Di, 08:03 Uhr
29.01.2002
nnz-Rückspiegel: 29. Januar 2001
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden. Heute:
Beitragschaos, UAN und Namenssuche
Nordhäuser SPD: Droht das Beitragschaos?
Gravierende Konsequenzen für Grundstückseigentümer kann ein Urteil des Oberverwaltungsgerichtes (OVG) von Thüringen haben. Vor allem, wenn man ein großes und besonders tiefes Grundstück besitzt. Darauf machte jetzt die SPD-Stadtratsfraktion aufmerksam. Das OVG hat bereits am 18. Dezember letzten Jahres ein Grundsatzurteil zur sogenannten Tiefenbegrenzung gesprochen und die bisherige Thüringer Praxis für rechtswidrig erklärt. Wie in fast allen Thüringer Gemeinden, so findet man auch in den verschiedenen Satzungen zur Beitragserhebung der Stadt Nordhausen eine Grenze (35 Meter Tiefe) zur Umlage von Beiträgen wie für Straßenausbau, Abwasser oder Trinkwasser. Als Argument für diese Tiefenbegrenzung wurde angeführt, das sich nur der vordere Teil eines Grundstückes zur Bebauung eignet und auch nur von dieser bebauten Fläche z.B. Abwasser anfällt. Dies hat das Gericht nun mit dem Verweis auf das Gleichheitsgebot verworfen, allerdings steht die genaue textliche Begründung des Urteils noch aus. "Wenn dies so kommt, dann wäre es für die Besitzer großer Grundstücke eine Katastrophe. Ich hielt die bisherige Regelung für sozial und für vernünftig. Wenn jetzt jeder Quadratmeter Gartenland mit Beiträgen belegt werden soll, dann ist dies Schwachsinn", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Jendricke. Ausführlich im nnz-Archiv
Landratsamt unterstützt ehemalige Zwangsarbeiter
Nicht nur Unternehmen des Landkreises Nordhausen wie die Schmidt, Kranz & Co. Gruppe beteiligen sich an der Unterstützung für ehemalige NS-Zwangsarbeiter (nnz berichtete), auch das Landratsamt Nordhausen unterstützt Zwangsarbeiter. Hier vor allem bei der Benutzung des kreislichen Archivs. So wurde ein sogenanntes Findbuch erstellt, welches alle in den Beständen des Archivs vorhandenen Akten, in denen Unterlagen über Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene enthalten sind, zusammengefaßt und nach Gemeinden geordnet wiedergibt. Dadurch war und ist eine sehr kurzfristige Bearbeitung der eingehenden Anfragen möglich. Bislang gab es 101 solcher Anfragen.
Unterschiedliches Interesse an Gipsabbau im Landtag
Vertreter des Arbeitskreises Gipskarst waren in der vergangenen Woche Gast der Plenarsitzung des Thüringer Landtages. Am Rande der Sitzung hatte sie die Gelegenheit, mit Abgeordneten über den bevorstehenden Gipsabbau in der Rüdigsdorfer Schweiz zu sprechen und ihre Bedenken gegen einen weiteren Rohstoffabbau vorzubringen. Hierbei wurde erneut die Notwendigkeit der Einleitung eines Raumordnungsverfahrens (ROV) für die Bereiche Winkelberg und Himmelsberg unterstrichen. Grundlage dieser Forderung seien Abweichungen vom Regionalen Raumordnungsplan (RROP). Mitglieder des Umweltausschusses des Thüringer Landtages schlugen während der Gespräche vor, einer den nächsten Sitzungen in Niedersachswerfen abzuhalten. Ausführlich im nnz-Archiv
UAN-Hauptsitz in Nordhausen oder Leinefelde?
Wo befindet sich derzeit die Hauptstelle der Umweltakademie Nordthüringen (UAN)? Glaubt man einer Pressemitteilung der UAN, dann sei die Einrichtung lediglich innerhalb von Nordhausen umgezogen. Vom BIC Nordthüringen ins Landratsamt an die Behringstraße. Schlägt man die Thüringische Landeszeitung (TLZ) in der vergangenen Woche auf (26.1.), dann wird dort der Hauptsitz der UAN in Leinefelde verkündet. So verworren diese Mitteilungen auch sind, so kurios mutet das Verwirrspiel hinsichtlich des Umzuges an. Letztlich, das steht für einige Mitarbeiter schon jetzt fest, ist doch die Presse daran schuld, daß die Umweltakademie, vor allem aber die Mitarbeiter, nicht zur Ruhe kommen... Ausführlich im nnz-Archiv
Auf der Suche nach den Wurzeln der Greiners
Für ausgefallene Ideen und wohl schmeckenden Honig war er schon immer gut: Werner Greiner aus Nordhausen. Nach dem Kampf gegen Gebühren und Beiträge hat er sich jetzt der Ahnenforschung verschrieben. Werner Greiner will wissen, woher seine Vorfahren kommen? Dazu soll unter anderem ein Treffen der Greiners aus Deutschland in Nordhausen Aufschluß geben. Erste Kontakte hat der pensionierte Lehrer und Imker bereits aufgenommen. Und da führte ihn die Spur nach Lauscha. Dort interessiert sich ein Glasbläser besonders intensiv mit der Ahnenforschung. Gegenwärtig wird eine erster Vortrag vorbereitet. In den kommenden Wochen sollen Arbeitsgruppen gebildet werden, so kompliziert gestaltet sich schon jetzt die Suche nach den Wurzeln der Greinenden. Fest steht bereits jetzt, daß der erste Greiner in Thüringen aus dem Schwarzwald kam. Der hatte sieben Söhne und er selbst beschäftigte sich mit der Porzellanmanufaktur, die später in die Bearbeitung von Glas überging. Wie Werner Greiner der nnz sagte, würden allein in Thüringen 2.000 Menschen den Familiennamen tragen. Ob die allerdings alle im Herbst dieses Jahres oder im Frühjahr 2002 nach Nordhausen kommen, ist noch fraglich.
Autor: nnzBeitragschaos, UAN und Namenssuche
Nordhäuser SPD: Droht das Beitragschaos?
Gravierende Konsequenzen für Grundstückseigentümer kann ein Urteil des Oberverwaltungsgerichtes (OVG) von Thüringen haben. Vor allem, wenn man ein großes und besonders tiefes Grundstück besitzt. Darauf machte jetzt die SPD-Stadtratsfraktion aufmerksam. Das OVG hat bereits am 18. Dezember letzten Jahres ein Grundsatzurteil zur sogenannten Tiefenbegrenzung gesprochen und die bisherige Thüringer Praxis für rechtswidrig erklärt. Wie in fast allen Thüringer Gemeinden, so findet man auch in den verschiedenen Satzungen zur Beitragserhebung der Stadt Nordhausen eine Grenze (35 Meter Tiefe) zur Umlage von Beiträgen wie für Straßenausbau, Abwasser oder Trinkwasser. Als Argument für diese Tiefenbegrenzung wurde angeführt, das sich nur der vordere Teil eines Grundstückes zur Bebauung eignet und auch nur von dieser bebauten Fläche z.B. Abwasser anfällt. Dies hat das Gericht nun mit dem Verweis auf das Gleichheitsgebot verworfen, allerdings steht die genaue textliche Begründung des Urteils noch aus. "Wenn dies so kommt, dann wäre es für die Besitzer großer Grundstücke eine Katastrophe. Ich hielt die bisherige Regelung für sozial und für vernünftig. Wenn jetzt jeder Quadratmeter Gartenland mit Beiträgen belegt werden soll, dann ist dies Schwachsinn", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Jendricke. Ausführlich im nnz-Archiv
Landratsamt unterstützt ehemalige Zwangsarbeiter
Nicht nur Unternehmen des Landkreises Nordhausen wie die Schmidt, Kranz & Co. Gruppe beteiligen sich an der Unterstützung für ehemalige NS-Zwangsarbeiter (nnz berichtete), auch das Landratsamt Nordhausen unterstützt Zwangsarbeiter. Hier vor allem bei der Benutzung des kreislichen Archivs. So wurde ein sogenanntes Findbuch erstellt, welches alle in den Beständen des Archivs vorhandenen Akten, in denen Unterlagen über Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene enthalten sind, zusammengefaßt und nach Gemeinden geordnet wiedergibt. Dadurch war und ist eine sehr kurzfristige Bearbeitung der eingehenden Anfragen möglich. Bislang gab es 101 solcher Anfragen.
Unterschiedliches Interesse an Gipsabbau im Landtag
Vertreter des Arbeitskreises Gipskarst waren in der vergangenen Woche Gast der Plenarsitzung des Thüringer Landtages. Am Rande der Sitzung hatte sie die Gelegenheit, mit Abgeordneten über den bevorstehenden Gipsabbau in der Rüdigsdorfer Schweiz zu sprechen und ihre Bedenken gegen einen weiteren Rohstoffabbau vorzubringen. Hierbei wurde erneut die Notwendigkeit der Einleitung eines Raumordnungsverfahrens (ROV) für die Bereiche Winkelberg und Himmelsberg unterstrichen. Grundlage dieser Forderung seien Abweichungen vom Regionalen Raumordnungsplan (RROP). Mitglieder des Umweltausschusses des Thüringer Landtages schlugen während der Gespräche vor, einer den nächsten Sitzungen in Niedersachswerfen abzuhalten. Ausführlich im nnz-Archiv
UAN-Hauptsitz in Nordhausen oder Leinefelde?
Wo befindet sich derzeit die Hauptstelle der Umweltakademie Nordthüringen (UAN)? Glaubt man einer Pressemitteilung der UAN, dann sei die Einrichtung lediglich innerhalb von Nordhausen umgezogen. Vom BIC Nordthüringen ins Landratsamt an die Behringstraße. Schlägt man die Thüringische Landeszeitung (TLZ) in der vergangenen Woche auf (26.1.), dann wird dort der Hauptsitz der UAN in Leinefelde verkündet. So verworren diese Mitteilungen auch sind, so kurios mutet das Verwirrspiel hinsichtlich des Umzuges an. Letztlich, das steht für einige Mitarbeiter schon jetzt fest, ist doch die Presse daran schuld, daß die Umweltakademie, vor allem aber die Mitarbeiter, nicht zur Ruhe kommen... Ausführlich im nnz-Archiv
Auf der Suche nach den Wurzeln der Greiners
Für ausgefallene Ideen und wohl schmeckenden Honig war er schon immer gut: Werner Greiner aus Nordhausen. Nach dem Kampf gegen Gebühren und Beiträge hat er sich jetzt der Ahnenforschung verschrieben. Werner Greiner will wissen, woher seine Vorfahren kommen? Dazu soll unter anderem ein Treffen der Greiners aus Deutschland in Nordhausen Aufschluß geben. Erste Kontakte hat der pensionierte Lehrer und Imker bereits aufgenommen. Und da führte ihn die Spur nach Lauscha. Dort interessiert sich ein Glasbläser besonders intensiv mit der Ahnenforschung. Gegenwärtig wird eine erster Vortrag vorbereitet. In den kommenden Wochen sollen Arbeitsgruppen gebildet werden, so kompliziert gestaltet sich schon jetzt die Suche nach den Wurzeln der Greinenden. Fest steht bereits jetzt, daß der erste Greiner in Thüringen aus dem Schwarzwald kam. Der hatte sieben Söhne und er selbst beschäftigte sich mit der Porzellanmanufaktur, die später in die Bearbeitung von Glas überging. Wie Werner Greiner der nnz sagte, würden allein in Thüringen 2.000 Menschen den Familiennamen tragen. Ob die allerdings alle im Herbst dieses Jahres oder im Frühjahr 2002 nach Nordhausen kommen, ist noch fraglich.

