Mo, 19:52 Uhr
05.03.2007
Grundsätzlich gepullert
Nordhausen (nnz). Eigentlich ging es nur um 17.000 Euro für die Sanierung der Toilettenanlagen der Sollstedter Schule. Im Kreisausschuss mutierte das jedoch zu einer Grundsatzdiskussion zum Sollstedter Standort überhaupt...
Es war Egon Primas (CDU), dem Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion, schon beim ersten Statement anzumerken, dass er eine Diskussion vom Zaume brechen wollte. In Sollstedt gebe es eine riesiges Gebäude, von dem niemand wissen, was es an Betriebskosten bringen werde. Hingegen gebe es in Niedergebra eine vernünftige Struktur, die einer Grundschule gerecht werde: Abgelegen von der Bundesstraße, ein vorhandener Sportplatz, eine Turnhalle und ein Schulgarten, einfach eine Super-Schule.
Klaus-Dieter Drick (FDP) erinnerte aus seiner Sicht auch an das Instandekommen der Sanierung der Sollstedter Turnhalle. Hier sei Lobbyismus pur durchgedrückt worden – frei nach dem Motto: Entscheidungen mussten her. Jetzt könnten die Grundschüler nicht mal in die WC-Becken pinkeln, weil die für die größeren Regelschüler gebaut wurden.
Dagmar Becker (SPD) erinnerte in der Diskussion daran, dass es zur Sollstedter Grundschule einen Kreistagsbeschluß gebe und man nicht alles in Frage stellen dürfe, was einmal beschlossen wurde. Das wiederum wollte Egon Primas nicht so stehen lassen und machte den Druck auf die Kreistagsmitglieder deutlich, wenn hinten viele Leute sitzen. Primas erinnerte daran, dass die Schule in Niedergebra einst auf der Einkaufsliste des Nordhäuser Jugendsozialwerks stand, dann habe sich der Verein zurückgezogen. Und übrigens: Die Schule sei richtig gut für die kleinen Kinder, aber eben nicht für die Lobbyisten.
Das wollte Rainer Bachmann (Linkspartei.PDS) nicht so stehen lassen. Er könne sich nicht vorstellen, dass der Kreistag einst im Sinne von irgendwelchen Lobbyisten die Schulnetzplanung und damit die Zukunft des Sollstedter Schulgebäudes beschlossen hätte. Und Klaus-Dieter Drick, der Schulleiter in Bleicherode, wollte gar beide Schulstandorte erhalten und verwies auf die künftigen Zahlen der Einschulungen.
Jetzt wird erst einmal die Toilettenanlage im Sollstedter Schulgebäude saniert, damit die Kleinen auch richtig pullern können. Und in so fern schaffte der heutige Beschluß die Voraussetzung für ein wenig Erleichterung.
Autor: nnzEs war Egon Primas (CDU), dem Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion, schon beim ersten Statement anzumerken, dass er eine Diskussion vom Zaume brechen wollte. In Sollstedt gebe es eine riesiges Gebäude, von dem niemand wissen, was es an Betriebskosten bringen werde. Hingegen gebe es in Niedergebra eine vernünftige Struktur, die einer Grundschule gerecht werde: Abgelegen von der Bundesstraße, ein vorhandener Sportplatz, eine Turnhalle und ein Schulgarten, einfach eine Super-Schule.
Klaus-Dieter Drick (FDP) erinnerte aus seiner Sicht auch an das Instandekommen der Sanierung der Sollstedter Turnhalle. Hier sei Lobbyismus pur durchgedrückt worden – frei nach dem Motto: Entscheidungen mussten her. Jetzt könnten die Grundschüler nicht mal in die WC-Becken pinkeln, weil die für die größeren Regelschüler gebaut wurden.
Dagmar Becker (SPD) erinnerte in der Diskussion daran, dass es zur Sollstedter Grundschule einen Kreistagsbeschluß gebe und man nicht alles in Frage stellen dürfe, was einmal beschlossen wurde. Das wiederum wollte Egon Primas nicht so stehen lassen und machte den Druck auf die Kreistagsmitglieder deutlich, wenn hinten viele Leute sitzen. Primas erinnerte daran, dass die Schule in Niedergebra einst auf der Einkaufsliste des Nordhäuser Jugendsozialwerks stand, dann habe sich der Verein zurückgezogen. Und übrigens: Die Schule sei richtig gut für die kleinen Kinder, aber eben nicht für die Lobbyisten.
Das wollte Rainer Bachmann (Linkspartei.PDS) nicht so stehen lassen. Er könne sich nicht vorstellen, dass der Kreistag einst im Sinne von irgendwelchen Lobbyisten die Schulnetzplanung und damit die Zukunft des Sollstedter Schulgebäudes beschlossen hätte. Und Klaus-Dieter Drick, der Schulleiter in Bleicherode, wollte gar beide Schulstandorte erhalten und verwies auf die künftigen Zahlen der Einschulungen.
Jetzt wird erst einmal die Toilettenanlage im Sollstedter Schulgebäude saniert, damit die Kleinen auch richtig pullern können. Und in so fern schaffte der heutige Beschluß die Voraussetzung für ein wenig Erleichterung.


