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Mi, 11:15 Uhr
30.01.2002

Thüringer Industrie schwächelt weiter

Nordhausen (nnz). Geringere Inlandsumsätze ließen den Gesamtumsatz der Thüringer Industriebetriebe im November 2001 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat sinken. Die Beschäftigtenzahl und der Auslandsumsatz lagen dagegen über dem Vorjahresergebnis.


Die Thüringer Industriebetriebe erzielten nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im November 2001 einen Umsatz in Höhe von 1,9 Milliarden EUR (3,7 Millionen DM). Das waren rund 1,0 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahresmonat. In den neuen Bundesländern wurden im November 9,2 Milliarden EUR (18,1 Millionen DM) Umsatz erzielt. Damit wurde das Ergebnis vom November 2000 um 0,9 Prozent unterschritten. Im Vergleich dazu liegt das vorläufige Ergebnis für Deutschland mit 117,3 Milliarden EUR (229,5 Millionen DM) um 3,2 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Der Auslandsumsatz erreichte in Thüringen im November 2001 ein Volumen von 487 Millionen EUR (953 Millionen DM). Das waren 2,3 Prozent mehr als im November 2000. In den neuen Bundesländern wurden im November 2,2 Milliarden EUR (4,2 Millionen DM) Auslandsumsatz erzielt und damit 1,9 Prozent mehr als im November 2000. Das Auslandsergebnis Deutschlands fiel mit 43,5 Milliarden EUR (85,1 Millionen DM) um 2,7 Prozent niedriger aus als im November 2000. Die Thüringer Exportquote (Anteil des Auslandsumsatzes am Umsatz) lag im November mit 25,7 Prozent über dem Durchschnitt der neuen Bundesländer (23,3 Prozent) und unter dem Deutschlands mit 37,1 Prozent.

In den Thüringer Industriebetrieben waren Ende November 2001 mit rund 140 Tausend Personen 2,2 Prozent mehr Personen beschäftigt als im November 2000. Während in den neuen Bundesländern die Beschäftigtenzahl um 1,5 Prozent auf ca. 632 Tausend Personen stieg, ging sie in Deutschland um 0,7 Prozent auf 6,4 Millionen Personen zurück. Im November dieses Jahres wurden fast 15 Millionen Arbeiterstunden in den Thüringer Industriebetrieben geleistet. Das waren 1,4 Prozent weniger als im November 2000. Eine ähnliche Entwicklung gab es in den neuen Bundesländern und in Deutschland. Hier sank die Anzahl der geleisteten Arbeiterstunden um 1,0 bzw. 4,3 Prozent auf rund 65 bzw. 537 Millionen Stunden.


Von Januar bis November 2001 lag die Umsatzentwicklung der Thüringer Industriebetriebe leicht über dem bundesdeutschen Ergebnis, jedoch recht deutlich unter dem der neuen Bundesländer. Eine ähnliche Entwicklung gab es beim Auslandsumsatz. Nur fiel hier die Steigerungsrate in den neuen Bundesländern mehr als doppelt so hoch wie in Thüringen aus. Beim Beschäftigtenzuwachs hatte Thüringen im Durchschnitt der ersten elf Monate dieses Jahres die Nase vorn. Es folgten die neuen Bundesländer vor Deutschland. Auch bei den geleisteten Arbeiterstunden erzielte Thüringen den höchsten Wert. Mit etwas geringerem Wachstum folgten die neuen Bundesländer. Das Ergebnis für Deutschland lag unter dem Wert der ersten elf Monate 2000.
Autor: nnz

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