Di, 18:21 Uhr
27.02.2007
Alles bekannt
Nordhausen (nnz). Schon mehrfach ist im Kreistag über die Zukunft der Schwimmhalle in Sollstedt diskutiert worden. Schon zum zweiten Mal stand dazu ein Beschluß auf der Tagesordnung der Sitzung. Doch erstens kommt es bei der Einrichtung anders, und zweitens als man denkt...
Eigentlich sollte zum einen über die Einstellung der Zuschusszahlungen durch den Landkreis und zum anderen zur Rückübertragung der Halle in das Eigentum der Gemeinde Sollstedt entschieden werden. Doch Landrat Joachim Claus (CDU) als Einreicher der Vorlagen, sah diese lediglich als Aufhänger für eine Diskussion. Und die verlief wie immer. Der Landrat bemühte zunächst die politische Historie der Schwimmhalle, verwies auf technische Unzulänglichkeiten und war sich zum Schluß seiner Ausführungen nicht mehr ganz sicher, ob das Dach noch hält.
Prima fand Egon Primas die Richtung dieser angelaufenen Diskussion, schließlich sei die Sollstedter Einrichtung ja fest im Landkreis integriert und besonders für das Schulschwimmen prädestiniert. Im vergangenen Jahr habe er versucht, alle Bürgermeister, in deren Hoheitsgebiet sich eine Schwimmbad befinde, an einen Tisch zu bekommen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Das muss damals nicht sehr fruchtbar gewesen sein, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende zwar nicht, deutete es aber an: Er werde noch einmal eine solche Runde initiieren, denn es wäre furchtbar, wenn es die Schwimmhalle nicht mehr gebe.
Noch furchtbarer wäre der Verlust der Einrichtung für Dr. Horst Kox von den Bündnisgrünen. Auch hier war der Verlauf seines Grundsatzstatements erkennbar. Kox erläuterte dem Auditorium, dem er eine gewisse Ahnungslosigkeit unterstellte, die Funktionen der Schwimmhalle – vom Kindergartenschwimmen bis hin zur Seniorenrehabilitation. Die Halle sei eines von drei Alleinstellungsmerkmalen des westlichen Landkreises, Unternehmen der Region würden sich deren Erhalt wünschen und schlussendlich könnte die Schließung rechtsradikale Tendenzen bestärken. Und überhaupt: Von ihm befragte Schüler wunderten sich sehr, warum für den Erhalt der Schwimmhalle keine Fähnchen an die Autos gesteckt und Kundgebungen organisiert worden waren, wie es im vergangenen Jahr für das Nordhäuser Theater geschehen sei.
Und es gleicht sich noch mehr bei dieser Art von Redeabfolgen. Murmeln, Grummeln und Zwischenrufe im Kreistag. Da kommt Klaus-Dieter Drick (FDP) ins Spiel, diesmal mit einem Antrag zur Geschäftsordnung: Er beantragt das Ende der Diskussion, denn solch eine Märchenstunde wie von Dr. Horst Kox abgehalten, die könne er nicht mehr ertragen.
Reden durften trotzdem noch Birgit Keller (Linkspartei), die eine straffe Zeitschiene für weitere Beratungen forderte, und ein sichtlich zufriedener Jürgen Hohberg, der sich in Richtung Service GmbH bedankte und sich wünschte, dass die Gemeinde Sollstedt (also er) in die Beratungen mit einbezogen werde. Einstimmig wurden die beiden Beschlussvorlagen in die Ausschüsse verwiesen. Anderen sprechen auch von einem weiteren Aussitzen...
Autor: nnzEigentlich sollte zum einen über die Einstellung der Zuschusszahlungen durch den Landkreis und zum anderen zur Rückübertragung der Halle in das Eigentum der Gemeinde Sollstedt entschieden werden. Doch Landrat Joachim Claus (CDU) als Einreicher der Vorlagen, sah diese lediglich als Aufhänger für eine Diskussion. Und die verlief wie immer. Der Landrat bemühte zunächst die politische Historie der Schwimmhalle, verwies auf technische Unzulänglichkeiten und war sich zum Schluß seiner Ausführungen nicht mehr ganz sicher, ob das Dach noch hält.
Prima fand Egon Primas die Richtung dieser angelaufenen Diskussion, schließlich sei die Sollstedter Einrichtung ja fest im Landkreis integriert und besonders für das Schulschwimmen prädestiniert. Im vergangenen Jahr habe er versucht, alle Bürgermeister, in deren Hoheitsgebiet sich eine Schwimmbad befinde, an einen Tisch zu bekommen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Das muss damals nicht sehr fruchtbar gewesen sein, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende zwar nicht, deutete es aber an: Er werde noch einmal eine solche Runde initiieren, denn es wäre furchtbar, wenn es die Schwimmhalle nicht mehr gebe.
Noch furchtbarer wäre der Verlust der Einrichtung für Dr. Horst Kox von den Bündnisgrünen. Auch hier war der Verlauf seines Grundsatzstatements erkennbar. Kox erläuterte dem Auditorium, dem er eine gewisse Ahnungslosigkeit unterstellte, die Funktionen der Schwimmhalle – vom Kindergartenschwimmen bis hin zur Seniorenrehabilitation. Die Halle sei eines von drei Alleinstellungsmerkmalen des westlichen Landkreises, Unternehmen der Region würden sich deren Erhalt wünschen und schlussendlich könnte die Schließung rechtsradikale Tendenzen bestärken. Und überhaupt: Von ihm befragte Schüler wunderten sich sehr, warum für den Erhalt der Schwimmhalle keine Fähnchen an die Autos gesteckt und Kundgebungen organisiert worden waren, wie es im vergangenen Jahr für das Nordhäuser Theater geschehen sei.
Und es gleicht sich noch mehr bei dieser Art von Redeabfolgen. Murmeln, Grummeln und Zwischenrufe im Kreistag. Da kommt Klaus-Dieter Drick (FDP) ins Spiel, diesmal mit einem Antrag zur Geschäftsordnung: Er beantragt das Ende der Diskussion, denn solch eine Märchenstunde wie von Dr. Horst Kox abgehalten, die könne er nicht mehr ertragen.
Reden durften trotzdem noch Birgit Keller (Linkspartei), die eine straffe Zeitschiene für weitere Beratungen forderte, und ein sichtlich zufriedener Jürgen Hohberg, der sich in Richtung Service GmbH bedankte und sich wünschte, dass die Gemeinde Sollstedt (also er) in die Beratungen mit einbezogen werde. Einstimmig wurden die beiden Beschlussvorlagen in die Ausschüsse verwiesen. Anderen sprechen auch von einem weiteren Aussitzen...

