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Fr, 13:25 Uhr
30.01.2026
Einzelhandel in Nordhausen

Stadt lässt Konzept überarbeiten

Es kommt Bewegung in die Diskussion um das Nordhäuser Einzelhandelskonzept. Oberbürgermeister Kai Buchmann (parteilos) hat den Hauptausschuss nun darüber informiert, dass dem Stadtrat in der übernächsten Woche eine Änderung des Konzepts vorgelegt werden soll...

Um die Zukunft des Elektronikhändlers Herfag ging es gestern im Ausschuss für Stadtentwicklung (Foto: ssc) Um die Zukunft des Elektronikhändlers Herfag ging es gestern im Ausschuss für Stadtentwicklung (Foto: ssc)
Ziel sei es, das Regelwerk so anzupassen, „dass es etwas leichter macht, auch an anderen Standorten als bislang Einzelhandel in der Stadt zu ermöglichen”, so Buchmann.

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Das aktuell gültige Einzelhandelskonzept wurde einst von einem Büro aus Dortmund erstellt. Nun wurde das Büro erneut beauftragt, das Konzept noch einmal zu überarbeiten. Buchmann hoffe, dass die Anpassungen innerhalb der nächsten 14 Tage abgeschlossen werden können – mit Blick auf die nächste Stadtratssitzung am 11. Februar. Dort müsste das Gremium das geänderte Konzept beschließen.

Hintergrund ist ein Antrag der AfD: Demnach soll das alte Konzept etwas aufgeweicht werden. Derzeit ist Einzelhandel in der Kernstadt vorrangig nur zwischen Marktpassage, Rauten- und Bahnhofstraße, Südharzgalerie und Rolandtor möglich.

Anlass des Antrags waren die Pläne des Elektronikfachmarkts Herfag, der aus der Südharzgalerie ausziehen und stattdessen eine alte Halle auf dem früheren RFT-Gelände zwischen Grimmelallee und Lohmarkt beziehen will. Nach der aktuellen Rechtslage ist das nicht möglich, da der Standort rund 200 Meter außerhalb des erlaubten Bereichs liegt. Ob dies damit dann ermöglicht wird, dazu äußerte sich Buchmann im Hauptausschuss jedoch nicht.
Susanne Schedwill
Autor: ssc

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Kommentare
Alex Gösel
30.01.2026, 14:39 Uhr
Einzelhandelskonzept
Ist so ein starres Konzept nicht "wettbewerbsverzerrend" und damit rechtswidrig? Und was hat das alte Konzept bisher gebracht bzw. verhindert? Was kosten beide Konzepte? Und wer bezahlt dieses? (Antwort auf die letzte Frage: natürlich der Steuerzahler, der jeden "Fehler" der Politelite zahlt, oder?)
Totofino
30.01.2026, 14:45 Uhr
Muß das
irgendeine Beraterfirma machen, so eine Änderung kann man doch unkompliziert beschließen, wenn man es für richtig hält ? Bei der Kassenlage der Stadt unverständlich.
nemoi
30.01.2026, 16:23 Uhr
Dortmund....?
reicht es nicht das auch die so kompetenten Büros aus dem Westen nicht nur schnell verdientes geld bekannt sind, sondern auch für ihre planlosigkeit.

die kennen nordhausen aus dem internet und einem alten stadtplan
Außenstehender
30.01.2026, 16:37 Uhr
Konzept überdenken??
Sollte die Stadt Nordhausen wirklich!!!Vielleicht wirklich!Eventuell doch Kaufland nach Nordhausen zuholen dann bräuchte man nicht bis nach Sondershausen zu fahren und könnte das Geld in Nordhausen lassen.
Lautaro
30.01.2026, 19:17 Uhr
Herfag ?
Warum sollte Herfag nicht innerhalb der Innenstadt wechseln ? Wenn sie nach dem Wechsel nicht mehr gut besucht sind und dadurch Umsatzeinbussen hinnehmen müssen, streichen die von allein die Segel..
Und nebenbei.....@Außenstehender.....dieses Kaufhofdingens ....hat sehr viel Quantität zu bieten..........aber mehr eben nicht !
Jenny2203
30.01.2026, 20:10 Uhr
Dringend überdenken!
Warum versucht man nicht Herfag als Mieter zu halten? Die Südharzgalerie steht vor dem Abgrund und wenn Herfag geht stehen nur noch C&A, Vockeroth und Intersport als größere Mieter da. Vielleicht sollte die Südharzgalerie an ihren mieten Pfeilen statt neue Leerstände zu provozieren.
Novize
31.01.2026, 09:10 Uhr
Dortmund hin oder her
Man knickt im Stadtrat (CDU, SPD, Linke, Bürgerliste, Grüne, FDP) und der Stadtverwaltung vor Herrn Heck und der AfD ein.
RWE
31.01.2026, 09:45 Uhr
Wozu überhaupt ein Konzept?
In einer freien Wirtschft in einem freien Land sollte jeder auf eigenes Risiko eröffnen was immer er will und auch wo immer er will. Die öffentliche Hand taugt nicht als Unternehmer.
Bei Herfag wird man sich schon Gedanken gemacht haben ob es sich lohnt oder nicht.
Das Angebot hat sich nach Nachfrage richten, nicht umgekehrt. Da kann man Konzepte erstellen wie man will.
Mein Verdacht ist: ohne eine abwechslungsreiche Gastronomie lässt sich stationär nicht mehr viel verkaufen. Das sieht man an den Malls oder Einkaufsstraßen, denen es weniger schlecht geht. Bei Amazon ist der Kunde König, daher bestelle ich dort gern. Ich wäre aber auch bereit, hier in NDH etwas mehr Geld auszugeben. Wenn das Angebot stimmt. Denn: Wer mein Geld will muss auch etwas dafür tun.
Man sieht doch in in den größrern Städten wie Kleinstädter zum Beispiel bei Dunkin' Donuts anstehen (Beispiele gäbe es mehr), weil sie mal einen etwas anderen Kaffe oder köstliche Kalorienbomben haben wollen. Manchmal steht am Sonntag in der Töpferstraße ein Händler von außerhalb, der ähnliche Produkte verkauft. Die Leute stehen dann Schlange. Die Nachfrage ist also auch in Nordhausen da, sie muss nur bedient werden.
Die Nachfrage sollte das Angebot bestimmen. Und kein "Konzept".
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. So einfach ist das.
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