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Di, 15:09 Uhr
06.01.2026
Eine besondere Begegnung am Herder-Gymnasium

Von Südindien nach Nordhausen

Kurz bevor es am Herder-Gymnasium in die wohlverdienten Weihnachtsferien ging, durften die Englischkurse der zwölften Klasse des Herder-Gymnasiums eine ganz besondere Unterrichtsstunde erleben. Statt Vokabeln und Grammatik stand interkultureller Austausch auf dem Stundenplan...

Im Rahmen des Englischunterrichts besuchte uns Amalu, die seit November ein Au-pair-Jahr in Deutschland absolviert. In ihrem Vortrag mit dem Titel „India uncovered - where opposites coexist“ nahm sie uns mit auf eine persönliche Reise durch ihr Heimatland und eröffnete uns faszinierende Einblicke in die indische Kultur, den Alltag, das Schulsystem und das Leben in Indien.

Amalu brachte auch indische Süßspeisen mit (Foto: Herder-Gymnasium) Amalu brachte auch indische Süßspeisen mit (Foto: Herder-Gymnasium)

Zu Beginn regte Amalu uns dazu an, über unser eigenes Vorwissen zu Indien nachzudenken. Ein von ihr vorbereitetes Quiz machte schnell deutlich: Zwar hatten wir bereits einige Kenntnisse über das Land, seine Menschen und Traditionen, doch es gab noch viel Neues zu entdecken. Neugierig und aufmerksam
verfolgten wir anschließend ihre Präsentation. Mit zahlreichen privaten Fotos und Videos stellte Amalu
ihre Heimatregion in Südindien vor. Besonders beeindruckend war für uns die sprachliche Vielfalt des
Landes: Über 400 Sprachen werden in Indien gesprochen, darunter Hindi und Englisch, wobei sich die Sprachen stark von Region zu Region unterscheiden.

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Auch einige unserer Vorstellungen wurden korrigiert: so erklärte Amalu anschaulich, wie die verschiedenen Religionen in Indien überwiegend friedlich miteinander koexistieren und das gesellschaftliche Leben prägen. Ein weiterer Höhepunkt war die Vorstellung traditioneller indischer Feste wie Perunnal, Onam und Theyyam. Passend dazu trug Amalu einen farbenprächtigen Sari, ein traditionelles Festgewand, das uns einen authentischen Eindruck indischer Feierkultur vermittelte.

Für große Begeisterung sorgten außerdem die indischen Süßspeisen Laddu und Jalebi, die Amalu mitgebracht hatte. Beim gemeinsamen Probieren lernten wir nicht nur neue Geschmäcker kennen, sondern erhielten auch spannende Einblicke in die indische Esskultur und ihre Unterschiede zur unseren.

In der anschließenden Fragerunde entstand ein lebendiger und offener Austausch. Wir stellten Fragen zu
Amalus persönlichem Schulalltag, ihrer Motivation, nach Deutschland zu kommen, zum Klima sowie zur Geschichte Indiens. Geduldig und ehrlich beantwortete sie all unsere Fragen und machte das Gespräch zu einer wertvollen Begegnung auf Augenhöhe.

Diese besondere Englischstunde hat uns eindrucksvoll gezeigt, wie bereichernd interkultureller Austausch sein kann und wie lebendig Unterricht wird, wenn Menschen ihre persönlichen Erfahrungen teilen. Wir sind sehr dankbar für diese außergewöhnliche Erfahrung, die weit über das hinausging, was Lehrbücher vermitteln können und die uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Helena Helmschrodt
Autor: red

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