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Di, 11:06 Uhr
06.02.2007

Mehr Sicherheit für Kinder

Nordhausen (nnz). Die Initiative „Kinder sicher im Netz“ von Polizei, T-Com und dem Verband freiwillige Selbstkontrolle Multimedia (FSM) sensibilisiert Eltern für das Thema sicheres Internet. Hintergrund ist der heutige, von der Europäischen Union initiierte, Safer Internet Day. Mehr dazu mit dem bekannten Klick.


Ziel des Aktionstages ist, die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit auf das Thema „Sicheres Internet“ als Teil eines welt-weiten, internationalen Projektes zu lenken. Mit ihrer Initiative „Kinder sicher im Netz“ zur Förderung der Internetkompetenz bei Eltern beteiligt sich auch die Polizei in Deutschland an den vielfältigen Aktivitäten zum Safer Internet Day.

Die gemeinsame Aufklärungskampagne von Polizei, T-Com und dem Fachverband freiwillige Selbstkontrolle Multimedia (FSM) macht die Erziehungsverantwortlichen fit für den sicherheitsbewussten Umgang mit dem Internet. „Für Eltern und Erziehungsverantwortliche bedeutet der oftmals intensive Medienkonsum ihrer Kinder eine enorme Herausforderung. Denn neben vielen Chancen für die Entwicklung der Kinder birgt das Internet auch nicht zu unterschätzende Risiken“, so Erwin Hetger, Vorsitzender der Projektleitung Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes und Polizeipräsident von Baden-Württemberg.

Dazu gehörten jugendgefährdende Webseiten mit pornographischen oder Gewalt verherrlichenden Inhalten, rechtsext-remistischer Propaganda oder gar Anleitungen zum Bombenbau. Etwa ein Drittel der Zwölf- bis 19-Jährigen Internet-Nutzer ist schon einmal mit derartigen Internetangeboten in Berührung gekommen – Jungen und junge Männer fast doppelt so häufig wie Mädchen und junge Frauen. Zudem drohen strafrechtliche Konsequenzen, wenn junge Internetnutzer urheberrechtlich geschützte Musikdateien und Computerspiele herunterladen oder selbst anbieten. Knapp die Hälfte aller Zwölf- bis 19-Jährigen verfügten im Jahr 2005 über Erfahrungen mit Chatrooms. Die wichtigsten Motive für den Besuch waren neue Bekanntschaften, Kontakte oder Flirts. Doch wurde und wird dabei immer wieder die Unerfahrenheit von Kindern und Jugendlichen im Umgang mit persönlichen Daten ausgenutzt - zum Beispiel, wenn sich Pädophile in Chatrooms einloggen, um sich in der digitalen A-nonymität ihre Opfer zu suchen.

Welche Schutzfaktoren gibt es?
Viel zu oft werden Kinder mit den Gefahren des Internets alleine gelassen: Laut der KIM-Studie 2005 lässt ein Drittel der Eltern seine Kinder ohne Aufsicht ins Netz. Ferner werden zu wenig spezielle Fil-terprogramme zum Schutz vor gefährlichen Internetseiten genutzt. So geben beispielsweise von den Zwölf- bis 13-Jährigen nur 38 Prozent an, nicht alle gewünschten Seiten anschauen zu können. Kinder brauchen daher Vorbilder und Wertmaßstäbe, aber auch klare Grenzen und Spielregeln – nicht zuletzt innerhalb der virtuellen Welt. „Hier sind in erster Linie die Eltern gefordert, denn vor allem sie haben die Möglichkeit, wirkungsvoll auf die Entwicklung ihrer Kinder Einfluss zu nehmen“, betont Hetger und empfiehlt Eltern, die folgenden Verhaltensregeln zu beachten:

· Lassen Sie Ihren Nachwuchs mit den neuen Medien nicht alleine. Zeigen Sie Interesse an den PC-Spielen und Lieblingsseiten Ihres Kindes und gehen Sie gemeinsam ins Internet.

· Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Möglichkeiten und Risi-ken des Internets, um ihm so eine gezielte Internetnutzung zu ermöglichen. Klären Sie Ihr Kind darüber auf, dass es sich keinesfalls mit fremden Personen verabreden darf.

· Stellen Sie klare Regeln für den Umgang mit den Medien auf (zeitlich und inhaltlich) und achten Sie auf deren konsequente Einhaltung.

· Fördern Sie den Kauf von altersgemäßer Software, z.B. von PC-Spielen, um so eine Abhängigkeit von getauschten Raubkopien zu vermeiden.

· Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen auf dem Me-dienmarkt.

Kampagne der Polizei fördert mehr Sicherheit im Internet
„Ziel unserer Initiative ist, die Internetkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken. Das setzt jedoch zwingend voraus, dass sich Eltern und Erziehungsberechtigte verstärkt mit dem Medium In-ternet auseinander setzen und über die damit verbundenen Gefahren aufgeklärt werden“, so Hetger. Nur wer sich selbst innerhalb des viel-fältigen Angebots der virtuellen Welt zurechtfinde, könne letztlich eine unterstützende Rolle einnehmen und seinen Kindern den sicherheitsbewussten Umgang mit dem Internet vermitteln.

Um die Eltern bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe zu unterstützen, informieren die Kooperationspartner unter www.polizei-beratung.de sowie in einem gemeinsamen „Online-Special“ im Elternbereich des T-Online Kids-Portals (www.kids.t-online.de) über problematische Inhalte von Webseiten, Gefahren beim Chatten und sicheres Surfen im Internet. In einer visuell ansprechend gestalteten Artikelshow erhalten die Eltern beispielsweise wichtige Tipps zur richtigen Nutzung von Filterprogrammen als Barriere vor jugendgefährdenden Inhalten, Informationen über sicherheitsbewusste Verhaltensregeln im Internet oder sichere Kinder-Chatangebote.

Außerdem können Eltern noch bis zum 30. April 2007 im Quiz „Hat’s Klick gemacht?“ nach Lektüre der Tipps testen, ob sie tatsächlich „internetsicher“ sind: Welche Sicherheitsregeln zählen beim Chatten? Was ist beim Umgang mit E-Mails zu beachten? Und welche Funktion haben Filterprogramme? Wer alle Fragen richtig beantwortet hat, kann an einer Verlosung teilnehmen und attraktive Preise gewinnen. Hauptgewinn ist ein Rundflug im Polizeihubschrauber oder ein von T-Com gestifteter PC.

„Damit steht die Kampagne „Kinder sicher im Netz“ ganz im Zeichen der Ziele des Safer Internet Days, für mehr Sicherheit im Internet zu werben und Bürgerinnen und Bürger dazu zu bewegen, den Gefahren im Internet vorzubeugen“, so Hetger. Außerdem verteilt die Polizei bundesweit Aktionskarten an Eltern und Erziehungsverantwortliche und wirbt mit Postern beispielsweise an Schulen und in öffentlichen Einrichtungen für die Online-Kampagne und die Teilnahme am Quiz. Unterstützt wird die Aufklärungsinitiative von Internet-Service-Providern und Verbänden, die mit Aktionsbannern auf die Kampagne hinweisen und auf das „Special“ der Kooperationspartner verlinken. Doch auch jeder Besitzer einer Homepage hat die Möglichkeit, auf die Aktion zu verweisen. Hierzu gib es elektronische Banner, die unter www.polizei-beratung.de heruntergeladen werden können.

Informationen zu allen Aktivitäten am Safer Internet Day gibt es unter www.klicksafe.de. Die Initiative klicksafe ist der deutsche Knotenpunkt im Rahmen der „Safer Internet Programme“ der EU und wird unterstützt von einem Beirat, in dem auch die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes vertreten ist.
Autor: nnz

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