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Fr, 21:34 Uhr
09.02.2007

473 Stunden im Einsatz

Nordhausen (nnz). Brände, Überschwemmungen, Unfälle - das Einsatzspektrum der Feuerwehr ist groß. Meist sind die Einsätze nicht ungefährlich. Einmal im Jahr ziehen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Nordhausen Mitte Bilanz, so auch heute Abend.

Ausgezeichnet (Foto: Wiethoff) Ausgezeichnet (Foto: Wiethoff)

Die Kameraden um Wehrleiter Karl-Heinz Pantosch haben im vergangenen Jahr einiges geleistet. Zu 39 Einsätzen rückten sie aus. Über Ereignisse wie den Kellerbrand in der Johannes Thal Straße mit zwölf Verletzen berichtete auch die nnz. Die Kameraden waren aber auch beim Hochwasser in Salza im Frühjahr 2006 im Einsatz. Sie halfen bei Evakuierungen nach Bombenfunden und kümmerten sich mehrfach um die Beseitigung von Ölspuren.

26 Männer opfern einen großen Teil ihrer Freizeit, um für andere da zu sein. Neben den einzelnen Einsätzen müssen die Kameraden auch Schulungen besuchen, beispielsweise für die Arbeit unter Atemschutz. Ein Großteil der aktiven Feuerwehrleute beteiligte sich an solchen Weiterbildungen. Zwei Kameraden besuchten Kurse der Landesfeuerwehrschule in Bad Köstritz. Enrico Meißner absolvierte den Lehrgang zum Gruppenführer, Tino Pantosch wurde Ausbilder für Atemschutzgeräteträger.

In Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren von Bielen und Salza nahmen die Nordhäuser an einer Einsatzübung in Bielen teil. Mit der Berufsfeuerwehr und diversen Freiwilligen Wehren aus den Ortsteilen fand eine Großübung am Gutsweg statt. Die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte konnte unter realistischen Bedingungen geübt werden.

Besonders häufig hatten die Kameraden mit Sturmschäden zu kämpfen. Allein im Mai mußten sie zu 14 Einsätzen ausrücken. Auf großes Interesse stößt deshalb eine Weiterbildungsmöglichkeit für die Arbeit mit der Kettensäge. Helmut Nebelung, Leiter der Berufsfeuerwehr, wird dafür sorgen, daß so ein Lehrgang im Frühjahr stattfinden kann.

Die Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr ist sehr gut. Aus Sicht von Helmut Nebelung ist die Freiwillige Feuerwehr Nordhausen Mitte ein verläßlicher Partner, der mit guter Technik ausgestattet ist. Über das Engagement bei der Aus- und Weiterbildung zeigte er sich sehr erfreut.

Ebenfalls erfreulich ist die Entwicklung der Jugendfeuerwehr. Zu Jahresbeginn 2006 waren nur fünf Jungen und Mädchen aktiv. Durch das Feuerwehrfest gelang es sieben weitere Jugendliche zu begeistern. Im vergangenen Jahr wurden 92 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung geleistet, fünf Tage waren für Zeltlager eingeplant. Auch in diesem Jahr wird es wieder ein Lager auf der Feuerkuppe für den Nachwuchs geben, versprach Jugendwart Werner Koppe. Zwei Jugendliche wechselten im vergangenen Jahr zur Einsatzabteilung.

Ein so großes Feuerwehrfest wie 2006 kann es natürlich nicht so schnell wieder geben, aber die Wehren planen, auch in diesem Jahr wieder in der Öffentlichkeit präsent zu sein. Beim Stadtjubiläum will man präsent sein. Die Jugendlichen werden in historischen Uniformen beim Umzug mitmarschieren.

Karl-Heinz Pantosch bedankte sich bei allen Kameraden für die geleistete Arbeit. Zwei Feuerwehrmännern wurde eine besondere Ehre zuteil. Axel Fürst und Matthias Röhling erhielten die Ehrennadel in Silber für langjährige Verdienste um das Feuerwehrwesen. Enrico Meißner wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert, konnte aber die Ernennungsurkunde aus beruflichen Gründen nicht in Empfang nehmen.
Autor: wf

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