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Mi, 18:42 Uhr
14.03.2007

Immer wieder die Jugend

Nordhausen (nnz). 130 Unfälle weniger vermeldet die Polizeidirektion Nordhausen für 2006. Doch an den grundsätzlichen Problemen hat sich nichts geändert. Raserei, Alkoholkonsum und die Jungen Fahrer sind nach wie vor die Hauptunfallquellen.

Da war es zu spät (Foto: Wiethoff) Da war es zu spät (Foto: Wiethoff)

Erstmals konnte Polizeidirektor Uwe Köppen weniger als 10.000 Unfälle im Bereich der Polizeidirektion Nordhausen präsentieren. 2006 ereigneten sich 9.957 Unfälle. 39 Personen wurden im Straßenverkehr getötet, zwei weniger als 2005. Auf 100.000 Einwohner kam eine Unfallhäufigkeit von 2.452. Damit nimmt Nordhausen den dritten Platz nach den Polizeidirektionen Suhl und Gera ein.

Die Ursachen für Unfälle sind die selben wie in den vergangenen Jahren. 606 geschahen durch nicht angepaßte oder zu hohe Geschwindigkeit, 15,36 Prozent weniger als 2005. Dabei sind alle Altersgruppen mitgerechnet, denn bei den jungen Autofahrern zwischen 18 und 25 Jahren sieht es ganz anders aus. In 50,1 Prozent aller Unfälle mit Personenschäden war die Geschwindigkeit die Ursache, eine Steigerung von 5,1 Prozent. Während in der Gesamtstatistik die Zahl der Alkoholfahrten um 5,3 Prozent auf 250 Unfälle sank, stieg sie im Bereich der Jugendlichen von 32,8 auf 37,8 Prozent. Neben dem Alkohol spielen bei den Jungen Fahrern auch illegale Drogen eine nicht unerhebliche Rolle. Dagegen möchte die Polizei in Zusammenarbeit mit der Kreisverkehrswacht in diesem Jahr gezielt vorgehen. Durch hohe Strafen und starke Präsenz der Polizei sollen Raser und berauschte Fahrer umerzogen werden.

Im Bereich der Polizeiinspektion Nordhausen ereigneten sich 2.630 Unfälle, davon 81 auf der Autobahn 38. Hans-Jürgen Aksteiner, Leiter der Verkehrspolizei, ist sich sicher, daß durch die Verkehrsfreigaben weiterer Teilstücke im vergangenen Jahr die Zahl der Unfälle zunehmen wird. 364 Personen wurden auf den Straßen des Landkreises verletzt, das sind 10,6 Prozent mehr als 2005. Drei Personen kamen ums Leben, 66,7 Prozent weniger. Davon entfallen 13 Unfälle mit Verletzen auf die A38, getötet wurde niemand.

Die Zahl der getöteten oder verletzten Autofahrer sinkt von Jahr zu Jahr. Verunglückten 2003 noch 1.532 Personen im Bereich der Polizeidirektion, waren es 2006 nur noch 1.181. Die Zahl der Verunfallten Radfahrer, Fußgänger, Motorrad- und Mopedfahrer blieb über die Jahre nahezu konstant. Das liegt daran, daß diese Verkehrsteilnehmer keinen Seitenaufprallschutz haben und die Knautschzone aus Knie oder Kopf besteht. In den Autos hingegen sorgen immer bessere elektronische Hilfsmittel wie ABS und ESP, sowie verbesserte passive Schutzmöglichkeiten für die rückläufige Entwicklung.

Am gefährlichsten ist es auf unseren Straßen zwischen 15.00 und 18.00 Uhr. 498 Verletzte und neun Getötete entfielen auf diese drei Stunden. Zwischen 0.00 und 3.00 Uhr passiert statistisch gesehen am wenigsten, 61 Verletzte und drei Getötete zeigt die Statistik. Dennoch ist das keine sichere Zeit zum Autofahren, zumindest nicht Sonnabend und Sonntag. Mehr als doppelt so viele Alkoholunfälle geschehen an diesen beiden Tagen (67 und 69 Unfälle gegenüber 23 am Dienstag). Und die meisten passieren zwischen 21.00 und 3.00 Uhr. Der gefährlichste Wochentag war der Freitag mit 275 Unfällen und 320 Verletzten. Im Juli zur Ferienzeit und beim Schmuddelwetter im November geschahen jeweils 888 Unfälle. Das sind die beiden Monate, wo am meisten passierte.

Die Polizei hat sich vorgenommen das Unfallgeschehen positiv zu beeinflussen und gegen Raser und Betrunkene vorzugehen Das erhöht nicht nur die Sicherheit im Straßenverkehr für uns alle, sondern freut auch die Staatskasse. Die Zahl der Bußgeldverfahren stieg nämlich seit 2004 kontinuierlich an.
Autor: wf

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