunden, weil sie auch wirtschaftlich - zum Beispiel für die Landwirte in der Region - äußerst interessant sind. Und mit vielen Ausschussmitgliedern haben wir aufgrund deren privaten bzw. beruflichen Hintergrundes sehr Fachkompetenz zu diesem Thema in den eigenen Reihen, sagte Frau Rinke.
Seitens der Stadtverwaltung werde zum 1. April der Umweltamtsleiter zum Energiebeauftragten berufen - er wird die bereits bestehende Projektgruppe Gebäudeeffizienz leiten. Die vorrangige Aufgabe wird die Erstellung von Energiepässen für die 100 größten städtischen Immobilien sein. Die Fakten zur Erstellung des Passes werden uns klar zeigen: Wieviel Energie wird durch die installierten technischen Anlagen verbraucht? Und: Wieviel Energie wird verbraucht durch den baulichen Zustand des Gebäudes an sich. Damit haben wir belastbare Daten, die uns zeigen, wo durch ineffiziente Anlagen Geld verschwendet und damit zugleich die Umwelt unnötig belastet wird - wo und welche Veränderungen nötig sind, sagte Frau Rinke.
Am Beispiel der Lessing-Schule werde die Notwendigkeit zum Umdenken deutlich: Pro Jahr belaufen sich allein bei diesem Gebäude die Heizkosten auf gewaltige 92.000 Euro. Durch eine intelligente Sanierung bzw. Umbau ist allein hier eine Senkung der Kosten um die Hälfte möglich! Damit wird deutlich, in welchen Dimensionen wir uns in punkto Energie-Einsparung bewegen , so die Oberbürgermeisterin.


