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Di, 16:30 Uhr
20.01.2026
Herfag schmiedet Umzugspläne

Gretchenfrage über 200 Meter

Im Nordhäuser Ratskeller spielte man gestern Abend das Präludium zu einem möglichen Nordhäuser Drama. Wie es aussieht, könnten knapp 200 Meter über die Zukunft des Einzelhandels in Nordhausen entscheiden. Teil des Konzerts: die Stadt Nordhausen, der Elektronikfachhändler Herfag, die Südharz-Galerie und Bauunternehmer Axel Heck…

Um die Zukunft des Elektronikhändlers Herfag ging es gestern im Ausschuss für Stadtentwicklung (Foto: ssc) Um die Zukunft des Elektronikhändlers Herfag ging es gestern im Ausschuss für Stadtentwicklung (Foto: ssc)

In Nordhausen liegt ein metaphorischer „Knochen“: Das obere Ende bildet die Marktpassage im Stadtzentrum, verbunden durch die Rautenstraße und ihre Händler mit dem Abschluss in der Bahnhofstraße und der Südharz Galerie. Mit einem räumlich begrenzten Konzept für den Einzelhandel wurde dafür gesorgt, dass nicht noch weitere Kräfte die Kaufkraft der Bürgerschaft anziehen, geschäftiges Treiben darf sich in der Stadt nur in eben jenem engen Korridor neu ansiedeln.

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Ob das noch zeitgemäß ist, darüber wurde gestern im Ausschuss für Stadtentwicklung gestritten. Der Stein des Anstoßes wurde durch den Elektronikhändler Herfag ins Rollen gebracht. Der Markt, mit Hauptsitz in Leinefelde, gehört seit über 30 Jahren zum Stadtbild: Zunächst mit einer Filiale in der Rautenstraße, die 2009 in die Südharz Galerie umzog und hier seitdem als ein „Ankermieter“ gilt.

Damit könnte nun bald Schluss sein. "Wir sind seit 1993 in Nordhausen, haben hier eine Erfolgsgeschichte geschrieben und wir würden auch gerne hier bleiben. Nordhausen ist ein wichtiger Standort für uns", sagt Anja Maucher, die den Familienbetrieb mit vier Standorten in der Region in zweiter Generation leitet. Die Entwicklung, die man in der Südharz Galerie seit längerem beobachten könne, sei für den Umsatz der Filiale nicht mehr förderlich. Die große Treppe wurde weggerissen, der Fahrstuhl ist klein, die Rolltreppe häufig außer Betrieb. Hinzu komme der Leerstand im Obergeschoss, der die Besucherfrequenz deutlich verringert habe, sowie hohe Miet- und Nebenkosten. Einen Umzug ins Untergeschoss habe man seit Jahren angestrebt, bisher habe sich aber kein gangbarer Weg im Einvernehmen mit der Center-Leitung gefunden. „Ich sehe uns da im Moment schon in einer Notsituation“, sagt Maucher, „wenn wir investieren, dann nehmen wir viel Geld in die Hand und das können wir nicht an einem Standort machen, an den wir nicht wirklich glauben können.“

Center-Managerin Kathleen Viol will sich zur Causa Herfag nicht weiter äußern. Sie sagt nur, der Vermieter, die 29. Caurus GmbH aus Berlin, habe Herfag ein Angebot gemacht, um den Elektronikhändler in der Galerie zu halten.

Der Spielzeugwarenhändler Pepco wird sich demnächst aus der Galerie verabschieden (Foto: ssc) Der Spielzeugwarenhändler Pepco wird sich demnächst aus der Galerie verabschieden (Foto: ssc) Fest steht jedoch: Wenn Herfag aus der Südharz Galerie auszieht, würde vorerst ein Großteil der oberen Handelsfläche leer stehen. Denn auch die Filiale des Textil- und Spielzeughändlers Pepco schließt zum Monatsende. Aktuell läuft ein Abverkauf. Damit gehört die Nordhäuser Pepco-Filiale zu den 28 Filialen, die das insolvente Unternehmen wegen Unwirtschaftlichkeit in Deutschland schließt. Einen Nachmieter für die Fläche gibt es laut Viol noch nicht. Auch die ehemalige Deichmann-Fläche im Obergeschoss steht noch leer. „Für diese Fläche gibt es aktuell Gespräche mit einem Interessenten, aber es ist noch nichts spruchreif“, so Viol weiter.

Zwei gute Nachrichten gibt es dennoch aus der Südharz-Galerie: In den nächsten Monaten wird im Dachgeschoss der Galerie ein Fitnessstudio eröffnen. „Die Verträge sind unterschrieben“, so Viol. Um wen es sich handelt, verrät sie nicht. „Der Betreiber möchte demnächst selbst an die Öffentlichkeit gehen“, so die Center-Managerin. Froh ist sie auch, dass der Sporthändler Intersport weiter Mieter bleibt.

Jonathan Heßmer und Mia Müller machen ihre Ausbildung bei Intersport Liebig, im Moment bereitet man eine größere Umstellung des Sortiments vor (Foto: ssc) Jonathan Heßmer und Mia Müller machen ihre Ausbildung bei Intersport Liebig, im Moment bereitet man eine größere Umstellung des Sortiments vor (Foto: ssc)

Hier läuft zwar momentan ein Räumungsverkauf, doch nur wegen einer Neuausrichtung des Sortiments. Inhaber Andreas Liebig sagt der nnz-online: „Wir blieben hier und fühlen uns hier auch sehr wohl.“ Gut eineinhalb Jahre nach seinem Umzug von der Marktpassage in die Südharz-Galerie will der 59-Jährige das Sortiment aber noch einmal umbauen. Vor allem der Berg- und Wandersport soll eine größere und präsentere Verkaufsfläche erhalten.

200 Meter und eine Gretchenfrage
Einer der eine Alternative zur Hand hätte, die Herfag in Nordhausen halten könnte, ist Unternehmer Axel Heck, gestern ebenfalls im Ausschuss für Stadtentwicklung zu Gast. Herfag sei bereits im alten Jahr auf ihn zugekommen, um sich nach einem geeigneten Objekt zu erkundigen. Ein möglicher Standort würde sich anbieten: Neben dem Getränkemarkt in der Heinrich-Zille Straße stünden rund 2.500 Quadratmeter zur Verfügung. Vor allem die „weiße Ware“, sprich Haushaltswaren wie Waschmaschinen, Kühlschränke und Co., aber auch Fernseher könnte man von hier aus gut und vor allem kundenfreundlich verkaufen, Parkplatz und Ladeflächen sind bereits vorhanden, meint Heck. Das Problem: 200 Meter.

So weit liegt das Areal außerhalb des von der Stadt vorgesehenen Einzelhandelskonzeptes, im Rathaus wurde Hecks Vorschlag zum Jahresende zunächst abgewiesen. Daraufhin habe man mehrere Stadträte angesprochen, berichtet Heck der nnz, das Ergebnis war die gestrige Ausschusssitzung, die nun eine Gretchenfrage aufgeworfen hat: Lässt man Herfag nach über 30 Jahren gehen, obwohl der Händler mit 15 Mitarbeitern gerne in Nordhausen bleiben würde, krempelt man das ganze Einzelhandelskonzept um oder lässt man eine Ausnahme zu?

Letzteres mag wie die einfache Antwort aussehen, bringt aber möglicherweise ungewollte Konsequenzen mit sich. Nordhausen hat, gemessen an seiner Größe, bereits relativ viel Gewerbefläche pro Einwohner. Unter anderem mit dieser Begründung wurde in der Vergangenheit gegen die Ansiedlung des Großhändlers Kaufland argumentiert. Weicht man die bisherige Konzeption nun für eine Ausnahme auf, ließen sich Argumente für Vorhaben finden, die man bis dato im Sinne der Innenstadtbelebung verhindern wollte. Die Kaufkraft in Nordhausen ist begrenzt, wird sie zu breit gestreut, könnte das Gesamtkonstrukt in Mitleidenschaft gezogen und für alle Händler unwirtschaftlich werden.

Lager-, Ladeflächen und Parkplätze sind noch da - das vorgeschlagene Areal in der Heinrich-Zille Straße gehörte einst zum Werk für Rundfunk- und Fernmeldetechnik (Foto: agl) Lager-, Ladeflächen und Parkplätze sind noch da - das vorgeschlagene Areal in der Heinrich-Zille Straße gehörte einst zum Werk für Rundfunk- und Fernmeldetechnik (Foto: agl)

Das Einzelhandelskonzept wurde zuletzt im Februar 2024 aktualisiert mit dem Ziel, den Handel in der Innenstadt zu schützen und zu stärken, erläutert der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, Pascal Leibrandt, der im Stadtrat für die Grünen sitzt. Weicht man das Konzept auf oder löse es ganz auf, bestünde die Gefahr, diesen Schutz der Händler aufzugeben. Betroffen seien dabei möglicherweise nicht nur die kleinen Läden im Stadtzentrum, sondern auch die Lebensmittelhändler, die in der Regel familiengeführt seien. Ein Verfahren mit dem Vollsortimentierer Kaufland wird bereits geführt, bestätigte das Rechtsamt des Rathauses gestern im Ausschuss. Die Sorge hier Tür und Tor zu öffnen ist also nicht gänzlich unbegründet.

Die Pläne für den Einzelhandel seien aber insgesamt nicht mehr zeitgemäß, findet Axel Heck. Die Flaniermeile zwischen Marktpassage und Galerie hätte nie wie angedacht funktioniert. „Wir können mehr Einzelhandel in der Stadt unterhalten, wenn wir den an die richtige Stelle bringen, dafür gibt es Möglichkeiten. Das Sterben auf Raten, das sich in der Südharz-Galerie abzeichnet, halten wir nicht dadurch auf, dass wir Mieter in die Galerie zwingen“, so Heck gegenüber der nnz.

Im Ausschuss war es gestern die AfD, die einen Antrag zur Anpassung der Bebauungspläne oder eine Neufassung des Einzelhandelskonzeptes einbrachte. Im Ausschuss habe sich gezeigt, dass der politische Wille bestehe, Herfag in Nordhausen zu halten, teilt die Partei mit. Die Abstimmung ging bei einer Enthaltung mit fünf Ja- und fünf Nein-Stimmen aus, ist von Pascal Leibrandt zu erfahren. Der Antrag sei sehr weitschweifig und unkonkret formuliert und aus seiner Sicht im Moment nicht zustimmungsfähig, so das Stadtratsmitglied weiter. „Wie die Galerie und Herfag miteinander umgehen, darüber hat der Stadtrat nicht zu befinden. So der Markt nach einem neuen Standort sucht, wäre es an der Stadt, hier Möglichkeiten aufzutun. Wie das unter der Abwägung der verschiedenen Interessen geschehen kann, dazu sollte man jetzt erst ein mal ein paar Ideen sammeln und das werden wir in den verbleibenden drei Wochen bis zum Stadtrat auch tun“.
Susanne Schedwill/Angelo Glashagel

Update 18.30 Uhr:
Recherchen der nnz ergaben, dass dem Antrag der AfD mehrheitlich zugestimmt (5:4) wurde. Bei einer Enthaltung von Bürgermeisterin Alexandra Rieger.
Autor: ssc

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Kommentare
Flitzpiepe
20.01.2026, 16:50 Uhr
Unabhängig
von der Frage ob HERFAG in der alten RFT Halle erlaubt ist oder nicht, würde ich aus meiner Kundensicht diesen Umzug nicht empfehlen.
Durch die kleinere Fläche ergäbe sich so schon ein geringerer Umsatz, der dann aber noch kleiner wird, denn nur wegen HERFAG fährt (geschweige läuft) man da nicht hin. Der Parkplatz ist doch so schon am Rande der Kapazität.
Das RFT Gelände ist keine Innenstadtlage mehr. Da hat das Einzelhandelskonzept schon Recht.
Die immer weiter fortschreitende Dezentralisierung des Einzelhandels zu vielen kleinen einzelnen Standorten (aus Kostengründen aus der Innenstadt heraus) ist der schleichende Tod des Einzelhandels der gesamten Stadt. ...und das schon seit Jahren.
Die Südharzgalerie sollte sich der Kritikpunkte von HERFAG annehmen und sie ändern sonst war es das mit ihr.
Seit wie viel Jahren gibt es da keinen Food-Court mehr?
prinzip
20.01.2026, 16:56 Uhr
Grimmelhof
Dass im Grimmelhof Parkplätze vorhanden wären stimmt zwar, die sind aber bereits jetzt immer belegt.
Novize
20.01.2026, 17:48 Uhr
AfD Antrag - ganz liberal
Die AfD setzt sich gemeinsam mit Herrn Heck für einen Einzelhändler ein, damit Herr Heck eine Immobilie an diesen Einzelhändler vermieten kann, der aktuell bei einem Wettbewerber von Herrn Heck eingemietet ist.

Der Stadtrat würde dann im Sinne eines einzelnen Vermieters die Rahmenbedingungen für den Einzelhandel gegen einen etablierten Vermieter ändern.

Und dafür gibt es in Nordhausen 5 Zustimmungen!
Hayden 69
20.01.2026, 18:24 Uhr
Abstimmungsergebnis
Bin verwundert das sich gerade die Bürgermeisterin der Abstimmung enthält, wo es doch auch um die Zukunft des Gewerbes in ihrer Stadt geht.
Herr Schröder
20.01.2026, 18:42 Uhr
Novize
Hier handelte es sich um eine Ausschusssitzung nicht um den gesamten Stadtrat.
Außerdem ist hier Vorsicht angebracht
Ändert die Stadt das Konzept nur für HERFAG könnte es für die Stadt vor Gericht richtig teuer werden.
Also ist hier die nötige Sorgfalt geboten.
ToHa
20.01.2026, 18:59 Uhr
Parkplätze
Das wäre schön aus Sicht der Parksituation irre. Ich hasse den Parkplatz schon, wenn ich zum Arzt muss.
r3cycl4
20.01.2026, 19:40 Uhr
fehlendes Ambiente
Meine Gedanken zum Herfag:

1) Der Standort in der Südharz Galerie ist richtig und wichtig. Das Konzept aufzuweichen sehe ich kritisch. Die Parkplätze am vorgeschlagenen Alternativplatz sind schon jetzt erschöpft und die Entfernung zur Rautenstraße ist zu weit.

2) Die Geschäftsräume sind sehr "verlebt". Sollte es überhaupt eine Zukunft für den Herfag in der Südharz Galerie geben, dann müsste dringend die Verkaufsfläche vollständig saniert und erneuert werden. Der Bodenbelag hat es mehr als hinter sich und die Beleuchtung ist teilweise defekt und zu dunkel. Ein angenehm gutes Gefühl habe ich da nicht wirklich.

3) Das Sortiment, bis auf die weiße Ware, müsste neu ausgerichtet werden. Gleiches gilt leider für den Preis. Im Vergleich zum Mitbewerber am anderen Ende des Knochens, sind die Preise teilweise zu hoch. Verhandeln kann man natürlich immer und wegen 1, 2 Prozent würde ich dann lieber im Herfag kaufen.

Ich war früher gerne im Herfag und schaue heute nur noch ab und zu mal vorbei wenn ich andere Wege in der Südharz Galerie habe.
Anonymus84
20.01.2026, 19:53 Uhr
Parkplätze
Vielleicht lesen ja auch andere. Laut TA sollen in der Halle auch neue Parkplätze entstehen. DGS nutzt nur knapp ein Drittel der verfügbaren Fläche. Ein Teil soll für HERFAG hergerichtet werden. Der andere für Parkplätze genutzt werden.
Wyatt Earp
20.01.2026, 21:12 Uhr
Meine Meinung
ziehen lassen. Es wird dafür knallharte wirtschaftliche Gründe geben. Der neue angedachte Standort wird aus meiner Sicht nicht zu höheren Umsätzen führen. Vielleicht entlastet die neue Miete die Kostenstelle. Das ist aber nicht mein Problem das umfassend zu beurteilen und sollte auch nicht das Problem der Stadt sein.
Problem der Stadt ist es jetzt den zweiten Ankermieter mit ähnlichem Portfolio in der Markpassage zu halten. Wirklich schlimm wäre, wenn wir wieder wie vor vielen Jahren nach Göttingen, Halle,..., oder Erfurt fahren müßten.
Nordhäuser
20.01.2026, 21:18 Uhr
Südharzgalerie
Südharzgalerie oder wie es mittlerweile auch genannt wird, „beheizter Fußgänger Tunnel“ ist eigentlich schon lange Tod. Seit dem Wegfall der Gastronomie und dem Neubau der Passage, ist die Zeit abgelaufen. Die Mieter rennen weg, weil die Kosten zu teuer sind und was wird gemacht? Noch teurer.
Was ist mit der vor vielen Jahren versprochenen Erlebnisgastronomie? Was ist mit den vielen Versprechen geworden? Nichts. Man kann nur noch warten bis der letzte das Licht ausmacht.
Sicherlich gehört Herfag zu Nordhausen. Aber den Kampf gegen die Onlineplattformen kann man mit diesen Angebot und Preispolitik nicht gewinnen. Auch der neue Standort wird dann nichts ändern. Parkplatzmangel hin oder her. Es sind die Preise und das fähige Personal was die Leute in die Läden ziehen. Willkommen im Jahr 2026. Die Zeit der Städtischen Händler/Läden sind nunmal gezählt. Denkt mal drüber nach. Jeder erzählt das er nur den lokalen Einzelhandel unterstützt. Aber die ganzen Zahlen belegen was anderes.
Warum ist Nordhausen eigentlich noch Einkaufsstadt?
free Gigi
21.01.2026, 07:19 Uhr
Niedergang der Gallerie
seit dem Imbissbrand... nix mehr zum Essen vor Ort!
Jäger53
21.01.2026, 07:43 Uhr
Abstimmung
Habe ich das Abstimmungsergebnis richtig verstanden das die Bürgermeisterin sich der Stimme enthalten hat. Gerade Sie hätte dafür stimmen müssen, oder tat Sie dieses nicht weil der Antrag von der AfD gekommen ist. Kann sich die Bürgermeisterin eine solche Parteienfeindlichkeit in der heutigen Zeit überhaupt noch leiste?
hannes07
21.01.2026, 09:54 Uhr
Ich sehe keine Perspektive. Für beide ...
Für den Fall, dass Herfag die Galerie verlässt, sehe ich für beide – Herfag und die Südharzgalerie – schwarz.
Die Galerie, in der es ohnehin schon ziemlich leer aussieht, verliert einen wichtigen Mieter, und für Herfag wäre der neue Standort nur suboptimal, weil drumherum nichts ist.
Den Umbau der Treppe in der Galerie habe ich zum Beispiel nie verstanden. Warum macht man es den Leuten unnötig schwer?
Dass Frau Rieger sich bei der Abstimmung enthalten hat, verstehe ich völlig. Vielleicht wollte sie nicht gegen das eigene Konzept stimmen, aber auch Herfags Plänen nicht im Weg stehen.
Die Betreiber der Südharzgalerie „töten“ ihren eigenen Laden, wenn sie Herfag ziehen lassen.
Marino50
21.01.2026, 11:01 Uhr
HERFAG
Pepco war von Anfang an eine "Luftnummer". Da war doch kaum jemand drin. Warum gibt man den ehemaligen Deichmann-Bereich nicht dazu? Das ist doch sicher schon länger das Ziel von Herfag, diesen Bereich zu erhalten. Dann wird doch Pepco frei.
Das eigene Management macht die Galerie kaputt. Es interessiert anscheinend nicht, was die Kunden möchten und wie sie denken.
Es fehlt eine Art Bistro. Nur ein belegtes Brötchen vom Bäcker ist nicht ausreichend.
Genauso ein Witz finde ich die beiden Optiker-Geschäfte in der unteren Etage gegenüber. Das hat nichts damit zu tun, dass Konkurrenz das Geschäft belebt.
Leon08
21.01.2026, 12:15 Uhr
FITNESS Studio
Was bitte schön will man mit einem Fitness Studio in der Südharz Galerie?? Glaubt man etwa, dass aus anderen Landkreisen Leute nach Nordhausen kommen, um hier sich fit zu machen? Dafür lassen sich mit Sicherheit Objekte finden, die dafür geeigneter sind. Die Galerie war und ist eigentlich dafür vorgesehen, dass man ein vielfältiges und breites Angebot unterschiedlicher Waren hier erhält.
Marino50
21.01.2026, 13:12 Uhr
Fitness-Studio
Ich stimme Leon 08 zu. Es gibt bereits in dem Bereich 2 Fitness-Studios. In der Atrium-Passage und am Rolandtor. Oder habe ich da etwas verpasst. Gibt es sie nicht mehr?
diskobolos
21.01.2026, 15:22 Uhr
Die Ziele sind heute andere
"Die Galerie war und ist eigentlich dafür vorgesehen, dass man ein vielfältiges und breites Angebot unterschiedlicher Waren hier erhält."

So stellt sich das der Bürger vor. Wäre auch schön. Das Ziel, das die Investoren eines Einkaufszentrums haben, ist aber einfach damit Geld zu verdienen.

Wir leben nicht mehr im Sozialismus. (Vor 1960 Geborene erinnern sich vielleicht noch an die "Hauptaufgabe des VIII. Parteitags" : die Erhöhung des materiellen und kulturellen Lebensniveaus der Menschen . . .)
RWE
21.01.2026, 16:17 Uhr
In der Atrium Passage gibt es kein Gym
Während der Coronazeit sollte in der Südahrzgalerie ein Fitnesstudion eröffnen. Sie hatten sogar schon Kunden im dreistelligen Bereich geworben. Unterbrochene Lieferketten machten dem Vorhaben ein Ende. Der Betreiber der Galerie vermieten eben an den, der zahlt.
Die Kritiker waren wahrscheinlich noch nie in ihrem Leben in einem Gym. Da werden schon große Flächen gebraucht und bei Neueröffnungen wird eigentlich eine Sauna und andere Wellnessangebote erwartet. Und es gibt Zugang zum Parkhaus.
Davon abgesehen-der stationäre Handel und auch so kleine Malls wie in NDH werden verschwinden. Eine Mall braucht einen vernünftigen Food Court, welcher in beiden Einkaufszentren nicht vorhanden. Ich muss da immer an Frau Rinke denken, die ja mal gesagt hat, Sangerhäuser kämen nicht wegen Bockwurst noch Nordhausen...
Und nein lieber Leon08, es wird keiner aus anderen Städten zum Trainieren hierher kommen. Da gibt es auch NDH und Umgebung genug Nachfrage.
Und lasst den Herfag umziehen, damit wenigstens ein wenig Kaufkraft in Nordhausen bleibt!
frankmps
22.01.2026, 17:16 Uhr
Nordhausen sein Einzelhandel ist ein schlechter Wiitz
Wenn ich mir dein Einzelhandel hier in Nordhausen anschaue, vergeht einem die Kauflaune komplett. Sorry, aber die meisten Geschäfte scheinen in den 90er Jahren hängen geblieben zu sein. Alles schaut altbacken aus, die Warenpräsentationen sind nicht mehr zeitgemäß und das Angebot ist sehr mau und einseitig. Die Südharzgalerie ist mittlerweile so abgerockt, dass da ein Abriss und Neubau fällig wäre. Wenn man mal in Einkaufszentren bzw. Malls außerhalb von Europa war (ich sage nur Dubai Mall in den VAE oder Place Vendôme Mall in Katar), da schlägt man nur die Hände über den Kopf zusammen, wie das hier alles ausschaut. Da gibt es auch genug kleine Geschäfte, aber wirklich jeder versteht es dort, gekonnt und zeitgemäß seine Waren zu präsenteiren und Kauflaune zu wecken.
Hundat
24.01.2026, 14:11 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Bitte bleiben sie höflich.
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