Di, 09:54 Uhr
27.02.2007
Die Front bröckelt
Nordhausen (nnz). Verfolgt man die Medien in Mitteldeutschland, dann kommt man zu der Auffassung, dass hinsichtlich des künftigen Kinderhospiz in Krimderode alles im grünen Bereich ist. Hört man jedoch genauer hin, dann ist eigentlich das Gegenteil der Fall. Die nnz mit einer etwas anderen Bestandsaufnahme.
Bereits im Januar berichtete die nnz, dass es – hinsichtlich einer Genehmigung für einen Neubau – Schwierigkeiten geben könnte. Es kommt schlimmer: Ein Neubau auf dem Gelände der jetzigen Grundschule ist nicht möglich, wurde der nnz aus dem Nordhäuser Rathaus bestätigt. Auch das Landesverwaltungsamt habe sich dieser städtischen Rechtsauffassung angeschlossen. Natürlich wollen die Verwalter dieser Stadt auch weiterhin, dass in Nordhausen ein Hospiz für Kinder etabliert werden kann.
Und so gibt es drei Varianten: Die evangelische Grundschule verläßt den Standort, das künftige Kinderhospiz wird woanders gebaut oder: Beide Einrichtungen an diesem Standort, dann allerdings wird die Turnhalle abgerissen und muss dem Hospiz-Neubau weichen. Und genau dieser Fakt ist in Krimderode durchgesickert und läßt die Front der Befürworter einer solchen Einrichtung bröckeln. Für viele Krimderöder ist genau diese Turnhalle der Mittelpunkt des Vereinsleben. Junge Turner absolvieren mit steigender Begeisterung ihre Übungsstunden, auch andere Vereine nutzen die Halle.
Die Stadtverwaltung in Nordhausen kennt alle Befindlichkeiten der beteiligten Parteien und versuchte in Gesprächen mit den Hospiz-Machern andere Standorte ins Gespräch zu bringen: den Park Hohenrode oder den Lindenhof zum Beispiel. Keine Chance, sollen die Verantwortlichen um Klaus-Dieter Heber zu verstehen gegeben haben. Das gesamte Marketing sei auf Krimderode, nicht auf Nordhausen ausgerichtet, das könne nicht mehr geändert werden.
An dem Standort ist nach wie vor auch die evangelische Kirche für ihre Grundschule interessiert. Die Unterbringung der Einrichtung in einer anderen Schule der Stadt (Lessingschule) sei nicht vorgesehen und aus Sicht der Kirche auch nicht förderlich. Bei der bisherigen Leidensgeschichte dieser Schule auch verständlich. Bleibt also der Versuch, Kinderhospiz und Grundschule unter ein Dach zu bringen. Die Turnhalle müsse dazu weichen, eine Sportmöglichkeit in die bestehende Gebäudesubstanz untergebracht werden. Bautechnisch ist das alles möglich, nur es wird an der Finanzierung scheitern. Sowohl an der Summe des Geldes, als auch an der Aufteilung. Während die Kirche auf Fördermittel hoffen kann, ist es beim Kinderhospiz nur durch private Spenden möglich.
In Nordhausen sollen sich in den kommenden Wochen die entsprechenden Ausschüsse des Stadtrates mit der Situation beschäftigen, man kocht das Thema so zusagen auf politischer Sparflamme.
Während dessen sollen der evangelischen Kirche bereits die Mietverträge für die Nutzung der Gebäude in Krimderode angeboten worden sein. Langfristige für die Nutzung der Schule, mittelfristige für die der Turnhalle. Hingegen, so wird in den Fluren des Rathauses erzählt, machen die Hospiz-Verantwortlichen nicht unbedingt Druck bei den Verhandlungen und Gesprächen. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass die anvisierten Euro-Beträge für den Baubeginn nicht so fließen wie gedacht. Das einst so offenherzig geführte Spendenbarometer auf den Web-Seiten gibt über die Höhe der Spenden jedenfalls keine Auskunft mehr.
Autor: nnzBereits im Januar berichtete die nnz, dass es – hinsichtlich einer Genehmigung für einen Neubau – Schwierigkeiten geben könnte. Es kommt schlimmer: Ein Neubau auf dem Gelände der jetzigen Grundschule ist nicht möglich, wurde der nnz aus dem Nordhäuser Rathaus bestätigt. Auch das Landesverwaltungsamt habe sich dieser städtischen Rechtsauffassung angeschlossen. Natürlich wollen die Verwalter dieser Stadt auch weiterhin, dass in Nordhausen ein Hospiz für Kinder etabliert werden kann.
Und so gibt es drei Varianten: Die evangelische Grundschule verläßt den Standort, das künftige Kinderhospiz wird woanders gebaut oder: Beide Einrichtungen an diesem Standort, dann allerdings wird die Turnhalle abgerissen und muss dem Hospiz-Neubau weichen. Und genau dieser Fakt ist in Krimderode durchgesickert und läßt die Front der Befürworter einer solchen Einrichtung bröckeln. Für viele Krimderöder ist genau diese Turnhalle der Mittelpunkt des Vereinsleben. Junge Turner absolvieren mit steigender Begeisterung ihre Übungsstunden, auch andere Vereine nutzen die Halle.
Die Stadtverwaltung in Nordhausen kennt alle Befindlichkeiten der beteiligten Parteien und versuchte in Gesprächen mit den Hospiz-Machern andere Standorte ins Gespräch zu bringen: den Park Hohenrode oder den Lindenhof zum Beispiel. Keine Chance, sollen die Verantwortlichen um Klaus-Dieter Heber zu verstehen gegeben haben. Das gesamte Marketing sei auf Krimderode, nicht auf Nordhausen ausgerichtet, das könne nicht mehr geändert werden.
An dem Standort ist nach wie vor auch die evangelische Kirche für ihre Grundschule interessiert. Die Unterbringung der Einrichtung in einer anderen Schule der Stadt (Lessingschule) sei nicht vorgesehen und aus Sicht der Kirche auch nicht förderlich. Bei der bisherigen Leidensgeschichte dieser Schule auch verständlich. Bleibt also der Versuch, Kinderhospiz und Grundschule unter ein Dach zu bringen. Die Turnhalle müsse dazu weichen, eine Sportmöglichkeit in die bestehende Gebäudesubstanz untergebracht werden. Bautechnisch ist das alles möglich, nur es wird an der Finanzierung scheitern. Sowohl an der Summe des Geldes, als auch an der Aufteilung. Während die Kirche auf Fördermittel hoffen kann, ist es beim Kinderhospiz nur durch private Spenden möglich.
In Nordhausen sollen sich in den kommenden Wochen die entsprechenden Ausschüsse des Stadtrates mit der Situation beschäftigen, man kocht das Thema so zusagen auf politischer Sparflamme.
Während dessen sollen der evangelischen Kirche bereits die Mietverträge für die Nutzung der Gebäude in Krimderode angeboten worden sein. Langfristige für die Nutzung der Schule, mittelfristige für die der Turnhalle. Hingegen, so wird in den Fluren des Rathauses erzählt, machen die Hospiz-Verantwortlichen nicht unbedingt Druck bei den Verhandlungen und Gesprächen. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass die anvisierten Euro-Beträge für den Baubeginn nicht so fließen wie gedacht. Das einst so offenherzig geführte Spendenbarometer auf den Web-Seiten gibt über die Höhe der Spenden jedenfalls keine Auskunft mehr.


