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Fr, 17:52 Uhr
02.03.2007

nnz-Forum: Gewissen und Unwissen

Nordhausen (nnz). Der Sturm Kyrill hat sein Opfer gefordert. Kaum ein Spaziergänger und Bewohner des Südharzes, der dies nicht augenscheinlich wahrgenommen hat. Doch fragt sich so mancher Betrachter der Naturkatastrophe, was eigentlich schlimmer ist.


Die derzeitige Bewirtschaftung unserer Wälder durch das Forstamt Bleicherode oder die Naturkatastrophen einschließlich der klimatischen Veränderungen, die über uns hereinbrechen. Natürlich muss darauf reagiert werden, der Wald von den Schäden beräumt werden. Wenn allerdings angesichts der Auswirkungen einem versierten Forstamtsleiter auch die Schadensfreude ins Gesicht geschrieben steht, so wie der Presse zu vernehmen, dann frage ich mich schon, ob dieser Mann nicht fehl am Platze ist. Der Wald ist nicht vornehmlich dazu da, die Thüringer Landeskasse aufzubessern und sein eigenes Ego zu befriedigen. Denn einiges dessen, was der im Südharz noch glimpflich verlaufende Sturm da niedergeworfen hat, war einfach „hausgemacht“. Von nachhaltiger Bewirtschaftung der Wälder wird da gesprochen. Doch dieses Grundanliegen der geregelten Forstwirtschaft wird hier seit Jahren mit Füßen getreten.

Da werden regelrechte Kahlschläge provoziert, Altbuchen ohne Rücksicht auf ihre Wirkung als notwendiger Schattenwurf und zur Reproduktion so weit gelichtet, dass ihre Funktion nicht erfüllbar ist. Der Harvester schlägt Schneisen, deren Breite und Abstände jenseits einer vernünftigen Bewirtschaftung liegen. Man wähnt sich nicht mehr im Wald, sondern am Rande des Zubringers für eine neue Autobahntrasse.

Der Begriff Nachhaltigkeit kommt nicht ohne Grund aus der Forstwirtschaft. Was heute gepflanzt wird, kann oftmals erst von kommenden Generationen geerntet werden. Das Nordthüringer Forstamt betreibt derzeitig unter Leitung des amtierenden Forstamtsleiters eine Politik gegen alle forstwirtschaftlichen Grundsätze. Bereits die jetzt lebende Generation wird die Auswirkungen spüren, die im übrigen auch wirtschaftliche Folgen nach sich zieht.
Doris Apel,Großwechsungen
Autor: nnz

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