Di, 12:22 Uhr
27.02.2007
Wie Zuhause
Nordhausen (nnz). Das Südharz-Krankenhaus in Nordhausen ist eine Einrichtung, die eigentlich keine Ruhe kennt. 24 Stunden, 365 Tage sind die Mitarbeiter für die Patienten zur Stelle. Auch die Krankenhausküche macht da keine Ausnahme. Die nnz mit einem Blick hinter die Kulissen.
Die 62 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen viele auch in Teilzeit arbeiten kümmern sich tagtäglich von 5 Uhr bis 21 Uhr nicht nur um das kulinarische Wohl der Patienten, sondern auch um die Versorgung der vielen Mitarbeiter der medizinischen Einrichtung.
Für rund 1.000 Patienten und Heimbewohner werden täglich drei Mahlzeiten zubereitet, hinzukommen 150 Frühstücksportionen und 600 Mittagessen für das Personal. Renate Hahn, die Küchenleiterin, ist mit ihrem Team nicht nur zuständig für die schmackhaften Mahlzeiten, sie trägt unter anderem auch Verantwortung für den Einkauf der Zutaten. Lebensmittel im Wert von etwa 1,6 Millionen Euro werden jährlich im Südharz-Krankenhaus angeliefert und verarbeitet. Neben der Ausbildung zum Koch hat sie sich zum Betriebswirt qualifiziert.
Eigentlich aber, so Renate Hahn, ist es wie Zuhause, nur in anderen Dimensionen. Wir verarbeiten täglich ca. 200 Liter Milch, bis zu 180 kg Fleisch oder 160 kg Kartoffeln. Dazu steht dem Küchenpersonal modernste Technik zur Verfügung. Wie Zuhause, nur ein wenig größer: Das Fassungsvermögen der Kessel beträgt zwischen 50 und 300 Liter. Wichtig für Renate Hahn ist die kontinuierliche Qualitätskontrolle – vom Wareneingang bis zur Auslieferung auf die Stationen des Hauses. Das strenge Lebensmittelrecht der Europäischen Union ist der harte Maßstab für die Arbeit.
Seit nunmehr fast sechs Jahren gibt es im Nordhäuser Südharz-Krankenhaus die Menüwunscherfassung. Beim Frühstück und Abendessen können die Patienten die verschiedensten Komponenten auswählen. Sie haben somit die Möglichkeit, Getränke, Brot und den entsprechenden Belag selbst nach Sorte und Menge zu bestimmen. Zum Mittagessen bieten wir verschiedene Menüs, wie Vollkost, Leichtkost, Diabetiker-Menüs oder vegetarische Kost. Soweit es zur verordneten Kostform passt, kann der Patient auch innerhalb der Menüs die Komponenten tauschen, z. B. die Gemüsesorte oder die Sättigungsbeilage. Zu den Hauptmenüs können die Patienten darüber hinaus aus zwei verschiedenen Sorten Vorsuppe oder Desserts ihr Mittagessen ergänzen, erläutert Frau Hahn.
Bei verordneten Diäten bietet die Küche für jedes Krankheitsbild eine bestimmte Kost, d.h. bis zu 20 verschiedenen Diätmenüs werden täglich hergestellt. Für das Verständnis der Patienten, welche Kost er zu sich nehmen und dies zu Hause weiterführen sollte, kann eine Diätassistentin zur Beratung gerufen werden.
Dankeschön der kleinen Patienten (Foto: SHK)
Für die Küche des Südharz-Krankenhauses gilt: Die Verpflegung ist Bestandteil der Therapie, die Maxime von Renate Hahn lautet denn auch: Sind Sie zufrieden, dann sagen Sie es weiter. Sind Sie unzufrieden, dann sagen Sie es mir! In ihrem Büro gibt es einen Ordner, in dem sind unzählige Danksagungen von Patienten abgeheftet, die sich lobend über die Qualität des Essens äußern. Ihre Erfahrungen gibt Renate Hahn gern weiter. Unter anderem arbeitet sie im Vorstand des Verbandes für Küchenleiter in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen von Deutschland aktiv mit.
Frau Hahn betont, dass die Geschäftsleitung stets ein offenes Ohr für die Probleme der Küche hat und für eine gute Ausstattung sorgt.
Nur so können Quantität und Qualität der vielen Portionen für Patienten und Mitarbeiter gesichert werden. Nicht alle Krankenhäuser in Deutschland leisten sich eine eigene Küche. Viele setzen auf das Prinzip Cook and Chill. Dabei wird an einem Ort X gekocht, schnell gekühlt, und über viele Kilometer gekühlt nach Y transportiert, um im dortigen Krankenhaus zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf Verzehrtemperatur gebracht zu werden.
In Nordhausen wird vor Ort gekocht. Die Zutaten sind frisch, der Patient erhält ein tagesaktuelles Gericht. An 365 Tagen im Jahr.
Autor: nnzDie 62 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen viele auch in Teilzeit arbeiten kümmern sich tagtäglich von 5 Uhr bis 21 Uhr nicht nur um das kulinarische Wohl der Patienten, sondern auch um die Versorgung der vielen Mitarbeiter der medizinischen Einrichtung.
Für rund 1.000 Patienten und Heimbewohner werden täglich drei Mahlzeiten zubereitet, hinzukommen 150 Frühstücksportionen und 600 Mittagessen für das Personal. Renate Hahn, die Küchenleiterin, ist mit ihrem Team nicht nur zuständig für die schmackhaften Mahlzeiten, sie trägt unter anderem auch Verantwortung für den Einkauf der Zutaten. Lebensmittel im Wert von etwa 1,6 Millionen Euro werden jährlich im Südharz-Krankenhaus angeliefert und verarbeitet. Neben der Ausbildung zum Koch hat sie sich zum Betriebswirt qualifiziert.
Eigentlich aber, so Renate Hahn, ist es wie Zuhause, nur in anderen Dimensionen. Wir verarbeiten täglich ca. 200 Liter Milch, bis zu 180 kg Fleisch oder 160 kg Kartoffeln. Dazu steht dem Küchenpersonal modernste Technik zur Verfügung. Wie Zuhause, nur ein wenig größer: Das Fassungsvermögen der Kessel beträgt zwischen 50 und 300 Liter. Wichtig für Renate Hahn ist die kontinuierliche Qualitätskontrolle – vom Wareneingang bis zur Auslieferung auf die Stationen des Hauses. Das strenge Lebensmittelrecht der Europäischen Union ist der harte Maßstab für die Arbeit.
Seit nunmehr fast sechs Jahren gibt es im Nordhäuser Südharz-Krankenhaus die Menüwunscherfassung. Beim Frühstück und Abendessen können die Patienten die verschiedensten Komponenten auswählen. Sie haben somit die Möglichkeit, Getränke, Brot und den entsprechenden Belag selbst nach Sorte und Menge zu bestimmen. Zum Mittagessen bieten wir verschiedene Menüs, wie Vollkost, Leichtkost, Diabetiker-Menüs oder vegetarische Kost. Soweit es zur verordneten Kostform passt, kann der Patient auch innerhalb der Menüs die Komponenten tauschen, z. B. die Gemüsesorte oder die Sättigungsbeilage. Zu den Hauptmenüs können die Patienten darüber hinaus aus zwei verschiedenen Sorten Vorsuppe oder Desserts ihr Mittagessen ergänzen, erläutert Frau Hahn.
Bei verordneten Diäten bietet die Küche für jedes Krankheitsbild eine bestimmte Kost, d.h. bis zu 20 verschiedenen Diätmenüs werden täglich hergestellt. Für das Verständnis der Patienten, welche Kost er zu sich nehmen und dies zu Hause weiterführen sollte, kann eine Diätassistentin zur Beratung gerufen werden.
Dankeschön der kleinen Patienten (Foto: SHK)
Für die Küche des Südharz-Krankenhauses gilt: Die Verpflegung ist Bestandteil der Therapie, die Maxime von Renate Hahn lautet denn auch: Sind Sie zufrieden, dann sagen Sie es weiter. Sind Sie unzufrieden, dann sagen Sie es mir! In ihrem Büro gibt es einen Ordner, in dem sind unzählige Danksagungen von Patienten abgeheftet, die sich lobend über die Qualität des Essens äußern. Ihre Erfahrungen gibt Renate Hahn gern weiter. Unter anderem arbeitet sie im Vorstand des Verbandes für Küchenleiter in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen von Deutschland aktiv mit.Frau Hahn betont, dass die Geschäftsleitung stets ein offenes Ohr für die Probleme der Küche hat und für eine gute Ausstattung sorgt.
Nur so können Quantität und Qualität der vielen Portionen für Patienten und Mitarbeiter gesichert werden. Nicht alle Krankenhäuser in Deutschland leisten sich eine eigene Küche. Viele setzen auf das Prinzip Cook and Chill. Dabei wird an einem Ort X gekocht, schnell gekühlt, und über viele Kilometer gekühlt nach Y transportiert, um im dortigen Krankenhaus zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf Verzehrtemperatur gebracht zu werden.
In Nordhausen wird vor Ort gekocht. Die Zutaten sind frisch, der Patient erhält ein tagesaktuelles Gericht. An 365 Tagen im Jahr.


